33 % wahrscheinlicher Gewinn: Diese Aktie ist jetzt interessant

Euro-Münzen fallen auf einen Holztisch
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Normalerweise sind zukünftige Gewinne von Aktien schwer zu kalkulieren. Bei angekündigten Übernahmen ist dies jedoch anders. Soll ein Unternehmen zu einem Preis pro Aktie von 61 US-Dollar übernommen werden und notiert die Aktie heute zu 46 US-Dollar, ist der mögliche Gewinn klar. Geht die Übernahme durch, machen Aktionäre in diesem Beispiel einen Gewinn von 15 US-Dollar. Also 33 % auf das eingesetzte Kapital. Genau das ist bei iRobot Corporation (WKN: A0F5CC) der Fall.

Die geplante Übernahme von iRobot durch Amazon

Denn das US-amerikanische Unternehmen, das vor allem für seine Roomba Staubsaugerroboter bekannt ist, soll durch Amazon (WKN: 906866) übernommen werden. Amazon möchte somit sein Ökosystem an intelligenten Produkten und ggf. sein Know-how im Robotik-Bereich verbreitern. iRobot profitiert von der Reichweite und Finanzstärke Amazons sowie möglicherweise von weiteren Technologien wie Alexa.

Diese Übernahme wurde bereits im August 2022 angekündigt. iRobot und Amazon sind sich bei dem Kaufpreis von 1,7 Mrd. US-Dollar Cash einig. Aktionäre sollen somit 61 US-Dollar je Aktie erhalten, was einem Aufschlag von 33 % auf den heutigen Aktienkurs von 46 US-Dollar entspricht (Stand aller Angaben: 30.06.23).

Regulatorische Prüfungen dauern an

Warum ist der Aktienkurs heute so viel geringer als der vereinbarte Kaufpreis? Der Grund dafür ist das Risiko, dass diese Übernahme nicht genehmigt wird. Weltweit prüfen unterschiedliche Regulierungsbehörden die Übernahme.

Der breite Aktienmarkt schätzt dieses Risiko der Ablehnung durch Regulierungsbehörden offensichtlich als sehr hoch ein. Die jüngsten Erfahrungen bei den geplanten Übernahmen von Activision Blizzard durch Microsoft und von Figma durch Adobe spielen dabei sicherlich eine Rolle. Regulatoren schauen in letzter Zeit besonders bei den Tech-Giganten ganz genau hin.

Ich denke jedoch, dass die Sorgen bei der iRobot-Übernahme überzogen sind. Die Regulierungsbehörde in Großbritannien (die ja den Activision-Blizzard-Microsoft-Deal blockierte) hat vor wenigen Wochen bereits grünes Licht gegeben. Der Zusammenschluss führe nicht zu einer wesentlichen Verringerung des Wettbewerbs. Auch bei den Regulatoren in den USA und in der EU sieht sich Amazon weiterhin auf einem guten Weg. Erweiterte Anfragen wurden vor Kurzem beantwortet.

Meine Einschätzung zur Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung der Übernahme

Ich gehe davon aus, dass die Übernahme schlussendlich genehmigt wird. iRobot ist mit einem Marktanteil von 46 % im Jahr 2020 zwar Marktführer bei Staubsaugerrobotern. Amazon verfügt bisher jedoch über keine eigenen Produkte. Der Markt ist umkämpft. Im Jahr 2016 betrug der Marktanteil des Platzhirsches iRobot noch 64 %. Wettbewerber wie Vorwerk, LG Electronics, Xiaomi, Roborock, Dyson und so weiter holen also auf. Auch Mordor Intelligence bescheinigt dem Markt für Staubsaugerroboter eine starke Fragmentierung.

Entsprechend sehe ich keinen Schaden für Kunden durch die geplante Übernahme. Eine potentiell bessere Produktplatzierung bei Amazon sowie Synergien mit anderen Amazon-Technologien sehe ich unkritisch. Schon heute taucht iRobot an erster Stelle auf, wenn ich bei Amazon nach Staubsaugerrobotern suche. Auch der im Gesamtkontext von Amazon geringe Kaufpreis (1,7 Mrd. US-Dollar bei einer Marktkapitalisierung von rund 1.300 Mrd. US-Dollar) spricht in meinen Augen für grünes Licht bei der Übernahme.

Mein Fazit: Attraktives Chance-Risiko-Verhältnis

Ich erwarte also, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Übernahme genehmigt wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass Aktionäre innerhalb der nächsten zwölf Monate den Kaufpreis von 61 US-Dollar je Aktie von Amazon überwiesen bekommen und somit einen schönen Gewinn von 33 % einstreichen können.

Doch auch im (meiner Meinung nach) unwahrscheinlichen Fall der Ablehnung durch die Behörden dürften Aktionäre langfristig gut fahren mit der iRobot-Aktie. Wie beschrieben ist das in Massachusetts beheimatete Unternehmen Marktführer im Wachstumsmarkt der Staubsaugerroboter. Somit scheint es mir auch als eigenständiges Unternehmen trotz einer aktuellen operativen Schwächephase gut für die Zukunft positioniert.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Adobe, Amazon und Microsoft. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Activision Blizzard, Adobe Systems, Amazon, iRobot und Microsoft.



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