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BASF-Aktie: KGV 7 und 8 % Dividende

Foto: Getty Images

Die BASF (WKN: BASF11)-Aktie ist schon ein seltsamer Fall. Das Unternehmen zaubert seit über einem Jahr jedes Quartal aufs neue hervorragende Zahlen aus dem Hut, kann die Aktionäre damit aber nicht beeindrucken. Der Aktienkurs ist seit Anfang 2021 um mehr als 30 % auf nur noch 42,62 Euro gefallen (Stand 28.07.2022). Damit hat die Aktie inzwischen fast ihre gesamten Kursgewinne der vergangenen zwölf Jahre wieder abgegeben.

Inzwischen deuten einige Kennzahlen darauf hin, dass die Aktie geradezu lächerlich günstig bewertet ist. Beispielsweise liegt die Dividendenrendite bezogen auf die Ausschüttung von 3,40 Euro je Aktie in diesem Jahr momentan bei 8 %! Und auf Basis des letzten Jahresgewinns von 6 Euro je Aktie zahlt man zudem nur das 7-Fache des Gewinns.

Auch in diesem Jahr hat BASF bisher solide Zahlen abgeliefert und gerade erst die Prognose erhöht.

Wie passt das alles mit dem fallenden Aktienkurs zusammen?

BASF kann die Börse nicht überzeugen

Das große Problem, mit dem BASF zu kämpfen hat, ist, dass die Anleger skeptisch sind, ob die starken Zahlen wirklich nachhaltig sind. In den Jahren vor der Pandemie ging der Trend bei den Geschäftszahlen stetig bergab. Umsatz und Gewinn sind Jahr für Jahr langsam immer weiter gefallen.

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Erst 2021 kam dann plötzlich die Wende. In dem Jahr hat sich BASF gleich mit rekordverdächtigen Zahlen zurückgemeldet. Trotzdem konnte man die Börse bis heute nicht davon überzeugen, dass es auch so weitergehen wird.

Ein Problem ist, dass BASF selbst nicht davon überzeugt ist. Denn obwohl die Prognose für den Umsatz in diesem Jahr vor wenigen Tagen kräftig angehoben wurde, geht BASF weiter von einem kräftigen Gewinnrückgang aus. Dabei konnte man den Gewinn in der ersten Jahreshälfte noch auf Vorjahresniveau halten.

Die Gewinne drohen dahinzuschmelzen

Schaut man sich die Prognose genauer an, wird deutlich, dass BASF mit einem extrem schwachen zweiten Halbjahr rechnet. Denn der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten soll im Geschäftsjahr nur 6,8 bis 7,2 Mrd. Euro erreichen. Schon nach der ersten Jahreshälfte lag der Wert aber bereits bei 5,1 Mrd. Euro. Im besten Fall werden in den sechs Monaten also noch 2,1 Mrd. Euro dazukommen. Allein im zweiten Quartal hat BASF aber 2,3 Mrd. Euro Gewinn erzielt! Der Gewinn je Quartal könnte sich also glatt halbieren.

Natürlich ist es gut möglich, dass BASF einfach vorsichtig bleibt, um die Prognose im Zweifelsfall nicht wieder senken zu müssen. Aber momentan wirkt es so, als würde BASF mit steigenden Umsätzen, aber einer Vollbremsung beim Gewinn rechnen. Für die Aktionäre sind das keine guten Nachrichten.

Denn wenn sich der Gewinn praktisch in Luft auflöst, kann man dann davon ausgehen, dass die nächsten Geschäftsjahre auch sehr viel schwächer ausfallen werden?

An der Börse geht man offenbar davon aus, dass BASF in Zukunft weniger profitabel sein wird. Sollte sich das bewahrheiten, könnte die Aktie schon in wenigen Monaten deutlich weniger günstig aussehen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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