3 Flop-Aktien aus 2023, die nun im Jahr 2024 so richtig durchstarten könnten

Eine Person betrachtet auf dem Smartphone einen fallenden Aktienkurs
Foto: Liza Summer via Pexels

Der breite Aktienmarkt entwickelte sich im Jahr 2023 überdurchschnittlich gut. Der MSCI World stieg um 17 %, der DAX um 19 % und der amerikanische S&P 500 sogar um 25 %. Doch natürlich hatten nicht alle Aktien ein so gutes Börsenjahr. Die folgenden drei Aktien fielen im Jahr 2023 deutlich, scheinen mir nun jedoch gut positioniert, um das Jahr 2024 als Top-Aktien abzuschließen.

Encavis profitiert von der steigenden Nachfrage nach erneuerbarer Energie

Um 16 % stürzte der Aktienkurs des Betreibers von Solaranlagen und On-Shore-Windparks Encavis (WKN: 609500) im Jahr 2023 ab. Auf den ersten Blick scheint dieser Kursrückgang nicht von ungefähr zu kommen. Schließlich fiel der Umsatz in den ersten neun Monaten 2023 um 1 %. Das operative EBIT ging um 5 % zurück.

Diese Zahlen gilt es jedoch richtig einzuordnen. Im Vorjahreszeitraum waren Umsätze und EBIT bei Encavis außerordentlich hoch, da die Strompreise aufgrund des Krieges in der Ukraine explodiert waren. Diese „Sonderkonjunktur“ ebbte im aktuellen Jahr ab. Dass das Unternehmen weiterhin wächst, erkennt man an der Erzeugungskapazität. Die Menge des produzierten grünen Stroms stieg – trotz schlechterer Wetterbedingungen als im Vorjahr – in den ersten neun Monaten 2023 um 2 % an.

Da Encavis auch im Jahr 2023 eine Vielzahl von Solar- und Windparks in Betrieb genommen hat, sollte die Erzeugungskapazität weiter steigen. Diese liegt heute bei 3,5 GW und soll bis zum Jahr 2027 auf 8 GW ansteigen. Entsprechend gut sehe ich Encavis positioniert, um der immensen Nachfrage nach grünem Strom immer stärker nachzukommen. Das KGV von 26 scheint mir eine gute Basis für eine starke Kursentwicklung im Jahr 2024.

Dividendenkönig Johnson & Johnson

Auch der US-Gesundheitsgigant Johnson & Johnson (WKN: 853260) scheint mir gut für ein starkes Börsenjahr 2024 positioniert. Denn der Dividendenkönig steigert nicht nur seine Dividende (aktuelle Dividendenrendite 3,0 %) stetig, sondern glänzt mit kontinuierlich steigenden Umsätzen und Gewinnen. Auch in den ersten neun Monaten 2023 stiegen Umsatz (+ 6 %) und Gewinn aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (+ 8 %) mit ordentlichen Raten.

Dennoch fiel der Aktienkurs im Jahr 2023 um 12 %. Hohe Prozesskosten rund um den früheren Verkauf von potenziell gesundheitsschädlichem Babypulver sowie die Abspaltung des Konsumgüterbereichs unter dem Namen Kenvue könnten Gründe für die schlechte Kursentwicklung sein. Darüber hinaus waren defensive Titel im Jahr 2023 einfach weniger gefragt an der Börse.

Dies könnte sich im Jahr 2024 ändern. Johnson & Johnson scheint mir mit seinen beiden starken Bereichen Pharmazie und Medizintechnik gut aufgestellt, um weiterhin verlässlich mit mittleren einstelligen Raten zu wachsen. Gemessen daran empfinde ich das KGV von 16 (bezogen auf den angepassten Gewinn aus 2022) eher günstig.

Markführer beim Wachstumsmarkt der Fahrradkomponenten: Shimano

Während sich der breite japanische Aktienmarkt im Jahr 2023 besonders gut entwickelte, lief es bei der Aktie von Shimano (WKN: 865682) mit einem Kursminus von 10 % weniger gut. Das Unternehmen ist mit einem Marktanteil von rund 50 % weltweiter Marktführer für Fahrradkomponenten wie Schaltungen, Bremsen und Radnaben und produziert darüber hinaus auch Angelzubehör.

Mit dieser Aufstellung profitierte der familiengeführte japanische Konzern von einer coronabedingten Sonderkonjunktur, die im aktuellen Jahr deutlich nachließ. Konjunktureller Gegenwind traf Shimano zusätzlich und führte dazu, dass der Umsatz in den ersten neun Monaten 2023 um satte 20 % sank. Der Gewinn je Aktie fiel sogar um 47 %.

Ich gehe davon aus, dass das Geschäft im Jahr 2024 (und darüber hinaus) wieder deutlich anziehen wird. Denn der globale Markt für Fahrräder dürfte weiter wachsen (Fortune Business Insights prognostiziert ein jährliches Wachstum von 7 %) und auch Angeln scheint mir als Freizeitaktivität Rückenwind zu haben. Ich sehe Shimano mit seiner starken technologischen Aufstellung und lupenreinen Bilanz gut positioniert, um davon zu profitieren. Das KGV beträgt 16 wenn man das Ergebnis des Vorjahres heranzieht, bezogen auf den erwarteten Gewinn im aktuellen Jahr liegt dieses bei 30.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Encavis, Johnson & Johnson und Shimano. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Johnson & Johnson.



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