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VW oder Lufthansa – prominente Namen machen dich nicht reich

Deutschland Bund
Foto: The Motley Fool

Ich habe in einer Spiegel-Ausgabe aus dem Februar einen interessanten Artikel entdeckt. Demnach war Herbert Diess der deutsche Manager mit den meisten Erwähnungen in der Presse und den sozialen Medien. Zu diesem Ergebnis kam eine Auswertung des Beratungsunternehmens Keynote. Schon damals kam die Untersuchung zu dem Schluss, dass die Nennungen eher von einer negativen Tonalität geprägt waren.

Inzwischen ist Herbert Diess nicht mehr CEO bei Volkswagen (WKN: 766403). Aufgerieben hat er sich in Grabenkämpfen mit dem Betriebs- und Aufsichtsrat. Er wurde häufig für seinen Führungsstil kritisiert. Auch seine ständigen Verweise auf den Wettbewerbsvorteil des Rivalen Tesla (WKN: A1CX3T) sind überhaupt nicht gut in Wolfsburg angekommen.

Viel Trubel um VW bringt keine Rendite

Hat es den Aktionären also genutzt, dass sie viel in der Presse über ihr Unternehmen lesen konnten? Auf Jahressicht eher nicht. Die VW-Aktie notiert heute 35 % niedriger als vor einem Jahr. Die ewigen Reibereien werden auch durch den Abgang von Herbert Diess nicht von heute auf morgen verschwinden. Zu viele verschiedene Interessen prallen bei Volkswagen aufeinander. Das erzeugt zwar viel Aufmerksamkeit in der Presse, ich sehe allerdings dadurch keine Vorteile für die Eigentümer.


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Mit Ola Källenius landete ein weiterer CEO aus der Automobilbranche auf dem zweiten Platz. Bei Mercedes-Benz (WKN: 710000) ging es aber deutlich ruhiger zu und auch die Aktie entwickelte sich mit einem Minus von ca. 14 % auf Jahressicht deutlich besser. Trotzdem zeigt es die Vorliebe der deutschen Wirtschaftspresse. In wohl keinem anderen Land außer Deutschland dreht sich so viel um das Auto.

Gleichzeitig halte ich als Investor wenig von der Branche. Unternehmen wie VW oder Mercedes-Benz plagen sich mit relativ niedrigen Margen und gleichzeitig mit einer nicht unerheblichen Verschuldung. Angesichts der Herausforderungen der nächsten Jahre und der notwendigen Investitionen, um diese zu meistern, keine einfachen Startbedingungen.

Lieber unbekannte Werte

Auch der drittplatzierte Carsten Spohr hat es bei der Lufthansa (WKN: 823212) nicht leicht. Ständig streikt das Personal im Cockpit, in der Kabine und am Boden. Gleichzeitig plagen das Unternehmen hohe Schulden und die Verluste von einem schlechten Jahr fressen die Gewinne von vielen besseren Jahren auf. In der deutschen Wirtschaft gibt es sicherlich Arbeitsplätze mit weniger Medienaufmerksamkeit und weniger Stress als die Position des CEO bei der Lufthansa. Für Aktionäre gibt es sicherlich auch viele spannendere Unternehmen.

Gerade viele Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe liefern seit vielen Jahren eine hohe Rendite, ohne ständig Schlagzeilen zu produzieren. Hier gibt es auch noch viele Familienunternehmen, bei denen oft deutlich langfristiger gedacht und eher an einem Strang gezogen wird. Meinungsverschiedenheiten werden häufig hinter verschlossenen Türen ausgetragen und aus der Welt geschafft.

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Florian besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien  von Tesla und Volkswagen.



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