2024 wird das Jahr der Fresenius-Aktie, wenn…

Über der Zentrale von Fresenius scheint die Sonne. Vielleicht gibt es ein neues Medikament.
Foto: Fresenius SE & Co. KGaA

2024 das Jahr der Fresenius-Aktie (WKN: 578560)? Einige Investoren werden das mit Sicherheit nicht unbedingt sehen. Zuletzt machte das Management eher mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. So zum Beispiel, als man verkünden musste die Dividende für das Jahr 2023 aufgrund von in Anspruch genommener Staatsleistungen ausfallen zu lassen.

Das ist aber genau der entscheidende Aspekt: Meiner Meinung nach könnte das für die Fresenius-Aktie einen Turnaround bedeuten. Nicht alleine, das Management sollte diesen Effekt weiter verstärken. Aber es könnte sich lohnen, dass das Management des DAX-Gesundheitskonzerns primär eine Karte ausspielt.

Fresenius-Aktie: Von der Dividendenaktie zum Defensiv-Play

Die kommenden zwölf Monate könnten für die Fresenius-Aktie jedenfalls eine Transformation bedeuten. Oder sie zumindest einläuten. Meiner Meinung nach sollte das Management die Gunst der Stunde und der gekürzten Dividende ausnutzen, um ein maximal Value- und ein maximales Defensiv-Play zu begründen.

Dazu muss das Management zunächst an die Bilanz herantreten. Mit 45 Mrd. Euro an Gesamtverbindlichkeiten, davon alleine rund 15 Mrd. Euro an Finanzverbindlichkeiten ist die Bilanz zumindest nicht ganz ausgeglichen. Wir blicken zwar auch auf rund 30 Mrd. Euro Eigenkapital. Aber es könnte deutlich besser, defensiver oder eben qualitativer sein, wenn die Verschuldung sukzessive zurückgefahren würde.

Fresenius besitzt mit einer Milliarde Euro kaum Cash auf der Hand. Allerdings ein profitables Geschäftsmodell, das in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 einen operativen Cashflow von 2,3 Mrd. Euro und vor Akquisitionen und Dividenden in Höhe von 1,2 Mrd. Euro eingefahren hat. Bedeutet: Wenn das Management die Dividende im kommenden Jahr streicht, könnten die eigenen Mittel für die bilanzielle Stärkung verwendet werden. Es könnte zwar etwas dauern, bis die Gesamtverbindlichkeiten abgebaut sind. Alleine der Schritt in die richtige Richtung könnte der Fresenius-Aktie jedoch einen Turnaround bringen.

Zumal die Fresenius-Aktie eigentlich weiterhin relativ moderat bewertet ist. Bei einem Aktienkurs von 28,26 Euro, einem Ergebnis je Aktie von 1,97 Euro für die ersten drei Quartale und einem hochgerechneten Wert von 2,62 Euro läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Jahr 2023 bei ca. 11. Keine Frage: Wenn das Management des früheren DAX-Dividendenaristokraten vermehrt auf Qualität, bilanzielle Stärke und die günstige Bewertung setzt, so könnte das einen Turnaround begründen.

Ein entscheidendes Jahr

Das Management der Fresenius-Aktie ist durchaus gewillt, solche Wendepunkte einzuläuten. Der Verzicht der Dividende ist in der jetzigen Situation ein Zeichen der Stärke. Auch die Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care und das potenzielle zur Disposition stellen von Vamed zeigt mir als Investor: Es könnte im Jahr 2024 durchaus dazu kommen, dass der DAX-Gesundheitskonzern wieder stärker seine Qualitäten herausstellen möchte.

Im Jahr 2024 könnte Fresenius vor einem weiteren Wendepunkt stehen. Hin zu einem konzentrierteren, noch weniger verschuldeten Gesundheitskonzern. Ob diese Perspektive und die jetzige fundamentale Bewertung ausreichend günstig ist? Das ist eine Frage, die du wohl besser mit dir selbst ausmachst.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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