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TUI-Aktie vs. Booking Holdings-Aktie: Die Qualität macht den Unterschied!

Bulle und Bär Aktien Bullenmarkt
Foto: Getty Images

An der Börse gibt es verschiedene Arten von Anlegern. Die einen spekulieren und gehen dabei auch höhere Risiken ein, andere handeln eher charttechnisch und wieder andere wollen in Aktien wie TUI investieren.

Bei Letzterem müssen wir eine genaue Fundamentalanalyse durchführen, um ein Chancen-Risiko-Profil zu erstellen. Nur wenn wir uns danach sehr sicher und vom Unternehmen überzeugt sind, investieren wir.

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Ein Vergleich zwischen TUI- und Booking Holdings-Aktien soll die Wichtigkeit der Investmentqualität verdeutlichen.

TUI-Aktien profitieren kaum vom Reiseboom

Viele Menschen haben während oder nach dem Corona-Shutdown TUI (WKN: TUAG00)-Aktien in der Hoffnung auf stark steigende Kurse gekauft. Kurzzeitig sind sie tatsächlich angezogen. Doch mittlerweile haben sie wieder ihre übliche Entwicklungsrichtung eingenommen.

Die Überlegung war vordergründig sogar richtig. Viele ähnliche Werte wie Booking Holdings (WKN: A2JEXP) haben von der Tourismusnormalisierung profitiert. Doch wie bei einem Autokauf dürfen wir uns beim Investieren nicht nur vom schönen Äußeren blenden lassen, sondern müssen auch einen Blick unter die Motorhaube werfen.

Woran die fehlende Qualität der TUI-Aktien erkennbar ist

Wer dies getan hat, musste Zweifel an der Investmentqualität der TUI-Aktien haben. Bereits vor der Pandemie wuchs der Konzern nur noch schwach und wies eine durchschnittliche Gewinnmarge von nur 1,8 % auf. Wenn es sich nicht um ein Handelsunternehmen handelt, ist sie bei zu niedrigen Werten ein klarer Hinweis auf eine geringe Profitabilität, die in Krisenzeiten zum Problem wird.

Die geringe Qualität war ebenfalls an den schwachen Kapitalrenditen und der hohen Verschuldung erkennbar. Somit wirkte die hohe Dividendenrendite, die mittlerweile gestrichen wurde, eher als Lockmittel.

Booking Holdings im Vergleich

Wenn wir uns im Vergleich zu TUI einmal die Booking Holdings-Aktien ansehen, wird der Unterschied und warum sie weiter steigt schnell klar. Das Unternehmen hatte vor der Krise im Zeitraum 2010 bis 2019 den Umsatz von 3.084 auf 15.066 Mio. US-Dollar gesteigert. Der Gewinn wuchs von 527,5 auf 4.865 Mio. US-Dollar.

Bereits dies ist ein großer Unterschied zu TUI-Aktien.

Booking Holdings erzielte 2019 zudem eine Gewinnmarge von 32,3 % und eine Gesamtkapitalrendite von 22,7 %. Die Eigenkapitalquote lag bei 27,7 %. Trotz eines starken Umsatzeinbruchs im Jahr 2020 konnte das Unternehmen dennoch weiterhin einen Gewinn von 59 Mio. US-Dollar erzielen und musste deshalb auch keine Steuergelder in Anspruch nehmen.

Unterschiede in der Aktionärsstruktur

Wer nicht die Katze im Sack kaufen möchte, sollte zudem immer einen Blick auf die Aktionärsstruktur werfen. Bei Booking Holdings gibt es zwar keine auffällig hohen Managerbeteiligungen, aber sonst sind die beteiligten Gesellschaften eher unauffällig.

Wenn es Unternehmen hingegen schlecht geht, nehmen sie oft auch fragwürdige Aktionäre auf. So ist bei TUI bis heute die russische Mordashov-Familie zu 34 % engagiert.

Langfristig ist der Qualitätsunterschied auch an der Kursentwicklung beider Aktien erkennbar. Doch Investoren sollten ihr Hauptaugenmerk zunächst immer auf die Zahlen und das Geschäft richten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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