Warum ich lieber W. P. Carey oder Realty Income kaufe, anstatt eine Immobilie

Ein kleines Holzhaus vor kleiner werdenden Münzstapeln
Foto: Nattanan Kanchanaprat via Pixabay

Eine Immobilie? Nee, ich bleibe lieber bei REITs wie W. P. Carey (WKN: A1J5SB) und Realty Income (WKN: 899744). Wobei die Investitionsmöglichkeiten grundsätzlich sehr ähnlich wirken: Es geht um ein passives Einkommen aus Immobilien. Sowie sekundär darum, langfristig von steigenden Preisen beim Betongold zu profitieren und dadurch einen Schutz vor Inflation zu erreichen.

Soweit, so gut. Trotzdem existieren viele verschiedene Vorteile, die für mich ohne jeden Zweifel für die REITs sprechen. Sehen wir uns das einmal etwas näher an. Ich möchte dich im Zweifelsfall nicht umstimmen, falls du ein Fan von Betongold bist. Aber ich möchte dich zumindest dazu animieren, dich mit möglichen Vor- und Nachteilen intensiver auseinander zu setzen.

W. P. Carey, Realty Income & Co.: Besser teilbar als eine Immobilie

Ein erster Grund, warum ich lieber auf W. P. Carey oder Realty Income neben weiteren REITs setze, ist deren Teilbar- und Skalierbarkeit. Oder anders gesagt: Ich kann eine Aktie von Realty Income zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels für unter 50 Euro kaufen. Bei W. P. Carey sind es etwas mehr als 55 Euro. Das heißt: Ich muss kein gigantisches Vermögen in die Hand nehmen, um hier in Betongold zu investieren.

Na klar: Die Rendite fällt entsprechend ähnlich aus. Bei W. P. Carey erhalte ich ca. 0,86 US-Dollar je Vierteljahr als Dividende. Wohingegen es bei Realty Income 0,2656 US-Dollar im Monat sind. Das ist gewiss keine Mieteinnahme, die wir als Einkommensinvestor erwarten können. Der springende Punkt ist jedoch: Ich kann 1.000 Euro investieren. Oder auch 100.000 Euro, wenn ich es denn möchte. Oder einen anderen Betrag, der mir in den Sinn kommt.

Solche REITs sind flexibler. Wir können kleinere oder größere Beträge investieren. Ja, im Grunde genommen sogar zu jeder Zeit ohne großartige Kaufnebenkosten unsere Anteile erwerben. Und damit gleichzeitig über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte sukzessive eine Position aufbauen, die uns zugleich ein wachsendes passives Einkommen oder eine Dividende sichert.

Das Klumpenrisiko ist geringer

Um fair zu bleiben: Dass wir bei einer Investition in eine Immobilie daneben liegen ist genauso möglich, wie bei einem REIT. Wir müssen auch definitiv kein Pech haben, was Mieter angeht. Oder Schäden an dem Haus oder der Wohnung. Aber es besteht die Möglichkeit, dass wir bei einer einzelnen Immobilie Schwierigkeiten mit Vermietern haben. Oder einen größeren Schaden. Selbst ein Leerstand kann unsere Mieteinnahmen deutlich reduzieren.

REITs wie Realty Income und W. P. Carey sind zwar lediglich eine einzelne Aktie. Das heißt: Wir haben ein Einzelrisiko ausgehend von der jeweiligen Aktie (das es gewiss auch im Auge zu behalten gilt!). Aber die zwei REITs sind Paradebeispiele für stark diversifizierte Immobilien-Portfolios. Realty Income verfügt über mehr als 13.000 Immobilien. Wohingegen W. P. Carey eine vierstellige Anzahl an Einheiten vorzuweisen hat. Mit dem Kauf einer Aktie sichern wir uns einen Anteil an diesem Gesamtdepot. Ein einzelner Mieter, einzelner Leerstand oder auch ein Schaden? All das geht in einem bunten und größeren Portfolio unter.

Insofern bin ich überzeugt: Im direkten Vergleich mit einer Immobilie kann ein REIT wie Realty Income und W. P. Carey ruhigere und zuverlässigere Ergebnisse liefern. Die innere Diversifikation bringt das in der Regel mit.

Realty Income, W. P. Carey vs. Immobilie: Viele Kleinigkeiten

Zu guter Letzt gibt es sehr viele Kleinigkeiten, die für mich eher für Realty Income oder W. P. Carey anstatt für Immobilien sprechen. So zum Beispiel der Aufwand: Das direkte Kaufen und Vermieten einer Immobilie ist mit Aufwand verbunden. Wir müssen uns um die Verwaltung und die Steuer kümmern. Bei einem REIT übernimmt das hingegen die Immobiliengesellschaft, wir müssen uns lediglich um eine korrekte Besteuerung der Kapitalerträge kümmern (was häufig der Broker übernimmt).

Zugleich sind die Kaufnebenkosten geringer. Es sind lediglich die Handelsgebühren bei einem Broker, die fällig werden. Der Kauf einer Immobilie geht hingegen mit Kaufnebenkosten von 10 % oder mehr einher. Zudem dürfen wir nicht vergessen: Eine Immobilie zu finden und zu bewerten ist komplexer, das Angebot häufig limitiert. Realty Income oder W. P. Carey können wir hingegen zu jeder Zeit zum marktüblichen Preis kaufen und den gleichen Mix der bestehenden Immobilien erwerben. Die Börsennotierung ermöglicht außerdem im Verkaufsfall mehr Liquidität. Ob wir zu jedem Zeitpunkt Kaufen und Verkaufen sollten, das ist selbstverständlich eine andere Frage.

Aber in Summe sehe ich für mich: REITs wie Realty Income und W. P. Carey bieten mir mehr Flexibilität, mehr Skalierbarkeit und auch mehr Diversifikation. Mögliche Nachteile sind natürlich, dass ich keinen Grundbucheintrag habe, nicht großartig operativ (beispielsweise hinsichtlich des Fremdmitteleinsatzes) mitreden kann und die Volatilität beim Aktienkurs zu ertragen habe. Ich glaube allerdings: Die Vorteile überwiegen die Nachteile.

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Vincent besitzt Aktien von Realty Income und W. P. Carey. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Realty Income und W. P. Carey.



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