The 10 % for 10 Club: Der Top-Secret-Dividenden-Tipp?

Illustration von Geldmünzen über aufwärts zeigenden Balken und einem positiven Trendpfeil
Foto: Monstrera via Pexels

Ein heißer Dividenden-Tipp könnte derzeit der 10 % for 10 Club sein. Ehrlich gesagt: Ich habe das kürzlich bei der US-amerikanischen Ausgabe von The Motley Fool gelesen. Und war von der grundsätzlichen Idee durchaus begeistert.

Die einfache Idee ist: Mitglied in diesem Club wird, er über 10 Jahre die eigene Dividende um mindestens 10 % pro Jahr steigert. Man könnte sagen, dass es sich um einen ähnlichen Status handelt, wie der eines Dividendenaristokraten. Nur, dass es verstärkt auf die Qualität des Dividendenwachstums ankommt. Dafür jedoch über einen kürzeren Zeitraum.

Betrachten wir nun jedenfalls, was für den 10 % for 10 Club spricht. Sowohl einige Statistiken, als auch tiefergehende Überlegungen könnten einen heißen Tipp offenbaren. Wie gesagt: Vor allem, wenn es um renditestarke Dividendenaktien geht.

The 10 % for 10 Club: Ned Davis unterstützt

Der 10 % for 10 Club könnte für Einkommensinvestoren durchaus interessant sein. Zumindest ist die Theorie auch durch empirische Daten geschützt. Eine Untersuchung von Ned Davis Research kam schließlich zu dem Ergebnis, dass Dividendenaktien eines Marktes insgesamt und in Summe besser seien, als ihre nicht-ausschüttenden Pendants. Hier lag die Performance bei 9,2 % pro Jahr im Vergleich zu einer niedrigen, einstelligen prozentualen Rendite.

Allerdings sind Dividendenwachstumsaktien noch besser. Wenn es eine Aktie schafft, die eigene Dividende signifikant zu steigern, so lag die Gesamtrendite bei 10,2 % pro Jahr. Man könnte daher sagen: Der 10 % for 10 Club ist eine Möglichkeit, um diese Theorie in die Praxis zu überführen.

Entscheidend ist dabei jedoch, dass das Dividendenwachstum organisch ist. Doch auch das berücksichtigt der 10 % for 10 Club. Eine Aktie, die über zehn Jahre die Dividende je Aktie um 10 % pro Jahr oder mehr erhöht, die muss fast zwangsläufig organisches Wachstum besitzen. Ansonsten würde das Ausschüttungsverhältnis konsequent ausufern und nicht mehr nachhaltig erscheinen.

In einer sehr abstrakten Perspektive glaube ich daher: Ja. Für Einkommensinvestoren könnte es clever sein, nach diesen beiden Kriterien zu filtern. Ein Dividendenwachstum von 10 % über einen Zeitraum von 10 Jahren erscheint aus vielerlei Hinsicht erstrebenswert.

Ein paar Aktien im Blick: Grenzen möglich!

Vergessen sollten wir aber nicht: Jede Theorie und jeder spezielle Club hat seine Grenzen. Möglich ist beispielsweise, dass eine Aktie und ein Unternehmen mittelfristig herausfallen. Verlangsamt sich das Dividendenwachstum, so wäre eine Mitgliedschaft nicht mehr gegeben. Die Tendenz ist daher wichtig. Sowie ein vergleichender Blick auf das Gewinnwachstum und des freien Cashflows, um eine weiterhin stabile Basis zu erkennen.

Doch auch weitere Perspektiven sind denkbar. Mastercard ist beispielsweise eine Aktie, die als Mitglied dieses Clubs gilt. Mit zur Zeit lediglich 0,5 % Dividendenrendite erfüllt die Aktie jedoch kaum die mengenmäßigen Bedürfnisse, die Einkommensinvestoren sehen wollen. Die Kennzahl und die Mitgliedschaft sagt daher nichts über die Rendite, die Bewertung und das Gesamtrenditepotenzial aus. Es ist, wie angedeutet, eher ein Filter.

Marsh & McLennan, ein weiteres Mitglied, bietet ebenfalls lediglich 1,3 % Dividendenrendite. Es zeigt, dass ein hohes Dividendenwachstum sehr häufig mit einer höheren Bewertung einhergeht. Trotzdem: Manchmal hat Qualität eben ihren Preis.

Ich glaube daher: Der 10 % for 10 Club sollte nicht das Merkmal für deinen Ansatz sein. Aber es könnte clever sein, seinen Research hieran ein wenig auszurichten. Nicht, weil es besonders gute Dividenden offenbart. Aber möglicherweise stabile Unternehmen mit einem intakten, operativen Wachstum, die noch dazu eine ansehnliche und wachsende Dividende bezahlen. Eigentlich ist es ja auch das, worum es uns als Einkommensinvestoren geht.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Mastercard.



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