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Bill Ackman hat alle Netflix-Aktien verkauft: Ich tue das nicht

Netflix Aktie
Foto: The Motley Fool

Bill Ackman hat alle seine Netflix-Aktien (WKN: 552484) verkauft. Bemerkenswert, denn immerhin ist der Hedgefonds-Manager eigentlich erst in der Schwächeperiode eingestiegen. Offenbar reichte ihm der nicht erfolgte Turnaround innerhalb eines einzelnen Quartalszahlenwerks nicht aus.

Das zeigt mir bereits, dass ich meinen Ansatz bei meinen Netflix-Aktien nicht unbedingt mit Bill Ackman messen kann. Ich bin definitiv langfristig  und unternehmensorientiert in diese Streaming-Chance investiert. Das ist jedenfalls meine nach wie vor intakte Investitionsthese bei dem US-Konzern, der trotzdem operativ im zweiten Jahresviertel ablieferte.

Darum verkaufe ich meine Netflix-Aktien nicht wie Ackman!

Ehrlich gesagt kenne ich die Verkaufsthese von Bill Ackman nicht. Allerdings kann ich sagen, was mich an meinen Netflix-Aktien noch so fasziniert, dass ich den Anteilsscheinen treu bleibe. Im Endeffekt ist es die Überzeugung, dass dieser ehemalige Streaming-Platzhirsch nicht der klare Sieger innerhalb des Gesamtmarktes sein muss. Wobei auch das noch zur Debatte steht. Schließlich ist er weiterhin der größere, einzelne Dienst im Vergleich zu Disney+.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Netflix besitzt für mich noch eine gute Marktchance. Das Streaming-Angebot ist insbesondere in der Breite so gut, dass viele Verbraucher noch immer den Streaming-Dienst setzen. Womöglich zukünftig eher als Komplementärangebot. Aber das kann als Investitionsthese ebenfalls ausreichend sein.

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Zudem wird Netflix inzwischen profitabel. Im zweiten Quartal erzielte der US-Konzern ein Nettoergebnis in Höhe von 1,44 Mrd. US-Dollar. Auch der freie Cashflow blieb mit 103 Mio. US-Dollar in den schwarzen Zahlen. Profitabilität und freie Cashflows könnten eine neue operative Ausgangslage bei der Aktie bewirken.

Konkurrenz ist ein immer größeres Thema. Aber im Zweifel bleibt abzuwarten, wie sich das Unternehmen und der Dienst selbst entwickeln. Ja, auch, welche Pricing-Power man zukünftig noch besitzt. Bislang konnte das Management die Preise stets sukzessive erhöhen, ohne einen Mitgliederschwund. Gelingt das weiterhin, so wäre sogar diese qualitative und quantitative Investitionsthese intakt.

Keine Winner-Takes-It-All-These

Der Streaming-Markt entwickelt sich nicht mehr zu einem Winner-Takes-It-All-Markt und entsprechend verfolge ich auch keine Winner-Takes-It-All-Investitionsthese. Ein guter zweiter Platz könnte meiner Ansicht nach sogar ausreichend sein. Entscheidend ist mit Blick in die Zukunft ein konsequentes, moderates Wachstum. Qualitativ und quantitativ, im Idealfall. Dass das Management noch neue Ideen besitzt, erkennen wir an der werbefinanzierten Variante und auch an dem Gaming-Streaming-Bereich.

Ob das ausreicht, das ist eine andere Frage. Sowie eine, die wir mit Blick auf die Netflix-Aktie erst im Nachhinein beantworten können. Für den Moment reicht mir das jedoch aus, damit ich meine Investition halte. Und nicht wie Bill Ackman schnell wieder abstoße.

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Vincent besitzt Aktien von Netflix. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix.



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