PayPal-Aktie am Boden: 3 Gründe, warum es jetzt richtig spannend ist!

Eine Person bezahlt im Einzelhandel kontaktlos mit dem Smartphone
Foto: Pavel Danilyuk via Pexels

Die PayPal-Aktie (WKN: A14R7U) befindet sich weiterhin am Boden. Auch im Börsenjahr 2026 gelang der Turnaround bislang nicht. Die Anteilsscheine notieren aktuell zu einem Aktienkurs von 44,23 US-Dollar. Seit Jahresanfang liegt das Minus damit bei fast 24 %. Das ist jedoch erst die Spitze des Eisbergs.

PayPal hat in den letzten fünf Jahren rund 83 % seines Börsenwertes eingebüßt. Natürlich ist auch diese Perspektive ein wenig verzerrt. Wir betrachten hier schließlich den Hype-Zyklus zu Zeiten der Corona-Pandemie. Wer damals investiert hat, der sieht jedoch ein solches Minus in seinem Depot.

Ich sehe bei der PayPal-Aktie jetzt jedoch drei Gründe, warum die Anteilsscheine besonders spannend sind. Welche? Sagen wir es so: Die Bewertung, das Wachstum und die Kapitalrückführungen sind die drei Eckpfeiler, anhand derer wir uns heute orientieren.

PayPal-Aktie: Die fundamentale Bewertung!

Führen wir uns für einen Moment noch einmal vor Augen, was eigentlich hinter PayPal steckt. Es handelt sich um einen Zahlungsdienstleister, der über 430 Mio. aktive Nutzer weltweit besitzt. Deren Zahl mag stagnieren. Dafür aber nicht das Transaktionsvolumen, das im Jahre 2025 von 1,68 auf 1,79 Billionen US-Dollar gewachsen ist. Wir sprechen also von einem Zahlungsdienstleister, der ein Billionen-Dollar-Volumen pro Jahr abwickelt. Dem die Kunden derart vertrauen. Trotzdem liegt die Marktkapitalisierung gerade einmal bei 39 Mrd. US-Dollar. Allein das ist mir bedeutend zu wenig.

Aber lass uns noch ein wenig weiter einen Abriss der fundamentalen Bewertung durchziehen. Der Umsatz lag im Jahre 2025 bei 33 Mrd. US-Dollar. Hier sprechen wir von einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 1,2. Daneben lag das Nettoergebnis bei 5,1 Mrd. US-Dollar, was einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von nicht einmal 8 entspricht. Der freie Cashflow ist mit 5,6 Mrd. US-Dollar sogar noch höher. Das Multiple, gemessen an dieser Ertragskennzahl, ist mit nicht einmal 7 auf einem sehr geringen Bewertungsniveau.

Allein die fundamentale Bewertung sorgt meiner Meinung nach dafür, dass wir bei der PayPal-Aktie von einer klaren Value-Chance sprechen können. Kritiker verweisen darauf, dass Zahlungsdienstleister selten echte Wettbewerbsvorteile herausarbeiten. Meine These ist: Mit 1,8 Billionen US-Dollar und 430 Mio. aktiven Nutzern ist Vertrauen ein kleiner Wettbewerbsvorteil. Bei einem KUV von 1,2, einem KGV von nicht einmal 8 und einem Kurs-FCF-Verhältnis von 7 bietet das eine ausreichende Sicherheitsmarge.

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Das Wachstum hört nicht auf!

Man könnte denken, dass die PayPal-Aktie bei dieser Bewertung aufgehört hat zu wachsen. Das ist aber falsch gedacht. Denn allein das Transaktionsvolumen zeigt, wie dynamisch sich der Zahlungsdienstleister weiterentwickelt. Die Tendenz hört auch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2026 nicht auf. Hier konnte das Zahlungsvolumen erneut um 11 % von 417 auf 463 Mrd. US-Dollar gesteigert werden.

Die Nutzer sind das große Sorgenkind. Aber wenn wir die finanziellen Kennzahlen betrachten, bleibt die Growth-Story intakt. Der Umsatz legte um 7 % auf 8,3 Mrd. US-Dollar zu. Beim Nettoergebnis gab es im Q1 einen leichten Rückgang um 7 % auf 1,23 Mrd. US-Dollar. Dank der Aktienrückkäufe legte das Ergebnis je Aktie dennoch um 1 % im Jahresvergleich zu. Wir sprechen auch hier daher noch von Wachstum. Zumal der bereinigte freie Cashflow im ersten Quartal um 25 % im Jahresvergleich auf 1,72 Mrd. US-Dollar zulegen konnte.

Keine Frage: Bei der PayPal-Aktie wird das Jahr 2026 voraussichtlich ein Übergangsjahr. Das Nettoergebnis könnte tendenziell auch stagnieren. Aber allein das Zahlungsvolumen zeigt, dass sich das Geschäft im Wachstum befindet. Zahlungsdienstleistungen bleiben ein Megatrend. Ich rechne in den nächsten drei bis fünf Jahren mit einem Ergebniswachstum von mindestens 5 % pro Jahr. Laut der Ben-Graham-Formel könnte damit ein KGV von etwa 18 fair sein. Das würde ein Kurspotenzial von über 100 % implizieren.

PayPal-Aktie: Die enormen Kapitalrückführungen!

Zu guter Letzt bleibt die PayPal-Aktie so interessant, weil es enorme Kapitalrückführungen gibt. Das Management nutzt und nutzt die günstige Bewertung, um per Aktienrückkauf den Wert jeder einzelnen Aktie massiv zu erhöhen. Im ersten Quartal des Jahres 2026 flossen 1,5 Mrd. US-Dollar in diese Kapitalrückführung. In den letzten 12 Monaten waren es hingegen 6 Mrd. US-Dollar. Bei der aktuellen Börsenbewertung würden 6 Mrd. US-Dollar rund 7,5 % der ausstehenden Aktien kaufen und einziehen.

Aber das Management von PayPal will mehr für die Investoren. So wurde im Jahre 2025 eine Dividende von 0,14 US-Dollar je Aktie und Vierteljahr beschlossen. Bei dem aktuellen Aktienkurs entspricht das einer Dividendenrendite von 1,26 %. Wenn wir bedenken, dass das Management gerade einmal 10 % des Gewinns für die Dividende verwendet, so sehen wir: Hier besteht noch viel Potenzial. Bei 30 % des Gewinns, der zukünftig per Dividende ausgezahlt würde (nur hypothetisch), läge die Dividendenrendite bei deutlich über 3 %. Ich sehe hier daher das Potenzial, dass die PayPal-Aktie eine gute Dividendenaktie werden könnte.

Doch auch die Aktienrückkäufe schaffen reichlich Mehrwerte. Wenn das Management den freien Cashflow von über 5 Mrd. US-Dollar pro Jahr regelmäßig für Aktienrückkäufe und Dividenden nutzt, so können allein damit sehr viele Werte für die Investoren geschaffen werden. Die aktuell günstige Bewertung und das leichte Wachstum sind hier ebenfalls ein Hebel.

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Vincent besitzt Aktien von PayPal. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PayPal.



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