Die nächste 1.000-Prozent-Aktie: Milliardär Jack Dorsey kennt den Weg

Aus dem Internet kommt eine Hand und schließt eine Vereinbarung mit einem Mann.
Foto: kiquebg via Pixabay

Eine 1.000-Prozent-Aktie nimmt selten den direkten Weg von null auf tausend. Nicht selten ist der Totalverlust gefühlt näher als der Megaerfolg.

Schlimmer noch! Oft gewinnen gerade jene den Jackpot, die das so eigentlich nie geplant hatten. Vor allem stramme Unternehmer, die sich in erster Linie für die Sache und erst in zweiter Linie für den Aktienkurs interessieren.

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Zu diesem Archetyp Erfolgsmensch könnte man Jack Dorsey zählen. Mit seinem Social-Media-Einhorn Twitter machte er Milliarden US-Dollar. Und er ist weiter im Spiel. Diesmal könnte er als CEO von Block/ehemals Square (WKN: A143D6) seine Spürnase für heiße Tech-Themen unter Beweis stellen.

Ein Exit wie aus dem Lehrbuch

Selten hat sich jemand so sauber von sich selbst verabschiedet. Zusammen mit einigen Mitgründern startete Jack Dorsey im Jahr 2006 den Kurznachrichtendienst Twitter.

Ein gigantischer Erfolg, der über die Jahre mit einer Milliardenbewertung belohnt wurde. Im November 2021 erfolgte der endgültige Rücktritt als Twitter-CEO. Kurz darauf verließ Dorsey auch den Aufsichtsrat. Schließlich kaufte Elon Musk den ganzen Laden. Wodurch auch Jack Dorsey um ein paar Mrd. US-Dollar Bargeld reicher wurde.

Von null auf Milliardär. Und dann der komplette Ausstieg. Wie aus dem Lehrbuch!

Aber was jetzt?

Jack Dorsey hatte bereits seine 1.000-Prozent-Aktie. Und hat diese scheinbar genau im richtigen Moment zu Geld gemacht.

Jetzt könnte sich der Milliardär gänzlich neuen Themen widmen. Vielleicht eine Insel kaufen. Oder eine Sportwagensammlung pflegen.

Doch Jack Dorsey bleibt dem Thema Social Media treu. Auch über Umwege als CEO von Zahlungsdienstleister Block/ehemals Square.

Jack Dorsey hatte einen guten Grund, um seine 1.000-Prozent-Aktie Twitter zu verkaufen

Dabei bastelt Dorsey nicht an einem neuen Twitter. Stattdessen scheint ihn das freie Protokoll Nostr zu faszinieren. Zuletzt spendete er über 200.000 US-Dollar für die Weiterentwicklung der Big-Tech-Alternative.

Er selbst ist auf Nostr sehr aktiv, trotz der bisher eher kleinen Nutzerschaft. Und dort teilt er seine Vision für das Social-Media der Zukunft rigoros.
Die schlechte Nachricht für Elon Musk: Dorsey scheint in Big-Tech keine Zukunft zu sehen. Auf Nostr erläuterte er:

Die Kosten für die Entwicklung einer Mikroanwendung sind minimal im Vergleich zur Entwicklung eines vollwertigen Clients, der im Wettbewerb mit anderen steht. Bei Ersterem sind die Möglichkeiten viel größer.

Und das aus dem Mund von jemandem, der mehr als 15 Jahre an einem vollwertigen Client mit dem Namen Twitter gearbeitet hat. Man wird das Gefühl nicht los, dass Jack Dorsey seine 1.000-Prozent-Aktie auch aus fundamentalen Gründen verkauft hat.

Eine Vision, die demnächst Milliarden US-Dollar wert sein könnte

Nun ist Dorsey nicht nur wertvoller Tech-Insider und Großspender. Auch als CEO der Block-Aktie könnte ein gigantisches Geschäft auf ihn zurollen.

Denn die Umbenennung in Block kam nicht aus dem Nichts. Die Botschaft ist: In diesem Unternehmen wird nicht nur traditionelle Zahlungsdienstleistung gemacht. Sondern auch bzw. mit dem Schwerpunkt Crypto.

Das könnte hervorragend in das Nostr-Universum passen. Denn ein zentraler Teil der Nostr-Technologie sind die sogenannten Relays. Einfache Datenbanken, die nicht viel können, aber dennoch ohne zentralen Schutz im Feuer des verrückten Internets stehen.

Die Idee: Sobald Relay-Speicher echtes Crypto-Geld kostet, werden Angriffe für den Angreifer schnell zu teuer. Hat Jack Dorsey also ein dezentrales Social Media im Sinn, das durch Crypto abgesichert und nutzbar gehalten wird?

Womöglich war die Twitter-Aktie nicht Dorseys letzte 1.000-Prozent-Aktie. Mit der Block-Aktie könnte er dort weitermachen, wo er als Twitter-CEO aufgehört hat.

 

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Block.

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