Aktien für die Ewigkeit: 2 Top-Ideen für langfristige Anleger!

Ein Schüler hat komplizierte Formeln an die Tafel geschrieben und kehrt betrübt zurück
Foto: Karolina Grabowska via Pexels

Aktien für die Ewigkeit. Das könnte ein Schlüssel zum Erfolg sein, wie wir bereits in früheren Artikeln herausgearbeitet haben – vor allem, wenn es sich um Qualitätsaktien mit langfristigem Wachstumspotenzial handelt. Denn: Historisch gesehen hat sich diese Anlageklasse als äußerst rentabel erwiesen.

Allerdings sollte man im Vorfeld darauf achten, dass man einen guten Preis für die Investition bezahlt. Es macht einfach keinen Sinn, heute schon viel für das Potenzial zu bezahlen. Damit würde man am Ende nur einen großen Teil des Risikos tragen.

Mit Blick auf die Bewertung und die historische Performance könnten sich aber Aktien wie United Health (WKN: 869561) oder Oracle (WKN: 871460) anbieten. Beide Aktien zeichnen sich durch eine möglicherweise attraktive Bewertung bei gleichzeitig zweistelligem Wachstumspotenzial aus. Werfen wir einen genaueren Blick sie.

United Health

Die UnitedHealth Group gehört zu den Top-Investments des letzten Jahrzehnts. Der Aktienkurs hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als versiebenfacht. 

Es handelt sich dabei um den größten amerikanischen Krankenversicherer mit einem tiefen Burggraben. Das Unternehmen integriert zwei Kernbereiche – UnitedHealthcare (Krankenversicherung) und Optum (Gesundheitsdienstleistungen). 

Das Geschäftsmodell zielt auf die Zusammenarbeit mit Regierungen, Arbeitgebern und Gesundheitsdienstleistern ab, um eine wertebasierte Gesundheitsversorgung für 152 Millionen Menschen zu ermöglichen. Die Stärke des Unternehmens liegt dabei in seinem breiten Dienstleistungsangebot und der Fähigkeit zur Datenanalyse. Sie spielt eine entscheidende Rolle, da umfassende Gesundheitsdaten die Effizienz verbessern, Qualitätsstandards erhöhen und personalisierte Gesundheitslösungen ermöglichen.

Mit einem erwarteten KGV von 18,6 ist die Aktie bei einem zuletzt gelieferten Wachstum von 12,7 % für das Gesamtjahr 2023 tendenziell nicht teuer. Allerdings gibt es auch hier regulatorische Besonderheiten, da der Gesundheitssektor stark von politischen Entscheidungen beeinflusst wird. Diese können die Ertragslage des US-Versicherers stark beeinflussen.

Insbesondere die hervorragende Ertragslage des Unternehmens könnte politische Anreize schaffen, dies zu ändern. So wurde im Geschäftsjahr 2023 bei einem Jahresumsatz von 372 Mrd. US-Dollar ein Nettoergebnis von über 23 Mrd. US-Dollar erzielt.

Oracle

Oracle ist ein weiterer Kandidat, den ich auf die Liste der Aktien für die Ewigkeit setzen würde. Das Unternehmen bietet Unternehmenssoftware, Cloud-Dienste und Hardwareprodukte an und gilt als Wettbewerber der Deutschen SAP (WKN: 716460). 

Es ist ein Technologieunternehmen der älteren Generation. Das Wachstum fällt entsprechend geringer aus, was sich letztlich auch in einer niedrigeren Bewertung niederschlägt.

Dabei ist das Unternehmen aus Texas keineswegs langweilig, wie der jüngste Quartalsbericht zeigt. Während der Quartalsumsatz im zweiten Quartal 2024 nur um 5 % zulegte, stiegen die Cloud-Umsätze um 25 %. Das zeigt, dass noch viel Wachstumspotenzial vorhanden sein könnte. Zusätzliches Potenzial könnte sich durch das Thema Künstliche Intelligenz ergeben, denn auch Oracle ist ein stiller Profiteur dieses Megatrends.

Der Burggraben des Softwareunternehmens besteht dabei aus einer langjährigen Dominanz im Datenbankbereich, einem umfassenden Produktportfolio, einer starken Präsenz in der Cloud und einem großen Kundenstamm. Diese Faktoren schützen vor Konkurrenz und sichern Oracle eine führende Position im Technologiesektor.

Mit einem erwarteten KGV von 19 ist das Unternehmen für das vorhandene Wachstumspotenzial meines Erachtens nicht überbewertet. Allerdings muss hier bewiesen werden, dass langfristig ein solides Wachstum auf der Agenda steht.

Fazit

Zugegeben, die beiden Aktien gehören nicht zu den heißesten Wachstumstiteln. Dafür sind sie für das vorhandene Wachstumspotenzial solide bewertet. Überzeugend dürfte aber vor allem die Tatsache sein, dass hohe Free Cashflows erwirtschaftet werden, die auch regelmäßig für Aktienrückkäufe verwendet werden. Sie sind letztlich auch ein Treiber für den starken Aktienkursanstieg der Vergangenheit.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Oracle und United Health. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von SAP.



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