Top-Aktien für Januar 2024

Schriftzug 2024 vor festlicher, glitzernder Dekoration
Foto: Annette Meyer via Pixabay

Ralf Anders: Prosus

Obwohl die in Amsterdam angesiedelte Holding Prosus (WKN: A2PRDK) seit Jahren dabei ist, ihr Portfolio zu diversifizieren, macht Tencent (WKN: A1138D) noch immer etwa drei Viertel des Vermögens aus. Der hochprofitable chinesische Internetgigant wird derzeit zu Kursen gehandelt wie 2017. Jüngster Rückschlag: Am 22. Dezember wurde bekannt, dass die Kommunistische Partei den Gaming-Sektor viel stärker regulieren will. 

Dazu muss man wissen: Gaming ist zwar das wichtigste Segment von Tencent, besteht aber auch aus einem umfangreichen internationalen Beteiligungsportfolio. Und Social Media, Fintech und technologiegetriebene Lösungen für Unternehmen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei Tencent. All das und die spannenden weiteren Beteiligungen von Prosus aus Bereichen wie Delivery, Lernplattformen und Zahlungsdienstleister bekommen wir über diese Aktie mit einem attraktiven Holding-Abschlag.

Ralf Anders besitzt keine Aktien von Prosus oder Tencent.


Caio Reimertshofer: Walt Disney

Mit der Aktie von Walt Disney (WKN: 855686) im Depot könnte der Start ins neue Jahr im Januar gleich magisch beginnen. Das Management rund um Bob Iger ist gegenwärtig auf dem besten Weg, den Medienkonzern Stück für Stück wieder zu alter Stärke zurückzuführen.

Der Umsatz steigt und die Profitabilität verbessert sich, während das Direct-to-Consumer-Geschäft (Disney+) zunehmend an Traktion gewinnt. Zwar ist dieses Unternehmenssegment noch defizitär, aber dies könnte sich im Verlauf des kommenden Jahres ändern.

Angesichts der operativen Fortschritte und der positiven Entwicklung der Finanzkennzahlen halte ich Walt Disney für ein spannendes Unternehmen für den Januar und darüber hinaus.
Insbesondere für langfristig denkende Investoren, die sich mittelfristig über stark steigende Cashflows freuen dürften. 

Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Walt Disney.


Peter Roegner: Masterflex SE

Schläuche – das hört sich erst mal ziemlich langweilig an. Die Masterflex SE (WKN: 549293) aus Gelsenkirchen stellt allerdings Hightech-Produkte für alle Arten von Anwendungen her: abriebfeste oder mikrobenresistente Schläuche für verschiedene Branchen, hitzebeständige Schläuche bis 1.100 Grad, individuelle Lösungen für einzelne Kunden und vieles mehr.

Bis zum Jahr 2030 hat sich das Unternehmen einen Jahresumsatz von 200 Mio. Euro zum Ziel gesetzt – in den ersten neun Monaten 2023 waren es 79 Mio. Euro, von denen unterm Strich 7,2 Mio. Euro oder 75 Cent pro Aktie als Gewinn übrig blieben.

Der Ausblick auf das restliche Jahr 2023 war wegen konjunktureller Risiken etwas verhalten, worauf der Aktienkurs mit einem Rückgang auf rund 8 Euro reagierte – für mich klingt das nach einer guten Gelegenheit für ein Schnäppchen. Einen profitablen Wachstumstitel mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 10 gibt es nicht oft.

Peter Roegner besitzt keine Aktien der Masterflex SE.


Frank Seehawer: Publicis

Meine Top-Aktie für Januar 2024 ist Publicis (WKN: 859386). Dabei handelt es sich um einen weltweit führenden Werbedienstleister. Zugegeben, das Geschäftsmodell mag etwas zyklisch sein, aber in einem Goldlöckchen-Szenario genau richtig.

Ein Blick auf die jüngsten Geschäftszahlen bestätigt diesen Eindruck. Organisch wuchs das Unternehmen im dritten Quartal 2023 um 5,3 %. Dabei agiert das Pariser Unternehmen hochprofitabel. Für Ende 2023 wird eine operative Marge von 18 % erwartet. Der Free Cashflow soll auf bis zu 1,7 Mrd. Euro steigen.

Einmal mehr zeigt sich die Resilienz der Franzosen in einem dynamischen, mittlerweile sogar disruptiven Werbemarkt. Doch das Geschäftsmodell ist anpassungsfähig in Bezug auf Online- und stationäre Werbung – und hat einen tiefen Burggraben. Auch Warren Buffett hätte seine Freude an solchen Aktien, zumal das erwartete KGV gerade einmal 11,4 beträgt.

Frank Seehawer besitzt Aktien von Publicis.


Hendrik Vanheiden: ASML Holding

Kurz vor Weihnachten verkündete der niederländische Halbleitergigant ASML Holding (WKN: A1J4U4), dass das erste Lithografiesystem der neuesten Generation nun an Intel ausgeliefert werde. Der Preis für eine Maschine liegt laut Reuters bei über 300 Mio. US-Dollar! Dennoch reißen sich die Halbleiterhersteller um die Anlagen von ASML. Denn ohne diese ist es schlicht nicht möglich, die schnellsten und modernsten Halbleiter zu produzieren.

Entsprechend positiv sehe ich die weiteren Aussichten für ASML. Die Monopolstellung gepaart mit der langfristig steigenden Nachfrage nach modernsten Halbleitern – zum Beispiel aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Cloud Computing – sollte das Unternehmenswachstum auf viele Jahre antreiben. Das erwartete KGV von 35 scheint mir daher nicht überzogen (Stand: 23.12.2023).

Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von ASML Holding.


Henning Lindhoff: Pfizer

Pfizer (WKN: 852009) bietet trotz eines Kursrückgangs von 44,6 % seit Jahresbeginn 2023 eine vielversprechende Investitionsmöglichkeit. Das Unternehmen ist mit 44,18 Mrd. US-Dollar an Barmitteln und weiteren 14,24 Mrd. US-Dollar an langfristigen Investitionen nach wie vor finanziell stabil.

Die jüngste Übernahme von Seagen für 43 Mrd. US-Dollar zeigt Pfizers Engagement für zukünftiges Wachstum, insbesondere in der Onkologie. Die Übernahme stärkt Pfizers Position in der Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Technologie, einem Schlüsselbereich der zielgerichteten Krebstherapie. Trotz eines Umsatzrückgangs im dritten Quartal 2023 verzeichnete Pfizer bei den Nicht-COVID-Produkten ein operatives Wachstum von 10 %. Die jüngste Dividendenerhöhung um 2,4 % unterstreicht zudem das Vertrauen in die anhaltende Dividendenfähigkeit mit einer attraktiven Rendite von 5,8 %.

Henning Lindhoff besitzt Aktien von Pfizer.


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Offenlegung: Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von ASML Holdings, Tencent und Walt Disney.



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