Zalando-Aktie: Hier schlummert noch Potenzial

Ein Kind hält eine Lupe vor ein Auge und kneift das andere zusammen
Foto: Monstrera via Pexels

Für die Zalando-Aktie (WKN: ZAL111) ist der Start in das neue Jahr gründlich misslungen. In den wenigen Handelstagen des laufenden Jahres ist der Aktienkurs zeitweise schon um mehr als 20 % auf kaum mehr als 16 Euro eingeknickt. Aktuell kostet eine Aktie 18,14 Euro (Stand 24.01.2024). Dabei gehörte die Aktie schon im vergangenen Jahr zu den großen Verlierern am Markt.

Für Anleger, die viel Geduld mitbringen, könnte der niedrige Kurs aber eine der besten Einstiegsgelegenheiten der vergangenen Jahre sein.

Die Zalando-Aktie ist heute günstiger, als vor 10 Jahren

Denn die Zalando-Aktie hat seit dem Börsengang im Jahr 2014 nie so wenig gekostet, wie heute.

Auf den ersten Blick sieht es zwar so aus, als hätte der schwache Kurs auch gute Gründe. Zalando bekommt die Zurückhaltung der Kunden seit dem letzten Jahr voll zu spüren. Deshalb ist der Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,3 % gesunken. Daher ist durchaus nachvollziehbar, dass die Aktie nicht zu den Favoriten der Anleger gehört.

Andererseits stellt sich Zalando auf die veränderte Ausgangslage ein und senkt die Kosten. Das ist einer der Gründe dafür, dass das Unternehmen trotz der schwachen Umsätze wieder Gewinne schreibt. Zwar lag der Nettogewinn in den ersten neun Monaten des letzten Jahres nur bei 10 Mio. Euro. Gegenüber dem Verlust von mehr als 81 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum ist das aber schon ein riesiger Fortschritt.

Noch viel wichtiger ist aber, dass die Zukunftsaussichten stimmen. Und genau das ist der Grund, weshalb die Aktie aus meiner Sicht das Potenzial hat in den kommenden Jahren wieder zu den großen Gewinnern zu gehören.

Beste Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum

Der große Kundenstamm von mehr als 50 Mio. deutet darauf hin, dass Zalando einiges richtig macht und für seine Kunden hochattraktiv ist. Aktuell leidet Zalando hauptsächlich unter der allgemeinen Zurückhaltung der Kunden. Man könnte es auch als eine Art Konsolidierung nach dem starken Wachstum während der Pandemie sehen. In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 ist Zalando kräftig gewachsen. Dadurch wurde ein guter Teil des Wachstums vorgezogen.

Immerhin ist es Zalando gelungen das Umsatzniveau und auch die Kundenzahlen zu halten. Die vielen Neukunden aus der Zeit sind also weiterhin aktiv. Sobald sich die Stimmung der Konsumenten wieder hebt und wieder mehr eingekauft wird, sollte auch Zalando eine Belebung des Geschäfts spüren.

Darüber hinaus arbeitet Zalando daran seine langfristige Strategie umzusetzen und das Partnergeschäft auszuweiten. Zalando nutzt seinen großen Kundenstamm, um eine wertvolle Plattform aufzubauen, auf der hunderte Unternehmen ihre Mode anbieten.

Mit Partnern zu mehr Profitabilität

Dadurch erhofft man sich langfristig eine deutlich höhere Profitabilität bei gleichzeitig geringerem Risiko. Denn Zalando muss die Waren nicht mehr selbst kaufen und in den Lagern unterbringen. Stattdessen kassiert das Unternehmen Provisionen für die eventuelle Lagerhaltung, den Verkauf und andere Services.

Bis 2025 will Zalando den Umsatz auf mehr als 20 Mrd. Euro verdoppeln. Bis dahin soll die Hälfte der über die Plattform abgewickelten Umsätze von Partnerfirmen stammen. In den ersten neun Monaten lag der Anteil schon bei etwa einem Drittel. Die Richtung stimmt also.

Solange Zalando es weiterhin schafft, für seine Kunden attraktiv zu bleiben und weitere Kunden anzulocken, steigt der Wert der Plattform. So steigen die Umsätze und auch die Gewinne fast von allein. Und mit den steigenden Gewinnen wird früher oder später auch der Aktienkurs weiter steigen.

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Dennis Zeipert besitzt Aktien von Zalando. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Zalando.



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