Aktien, Festgeld, Immobilien, Haus & Co.: Was wirklich gut für die Altersvorsorge ist

Eine Straße, die durch Wiesen endlos geradeaus führt, im Sonnenuntergang
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

Für die Altersvorsorge mit Aktien, Festgeld, Immobilien oder einem eigenen Haus vorsorgen? Alles möglich. Im Endeffekt kommt es darauf an, was wir benötigen. Oder: Welche Bedürfnisse und Voraussetzungen wir mitbringen.

Trotzdem glaube ich, dass es gute und weniger gute Assets gibt. Sowie Vor- und Nachteile. Betrachten wie Aktien, Festgeld, Immobilien und das eigene Haus. Möglicherweise findest du die eine oder andere Idee, um für deinen Ruhestand effektiver planen zu können.

Aktien: Gut für die Altersvorsorge?

Ja, okay. Als Aktienwelt360 sind wir natürlich etwas voreingenommen, wenn es um Aktien für die Altersvorsorge geht. Um eine möglichst fairen Blick zu ermöglichen: Es gibt definitiv auch Nachteile. Die Volatilität macht die Planungssicherheit zu Nichte. Es ist tendenziell ein ultra-langfristiger Ansatz, um für den Ruhestand vorzusorgen. Gleichzeitig können wir Geld verdienen. Es gibt Risiken und wenn wir schlechte Investitionsentscheidungen treffen, so kann das unser Vermögen mindern.

Trotzdem: Aktien sind meiner Meinung nach gut für die Altersvorsorge. Es handelt sich hierbei um ein produktives Asset. Die jeweiligen Unternehmen hinter den Aktien produzieren schließlich etwas. Dadurch sollten sie im Idealfall einen positiven Cashflow, einen Gewinn und möglicherweise auch eine Dividende ermöglichen. Damit können wir eine Rentenlücke stopfen.

Insofern glaube ich: Aktien sind wirklich gut für die Altersvorsorge. Der breite Markt hat statistisch eine durchschnittliche Rendite zwischen 7 % und 9 % pro Jahr eingefahren. Das heißt: Wir können langfristig unser Vermögen wachsen lassen und irgendwann im Alter mit der Entnahme oder einer soliden Dividende einen Mittelzufluss generieren. Das ist es, worum es vielen letztlich geht.

Festgeld: Ebenfalls zielführend?!

Natürlich sind wir nicht die Festgeldwelt360. Allerdings muss ich zugeben: Tages- oder Festgeld zu soliden Konditionen kann einen gewissen Zweck für den Ruhestand haben. Zwar nicht, wenn die Zinsen bei 1 % oder unter 2 % liegen. In diesen Fällen ist die Rendite einfach zu gering. Wer jedoch kurzfristig einen Teil seines Vermögens parken und eigentlich liquide halten möchte, der kann auf solche Alternativen setzen.

Festgeld und Tagesgeld sind sehr sicher. Insbesondere dann, wenn wir uns am Rande der Einlagensicherung bewegen. Dadurch können wir solide bis garantierte Renditen pro Jahr einfahren, ohne dass unser Kapital einem Risiko ausgesetzt ist. Ein Manko sehe ich trotzdem: Bei der Altersvorsorge ist die Rendite tendenziell eher gering. Deshalb sollte ein größerer Anteil des eigenen Vermögens in Assets mit einer deutlich höherer Rendite investiert sein.

Immobilien: Eine Alternative für die Altersvorsorge?

Generell sind Immobilien interessant für die Altersvorsorge. Wenn sie vermietet sind, so generieren sie eine solide Rendite. Außerdem erhalten wir als Investoren Mittelzuflüsse. Die Mieterlöse führen schließlich zu einem stetigen Geldfluss auf unser Konto. Wie hoch die Rendite ausfällt ist variabel. Mit Wertzuwächsen und einer soliden Mietrendite können vermutlich 4 % bis 6 % pro Jahr drin sein. Vielleicht mehr, wenn du ein Händchen für den Markt und für Verhandlungen hast. Insofern ist auch dieser Ansatz alles andere als schlecht.

Trotzdem gäbe es für mich ein großes Manko. Mit Immobilien ist ein Klumpenrisiko verbunden. Die Wenigsten von uns werden so tiefe Taschen haben, dass wir 30 oder 40 Häuser oder Wohneinheiten ansammeln können. Wenn doch: Dann ist hiermit viel aktive Arbeit verbunden. Bei wenigen Immobilien kann Leerstand ein Problem sein. Oder, wenn die Mieter für unvorhersehbare Kosten sorgen.

All das führt für mich dazu, dass Immobilien eine Alternative sein können. Die Rendite und die Mittelzuflüsse stimmen. Aber: Ich selbst favorisiere in diesem Fall eher Real Estate Investment Trusts, kurz REITs. Ja, das sind Aktien. Aber es fühlt sich doch wie ein sehr direktes Investment in das Betongold an.

Das eigene Haus: Keine Altersvorsorge

Ob das eigene Haus eine Altersvorsorge darstellt, das dürfte heftig diskutiert werden. Wir müssen keine Miete zahlen. Insofern ist die Kostenseite gesenkt. Ich führe aber gerne dagegen an, dass viele Verbraucher dann in zu großen Immobilien wohnen. Ein Haus ist für ein Paar im Alter häufig unangemessen. Die vielen Büros, Gästezimmer und Ankleidezimmer wollen ebenfalls beheizt werden. Es existieren Kosten für die Instandhaltung und Bewirtschaftung. Zwar zahlen wir keine Miete mehr. Wir haben aber auch keine Mittelzuflüsse, möglicherweise aber mit dem Haus verbundene Kosten.

Deshalb sage ich: Eine selbstgenutzte Immobilie ist keine Form der Altersvorsorge. Oder, wenn, dann eher eine schlechte. Angemessener erschiene mir eine Wohnung, bei der die Haltungskosten nach dem Abbezahlen auf einem so geringen Niveau sind, dass die geringen Wohnkosten eine Rentenlücke erträglicher erscheinen lassen. Bei einem ganzen Haus ist das in der Regel nicht der Fall.

Wie gesagt: Das ist ein Aspekt, den man mit Sicherheit diskutieren kann. Trotzdem ist die kalkulatorische Rendite für mich mit Nachteilen verknüpft. Aktien, Festgeld oder auch Immobilien würde ich im Vergleich zum Eigennutz favorisieren.

Weitere Alternativen?!

Es existieren zugegebenermaßen noch andere Alternativen. Kryptowährungen, Rohstoffe, Anleihen. Aus verschiedenen Gründen würde ich jedoch für die Altersvorsorge nicht auf solche Möglichkeiten setzen. Entweder wäre mir das Risiko oder die Zyklizität zu hoch. Oder das Renditepotenzial für das vorhandene Risiko nicht ausreichend.

Aber: Es ist sowieso etwas, das sehr persönlich ist. Meine starke Präferenz liegt jedenfalls bei Aktien und einem breit diversifizierten Depot.

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