Müssen Investoren im Jahr 2022 einen Crash an der Börse verkraften?

Wichtige Punkte
- Das Jahr 2022 beginnt mit einer wochenlangen Volatilität an der Börse.
- Es ist wichtig, sich auf einen stärkeren Abschwung vorzubereiten, nur für den Fall.
Bisher war das Jahr 2022 ein ziemlich hartes Jahr für Investoren. Im Januar flirteten die Aktien mit einer Korrektur und erreichten Tiefststände, die wir seit März 2020 nicht mehr gesehen haben.
Auch der Februar war bisher ein sehr volatiler Monat. Viele Anleger sind verunsichert, was die Börse noch alles vorhat.
Allerdings hat das Jahr 2022 noch nicht zu einem regelrechten Crash an der Börse geführt – zumindest bis jetzt nicht. Aber ist das etwas, worauf sich die Anleger vorbereiten müssen?
Werden die Aktienwerte im Jahr 2022 abstürzen?
Eine der schwierigsten Aufgaben eines Anlegers ist der Umgang mit den Unwägbarkeiten der Börse. Als der Omicron-Anstieg im Dezember ausbrach, gingen viele Anleger davon aus, dass die Aktienwerte abstürzen würden. Aber das ist nicht passiert. Stattdessen begannen die Aktienwerte zu sinken, als die Omikron-Zahlen sich gerade zu verbessern begannen.
Da Börsencrashs unvorhersehbar sind, können wir nicht mit Sicherheit sagen, ob uns 2022 ein intensiver, anhaltender Abschwung bevorsteht oder nicht. Was wir aber sagen können, ist, dass es immer eine gute Idee ist, auf diese Möglichkeit vorbereitet zu sein.
Vorbereiten auf einen Crash an der Börse
Unabhängig davon, ob die Aktien später im Jahr 2022 oder zu einem anderen Zeitpunkt in der Zukunft vollständig abstürzen, gibt es ein paar grundlegende Schritte, die jeder Anleger unternehmen sollte, um sich vorzubereiten. Als erstes sollte man seinen Notfallfonds sichern. Stelle sicher, dass du genug Geld auf der Bank hast, um mindestens die Lebenshaltungskosten von drei Monaten zu decken, damit du im Falle eines Liquiditätsbedarfs nicht gezwungen bist, Investitionen zu liquidieren, wenn sie im Minus sind.
Als Nächstes solltest du sicherstellen, dass dein Vermögen in Anbetracht deines Alters angemessen aufgeteilt ist. Wenn du noch Jahrzehnte vom Ruhestand entfernt bist, kannst du ruhig viel in Aktien investieren. Wenn der Markt in großem Stil abstürzt, hat dein Portfolio viele Jahre Zeit, sich zu erholen. Wenn du aber kurz vor dem Ruhestand stehst, solltest du eher konservativ investieren. Das könnte bedeuten, dass du deine Positionen in Aktien auf etwa 50 % deines Gesamtvermögens beschränkst.
Schließlich solltest du darauf achten, dass dein Portfolio diversifiziert ist. Wenn du zu viele Aktien aus einem bestimmten Segment kaufst, das bei einem Marktabschwung besonders stark betroffen ist, kann dein Portfolio sehr stark beeinträchtigt werden.
Du kannst dein Portfolio diversifizieren, indem du ein paar Dutzend Aktien aus verschiedenen Marktsegmenten hältst. Noch einfacher geht es, wenn du börsengehandelte Fonds (ETFs) kaufst, die den breiten Markt abdecken. Der Vorteil dabei ist, dass du nur wenig recherchieren musst und mit einer einzigen Investition viele Aktien besitzen kannst.
Sei vorbereitet
Wir wissen nicht, was der Rest des Jahres 2022 für die Börse bereithält. Die Portfoliowerte könnten auf breiter Front steigen oder einbrechen, bevor das Jahr zu Ende geht.
Angesichts dieser Unvorhersehbarkeit ist das Beste, was du als Anleger tun kannst, immer vorbereitet zu sein – und dich daran zu erinnern, dass Börsencrashs zwar ärgerlich und stressig sein können, aber auch nur von kurzer Dauer sind. Selbst wenn sich die Lage in diesem Jahr merklich verschlechtert, bedeutet das nicht, dass deine langfristigen finanziellen Ziele zum Scheitern verurteilt sind.
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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und am 19.02.2022 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.