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Adyen-Aktie, das reicht nicht?!

Kunde zahlt mobil im Restaurant
Foto: Getty Images

Die Adyen-Aktie (WKN: A2JNF4) ist zum Donnerstag der Woche etwas tiefer gefallen. Offensichtlich sind die Quartalszahlen nicht ganz so positiv ausgefallen, wie der breite Markt sich das gewünscht hätte. Wobei ebenfalls bezeichnend ist: Die Anteilsscheine haben bis zum Handelsschluss wieder Boden gutgemacht. Ein zweistelliges Minus ist bis zum Ende hin zu einer kleineren Korrektur von lediglich 3,7 % zusammengeschrumpft.

Blicken wir heute auf die Adyen-Aktie und ihr Zahlenwerk. Überlegen wir dabei, ob die präsentierten Zahlen wirklich nicht ausgereicht haben. Oder aber ob der breite Markt nicht ein wenig übertreibt.

Adyen-Aktie: Was ist los?

Es gibt bei der Adyen-Aktie offenbar eine weitere Diskrepanz zwischen den Ansprüchen des Marktes und der operativen Wirklichkeit, die gar nicht mal verkehrt ist. Mit einem abgewickelten Transaktionsvolumen, das um 60 % im Jahresvergleich wuchs, zeigt das Unternehmen, dass der Trend der digitalen Zahlungsabwicklung für das Unternehmen nicht vorbei ist.

Auch der Umsatz, der im ersten Halbjahr um solide 37 % im Jahresvergleich auf 608,5 Mio. Euro wuchs, präsentiert sich absolut solide. Das EBITDA hingegen stieg um 31 % auf 356,3 Mio. Euro. Eine operative Marge von 59 % ist dabei definitiv kein verkehrter Wert.

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Auch ein Nettoergebnis in Höhe von 282 Mio. Euro ist für die Adyen-Aktie alles andere als ein schlechter Wert. Hier zeigt sich, dass das Management bereits auf einer profitablen Basis arbeiten kann. In Zeiten steigender Zinsen und der Inflation ist das definitiv auch keine schlechte Perspektive. Eigentlich können Investoren mit diesem Zahlenwerk daher durchaus zufrieden sein.

Wo drückt der Schuh?

Bei der Adyen-Aktie drückt an anderer Stelle der Schuh. Wie gesagt: In Teilen konnten die Erwartungen nicht erfüllt werden. Aber auch die fundamentale Bewertung ist eine Baustelle. Hochgerechnet auf ein ganzes Geschäftsjahr sind wir bei einem Umsatz von ca. 1,2 Mrd. Euro. Sowie bei einem Nettoergebnis von 560 Mio. Euro. Bei 54 Mrd. Euro Börsenwert bedeutet das, dass wir ein Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis dieses Quartalszahlenwerks von knapp über 100 sehen.

Deutlich zweistellige Wachstumsraten mögen diese Erfolgsgeschichte oben halten. Aber der breite Markt ist eben relativ nervös, was Growth-Storys mit derartigen Multiplikatoren angeht. Trotzdem gibt der Markt digitaler Zahlungsdienstleistungen eine Menge her.

Ob man den Dip bei der Adyen-Aktie kaufen möchte, das ist im Endeffekt deine finale Entscheidung. Es gibt jedenfalls ein deutlich zweistelliges, profitables Wachstum. Aber eben auch zu einem Preis, der alles andere als günstig ist.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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