Interactive Brokers: Diese Aktie hat von Trumps Zoll-Schock profitiert!

Ein Mann im Anzug führt an seinem Laptop Trades aus
Bild: geralt via Pixabay

Der Auftakt des Quartals im April mit einem Minus von 12% innerhalb von zwei Tagen beim amerikanischen Index S&P 500 durch den Zollschock, gefolgt von einem schnellen Anstieg bis zum Allzeithoch im Juni, war für unsere Kaufempfehlung in mehreren Services (und Affiliate-Partner) Interactive Brokers (WKN: A0MQY6) ideal.

Angst und Gier prägten die Entscheidungen von Investoren – insbesondere von unerfahrenen –, wodurch das Handelsvolumen mit Aktien um 31 % anstieg. Dadurch stiegen die Provisionserträge von Interactive Brokers im abgelaufenen Quartal um 27 % auf 516 Mio. US-Dollar, da das Handelsvolumen bei Optionen und Futuren ebenfalls zunahm.

Interactive Brokers ist gefragt

Nicht nur das: Auch die Zahl der Kundenkonten legte um 32 % auf 3,87 Mio. zu. Im zweiten Quartal 2025 kamen netto 250.000 neue Konten hinzu. Damit stieg die Zahl der Neukunden seit Jahresbeginn auf über 528.000 und übertraf damit die Zahl der Neukunden des gesamten Jahres 2023. Das zeigt die gute Nachfrage nach den Dienstleistungen zum niedrigen Preis, die Interactive Brokers wie kein anderer Anbieter bietet. Auch im Kryptomarkt möchte das Unternehmen mit niedrigen Konditionen Marktanteile gewinnen. Es bietet unter anderem auch einen Übernachthandel für Aktien, ETFs und Anleihen an, was nicht nur bei der Kryptogemeinde gut ankommt.

Die neuen Kunden brachten auch mehr Guthaben auf die Plattform. Insgesamt sind sowohl die Guthaben als auch die Kreditvolumina der Kunden gestiegen. Dies hatte zur Folge, dass die Zinserträge am Ende des Quartals bei 860 Mio. US-Dollar lagen, was einem Plus von 9 % entspricht.

Das Geschäft von Interactive Brokers bleibt zinsempfindlich. Bereits jetzt drücken die niedrigeren Referenzzinssätze in wichtigen Währungen wie dem Euro oder dem Pfund auf das Zinsergebnis. Das Management schätzt, dass eine Senkung des Leitzinses der US-Notenbank um 25 Basispunkte den jährlichen Nettozinsertrag auf Basis der Salden zum 30. Juni 2025 um 73 Mio. US-Dollar verringern würde.

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Benchmark

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Die IBKR-Aktie bleibt sich treu

Typisch für das Unternehmen ist, dass trotz Wachstum die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. So gab es im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahr nur einen moderaten Personalaufbau von fünf Prozent. Zudem stiegen die Verwaltungsaufwendungen trotz höherer Werbeausgaben nur unterproportional an, sodass der Gewinn je Aktie um 16 % auf 0,51 US-Dollar stieg.

Auch die Bilanz signalisiert Stärke: Das Unternehmen hat keine langfristigen Schulden und das Eigenkapital ist um 22 % auf 18,5 Mrd. US-Dollar gewachsen. Diese Stärke hilft bei der Gewinnung potenzieller Kunden und fördert das Neugeschäft.

Die Dividendenerhöhung um 33 % im Juni signalisiert auch die Priorität bei der Kapitalverwendung. Laut Management finden sich aktuell kaum gute Übernahmeziele zu attraktiven Konditionen. Für die Weiterentwicklung der Funktionen und den Ausbau der Handelszeiten ist ebenfalls genügend Kapital vorhanden.

Wie wir über die Aktie denken

Interactive Brokers verdient auf zwei Arten Geld: Zu „Commissions“ zählen alle Gebühren rund um das Orderrouting sowie die Ausführung und Abwicklung von Transaktionen in Aktien, Optionen, Futures, Deviseninstrumenten, Anleihen, Investmentfonds, ETFs und Edelmetallen an über 150 elektronischen Börsen in 33 Ländern und 26 Währungen weltweit. Hinzu kommt das „Total net interest income“: IBKR erhält eine Zinsmarge für die Verwahrung und Verwaltung von Einlagen für Hedgefonds, Investmentfonds, ETFs, registrierte Anlageberater, Eigenhandelsgruppen, einführende Broker und Einzelanleger. Darüber hinaus vergibt der Broker Wertpapierdarlehen.

Die größte Chance für Interactive Brokers liegt im weiteren Gewinn von Marktanteilen. Durch die Automatisierung der Prozesse kann das Unternehmen Preissenkungen vornehmen. Dies könnte einige Wettbewerber in Schwierigkeiten bringen und die Nachfrage nach IBKR-Lösungen weiter ankurbeln.

Das größte Risiko geht von neuen Technologien und anderen benutzerfreundlicheren Anwendungen aus. Auch Fehlentscheidungen bei der Kapitalallokation könnten das gute Image von Interaktiv Brokers beschädigen: Die Bilanz muss, wie bisher, sehr stabil bleiben, um als Fels in der Brandung verkauft werden zu können. Fehlallokation von Kapital wie bei der Silicon Valley Bank könnten das Image schädigen. Unsere besondere Sorge ist eine geringe Wechselbereitschaft potenzieller Kunden, da viele Bankkunden sehr loyal sind. Dies könnte das Wachstum hemmen.

Interactive Brokers ist ein herausragendes Unternehmen, das oft positiv überrascht, wie auch in diesem Quartal geschehen. Aktuell ist die Bewertung mit einem 31-Fachen des Gewinns im Vergleich zum Schnitt der letzten fünf Jahre mit dem 20-Fachen zwar etwas hoch, aber wir halten die Aktie langfristig weiterhin für interessant.

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