Texas Roadhouse-Aktie: 10 % Gewinn- und Dividendenwachstum!

Die Restaurantkette Texas Roadhouse (WKN: A0DKNQ) hatte in den letzten Quartalen mit einem schwächeren Umsatzwachstum und sinkenden Ergebnissen aufgrund der Inflation und der schwierigen Lage der Verbraucher zu kämpfen. Umso überraschter war der Markt daher über die starken Ergebnisse, die das Unternehmen in Q1 erzielte – abzulesen an einem 12-Prozent-Sprung bei der Texas Roadhouse-Aktie allein am Tag nach der Veröffentlichung.
Die Texas Roadhouse-Aktie in der Analyse
Der Umsatz in den bestehenden Filialen stieg von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,1 %. Das Wachstum setzte sich aus einem Besucheranstieg von 4,5 % und einem höheren Durchschnittsbon von 2,6 % zusammen. Insgesamt legte der Umsatz von Texas um 12,8 % auf 1,63 Mrd. US-Dollar zu.
Das Management begründete den Umsatzanstieg mit der klaren Konzentration auf Umsetzung und Betrieb, die seit Jahren das Kernziel der Kette sind.
„Unsere Besucherzahlen und Sortimentstrends zeigen, dass unsere Gäste weiterhin darauf vertrauen, dass wir ihnen ein Erlebnis bieten, das ihre Zeit und ihr Geld wert ist“, sagte CEO Gerald Morgan während des Analystencalls.
Der höhere Umsatz führt direkt zu steigenden Gewinnen
Er betonte zudem, dass der höhere Umsatz auch bis zum Nettoergebnis durchgedrungen sei. Obwohl Lohnsteigerungen und die Inflation bei Lebensmitteln weiterhin ein Thema sind, konnte der operative Gewinn der Kette um 8,6 % auf 146,3 Mio. US-Dollar gesteigert werden. Das Nettoergebnis stieg ebenfalls um 8,6 % auf 123,4 Mio. US-Dollar. Der Gewinn pro Texas Roadhouse-Aktie stieg allerdings um 10 % auf 1,87 US-Dollar, da Texas im Quartal 161.215 eigene Aktien zurückkaufte und damit die Zahl der ausstehenden Aktien entsprechend gesunken ist.
Die Aktionäre erhalten eine um 10 % erhöhte Quartalsdividende von 75 Cent je Texas Roadhouse-Aktie.
Diese Schritte geht das Unternehmen, um weiter erfolgreich zu sein
In Q1 hat Texas vier eigene und zwei von Franchisenehmern geführte Restaurants eröffnet. Per Ende März gab es insgesamt 822 Restaurants, von denen 723 vom Unternehmen selbst geführt werden und 99 von Franchisenehmern. Diese 822 Restaurants verteilen sich auf 749 Standorte des Steakhauses Texas Roadhouse, 56 Standorte der Pizzakette Bubba’s 33 und 17 Standorte der Burgerkette Jaggars.
Besonders spannend fanden wir das, was CEO Morgan während des Analystencalls zum Thema Technologie sagte. Er hob eine Reihe von Investitionen hervor, die Texas Roadhouse dabei geholfen haben, schneller und effizienter zu werden. Dazu zählen digitale Küchenanzeigesysteme, mit denen die Köche Garzeiten nachverfolgen und Dinge erkennen können, die vorher nicht ersichtlich waren oder die manuell erledigt werden mussten. Diese digitalen Küchentechnologien unterstützen die Betreiber dabei, ein höheres Volumen an Bestellungen zum Mitnehmen abzuwickeln, ohne das Erlebnis im Restaurant zu beeinträchtigen.
Aber auch an die Kunden wird natürlich gedacht. So gibt es ein neues Wartelisten-Managementsystem, das den Speisesaal verwaltet und die Gäste schnell und effizient an einen Tisch in der richtigen Größe bringt. Die Kunden haben die Möglichkeit, am Tisch über Tablets zu bezahlen, was ihnen Zeit und dem Personal Arbeit spart.
So sehen wir die Texas Roadhouse-Aktie langfristig
Der Ausblick, den das Management gab, ist ebenfalls positiv. Texas gibt traditionell keine Guidance für den Umsatz ab, sondern eher für Dinge wie erwartete Inflation, Steuersatz und so weiter. Allerdings sagte Morgan, dass im laufenden Quartal die Eröffnung von neun neuen Standorten geplant sei. Insgesamt seien derzeit 22 Restaurants im Bau. Insofern ist also durchaus mit Wachstum zu rechnen.
Dazu passt, dass die Umsätze in den bestehenden Filialen in den ersten fünf Wochen des laufenden Quartals um 6,5 % gestiegen sind. Ferner hat Texas Anfang April die Preise um etwa 1,9 % angehoben. Für uns bestätigen die Ergebnisse unsere Einschätzung der Aktie als ein solides Papier, das langfristigen Aktionären viel Freude machen sollte.
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