Könnte eBay durch eine Übernahme des Rivalen Etsy die Trendwende schaffen?

Vor einem Computerbildschirm schweben verschiedene Symbole für Onlineshopping, Onlinehandel und E-Commerce
Foto: Mudassar Iqbal via Pixabay

In der stetig wachsenden E-Commerce-Landschaft steht eBay (WKN: 916529) vor Herausforderungen, die eine strategische Neuausrichtung erfordern. Derzeit hinkt das Unternehmen in einigen Bereichen seinen Konkurrenten, allen voran dem Giganten Amazon (WKN: 906866), hinterher. 

Um diese Schwächen zu überwinden und sich als ernstzunehmender Konkurrent zu positionieren, sollte eBay meiner Meinung nach einen radikalen Wandel in Erwägung ziehen. Eine vielversprechende Option könnte die Übernahme von Etsy (WKN: A14P98) sein, einer Plattform, die nicht nur das Angebot von eBay differenzieren, sondern auch potenzielle Wachstumschancen eröffnen würde. 

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Doch könnte eine solche Übernahme eBay nicht nur stärken, sondern auch zu einem führenden Akteur in aufstrebenden Bereichen des Online-Handels wie dem Social Commerce machen? Bevor wir uns dieser tiefer gehenden Frage widmen, wollen wir zunächst einen Blick auf die möglichen Chancen und Risiken einer solchen Übernahme werfen.

Vorteile einer Übernahme von Etsy

Ein entscheidender Vorteil einer solchen Übernahme wäre der Zugang zu einer breiten Palette handgefertigter und einzigartiger Produkte, die Etsy anbietet. Bisher hat sich eBay vor allem auf den Handel mit gebrauchten oder neuen Massenprodukten spezialisiert. Durch die Integration von Etsy könnte es sein Angebot jedoch differenzierter und einzigartiger gestalten, was zu einer breiteren Kundenbasis und Cross-Selling Effekten führen würde. 

Ein weiterer Punkt ist, dass Etsy bereits eine starke Präsenz auf den internationalen Märkten, insbesondere bei handgefertigten Produkten hat. Durch die Übernahme könnte eBay diese Märkte effektiver gestalten und seine globale Präsenz ausbauen. 

Vielleicht noch wichtiger ist jedoch die aktive Community, die hinter Etsy steht. Es sind leidenschaftliche Kunsthandwerker, die ihre einzigartigen Produkte exklusiv positionieren. Sie ziehen die potenziellen Käufer an. Der Netzwerkeffekt ist entsprechend groß und stellt einen echten Burggraben dar.

Synergien zwischen eBay und Etsy könnten auch in technologischer Hinsicht fruchtbar sein. So könnte eBay von den innovativen Technologien und dem Know-how von Etsy im Bereich personalisierter Empfehlungen und kundenorientierter Funktionen profitieren.

Probleme bleiben

Das wohl größte Problem von eBay, die chronische Wachstumsschwäche, könnte jedoch nur bedingt behoben werden. Galt Etsy in der Vergangenheit als einer der am schnellsten wachsenden E-Commerce-Player, hat sich das Bild in den letzten Quartalen stark gewandelt. Zwar glänzte Etsy zuletzt (im dritten Quartal 2023) mit einem Plus von 19 % bei den aktiven Käufern. Die Gross Merchandise Sales stiegen jedoch nur um 1,2 % und waren in den ersten neun Monaten sogar um 1,4 % rückläufig, was für ein schwieriges Umfeld spricht. 

Die chronische Wachstumsschwäche von eBay könnte also durch eine Übernahme nur überdeckt werden. Langfristig muss eBay innovativer werden und den E-Commerce neu denken. So wie es viele Start-ups tun.

Risiken

Trotz der vielversprechenden Chancen sind auch Risiken zu berücksichtigen. Die Integration zweier großer Plattformen ist immer mit Herausforderungen verbunden, angefangen von der technischen Umsetzung bis hin zur Harmonisierung der Unternehmenskulturen. 

Missmanagement in diesem Prozess könnte zu Unzufriedenheit bei den Nutzern beider Plattformen führen. Nicht zu vergessen ist, dass Etsy zuletzt selbst mit Problemen zu kämpfen hat. Die Katerstimmung nach dem Corona-Boom ist groß. Zudem nimmt die Konkurrenz zu und es gibt Sättigungstendenzen.

Noch weit von Amazon entfernt

Betrachtet man nun den Marktführer Amazon, so fällt auf, dass dieser über ein deutlich größeres Ökosystem verfügt. Neben den Logistikaktivitäten wird insbesondere dem Cloud-Bereich eine große Bedeutung beigemessen. Darüber hinaus helfen die Prime-Angebote, Kunden zu Abonnenten zu machen und langfristig zu binden. 

Genau das dürfte aus meiner Sicht der entscheidende Unterschied sein, warum auch eine Übernahme des Rivalen Etsy keine große Trendwende bringen würde. Langfristig muss Ebay aus eigener Kraft innovativer werden. Nur so können neue Trends frühzeitig besetzt und organisches Wachstum generiert werden. Dies dürfte letztlich auch dem gebeutelten eBay-Aktienkurs auf die Sprünge helfen.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Amazon. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Amazon und Etsy.



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