HelloFresh-Aktie: Ist das Schlimmste vorbei?

Ein Mann in einer Küche hält eine HelloFresh-Box mit Nahrungsmitteln
Foto: HelloFresh

Bei der HelloFresh-Aktie (WKN: A16140) hat es zuletzt schwierige Wochen und Monate gegeben. Der Aktienkurs korrigierte von seinem 12-Monats-Hoch von über 34 Euro bis auf momentan 5,53 Euro. Das Rekordhoch von über 95 Euro liegt hingegen meilenwert entfernt.

Wir sprechen daher von einer kollabierten Aktie, wofür es mehrere Gründe gegeben hat. Entscheidend für uns als Investoren ist und bleibt jedoch das operative Zahlenwerk und die eigentliche Growth-Story. Blicken wir aus dieser Perspektive daher heute auf HelloFresh.

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HelloFresh-Aktie: Turnaround?!

Wenn wir uns die Quartalszahlen der HelloFresh-Aktie ansehen, so blicken wir insgesamt auf ein stagnierendes Zahlenwerk. Bei einigen Indikatoren gibt es noch ein leichtes Wachstum. Andere Zahlen entwickelten sich rückläufig. Aber langsam, gehen wir etwas mehr ins Detail.

Bei den Umsatzerlösen verzeichnete HelloFresh ein moderates Wachstum von 2,9 % auf ca. 2,07 Mrd. Euro im ersten Quartal. Bei konstanten Wechselkursen hätte das Wachstum sogar bei knapp über 3 % gelegen. Ein AEBITDA in Höhe von 16,8 Mio. Euro ist zwar deutlich geringer, als der Vorjahreswert von über 76 Mio. Euro. Allerdings: Trotzdem noch positiv. Das ist insofern gar nicht mal so verkehrt. Zumindest kein totales Chaos.

Besorgniserregend ist jedoch das Engagement der Kunden. Bei HelloFresh nahm die Anzahl aktiver Kunden zuletzt um 2,6 % auf 31,98 Mio. ab. Zudem sank die Anzahl an ausgelieferter Mahlzeiten um 2,0 % auf 272,9 Mio. Einheiten. Kritiker werten das als Indikator dafür, dass es möglicherweise ein leicht nachlassendes Interesse an dem Lieferservice gibt. Na klar: Das wäre ein Problem.

Der Ausblick zeigt, dass das Management von HelloFresh für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatzwachstum zwischen 2 % und 8 % rechnet. Auch das könnte immerhin Wachstum zeigen. Zudem soll das AEBITDA in einer Spanne zwischen 350 und 400 Mio. Euro liegen. Ein Worst-Case? Naja. Ich sehe jedenfalls eher ein stagnierendes Wachstum. Zumindest im Moment.

Die Bewertung hat viel Schlechtes eingepreist

Bei der HelloFresh-Aktie gibt es im Moment eine günstige Bewertung. Die Marktkapitalisierung ist auf einen Wert von unter einer Milliarde Euro gefallen. Das Portal finanzen.net weist den Wert zum Zeitpunkt der Erstellung mit 940 Mio. Euro aus. Das heißt: Ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von unter 0,3 dürfte für das laufende Geschäftsjahr die Börsenbewertung sein.

Natürlich ist HelloFresh noch nicht profitabel. Die Profitabilität entwickelte sich zuletzt sogar rückläufig. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass die Marktbedingungen nicht ideal sind. Hohe Inflation und eine schwächere konjunkturelle Ausgangslage hat in letzter Zeit das allgemeine Wachstum gehemmt. Wer es positiv sehen möchte: Es ist vielleicht auch ein Zeichen der Stärke, dass das operative Zahlenwerk zuletzt lediglich so leicht eingebrochen ist.

HelloFresh-Aktie: Mein Fazit

Bei der HelloFresh-Aktie sehe ich daher eigentlich operativ stabile Zahlen. Das Management prognostiziert Wachstum und das ist zunächst positiv zu werten. Trotzdem bleibt ein großes Risiko, das wir als Investoren immer auf dem Radar haben sollten: Wenn das Geschäftsmodell wirklich bei den Kunden nicht mehr so gefragt sein sollte, wäre das problematisch. Die Bewertung könnte auch heute noch zu teuer sein, wenn die Bestellungen und die aktiven Kunden weiter zurückgehen.

Wer jedoch glaubt, dass die Kochboxen von HelloFresh einen soliden Markt bedienen, der langfristig wieder Wachstum versprechen sollte, der findet jetzt eine günstige Bewertung vor. Entscheide selbst, was du hieraus macht. Fest steht jedoch: So günstig haben wir die Aktie seit Langem nicht mehr gesehen.

Warum jetzt der schlechteste Zeitpunkt sein könnte, um Aktien zu kaufen

Stehen wir vor einem Crash wie 2001, 2008 und 2020?! Okay, so weit würden wir von Aktienwelt360 selbstverständlich nie gehen. Allerdings sind wir der Meinung: Jetzt ist einer der schlechteren Zeitpunkte, um All-in in Aktien zu gehen. Und das, obwohl die Börsen reihenweise Rekordhochs erklimmen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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