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Nasdaq, S&P 500 und Bitcoin: Warum sie bis zu 8,66 % fallen!

Bildquelle: Flickr-User Fooleditorial

In den letzten Tagen erholten sich Nasdaq, S&P 500 und Bitcoin. Ähnlich wie von Juni bis August 2022 keimt dann sehr schnell wieder Optimismus auf. Doch entscheidend ist am Ende immer das aktuelle Umfeld und dieses ist derzeit für viele Aktien-Indizes immer noch negativ.

Hohe Inflation lastet auf Nasdaq & Co.

So verharrt die Inflation weiterhin auf einem hohen Niveau. In den USA lag sie im August 2022 bei 8,3 %. Im Grunde zeichnet sich eine positive Entwicklung ab, denn im Juni und Juli 2022 fiel der Kaufkraftverlust mit 9,1 beziehungsweise 8,5 % noch höher aus. Somit ist ein Rückgang erkennbar.

Doch Ökonomen hatten mit 8,1 % Inflation gerechnet. Von der verfehlten Prognose zeigt sich der Markt enttäuscht, denn nun könnte die amerikanische Notenbank ihren Leitzins stärker anheben.

Wahrscheinlich hat auch die amerikanische Zentralbank zu lange mit Zinsanhebungen gewartet und muss nun umso stärker gegensteuern. Stiegen anfangs nur die Rohstoffpreise, verteuerten sich im Zeitverlauf alle Produkte. Schließlich steigen nun auch die Löhne, was zu noch mehr Inflation führt.

Steigende Zinsen verknappen die Liquidität. Viele Nasdaq-Unternehmen arbeiten mit einer hohen Verschuldung und können so kaum noch expandieren. Hinzu kommen steigende Zinskosten, wodurch die Gewinne zusätzlich sinken.

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Nasdaq weiterhin teuer

Der Nasdaq-Index fällt besonders deutlich, weil sich hier zuvor eine Blase gebildet hatte. Momentan beträgt sein aktuelles Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 27,64. Somit ist die Fallhöhe höher als beim S&P-500-Index, der aktuell zu einem KGV von 20,08 notiert (13.09.2022).

Die Gewinne der Technologiefirmen brechen in Krisen zudem häufig stärker als jene der langsam wachsenden großen defensiven Werte ein.

Bitcoin folgt der Nasdaq-Entwicklung. Die Kryptowährung ist aufgrund der hohen Schwankungen eher als Technologie-Aktie statt als eine stabile Währung anzusehen. Mit den fallenden Kursen ergibt sich eine Art Dominoeffekt. So stellen aktuell immer mehr Bitcoin-Miner ihr Geschäft ein.

Ähnlich wie bei steigenden Kursen kommt es zum Herdentrieb. Er führt wahrscheinlich zu einem völligen Ausverkauf. Nasdaq, S&P 500 und Bitcoin erreichen so später ihren Tiefpunkt.

Morgan Stanley rechnet mit weiteren Abschlägen

Die Investmentbank Morgan Stanley (WKN: 885836) geht für 2023 in den USA von Gewinnrückgängen um 3 % aus. Der S&P-500-Index könnte ihrer Meinung nach bis zum Jahresende auf 3.400 bis 3.000 Punkte fallen. Dies würde vom aktuellen Niveau (3.960 Punkte) einen weiteren Kursverlust um 24,2 % bedeuten.

Somit fangen sich Nasdaq, S&P 500 und Bitcoin wahrscheinlich erst wieder nach einem signifikanten Inflationsrückgang. Dieser ist allerdings mit einer Rezession verbunden. In Deutschland sieht es ähnlich aus, obwohl hier mittlerweile viele Aktien deutlich günstiger als in den USA bewertet sind.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Indizes oder Bitcoin. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Bitcoin.



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