Schütze dein Geld: 3 Lektionen von 3 meiner verlustreichen Aktien!

Vor einem geöffneten Sparschwein liegt eine Menge Münzen
Foto: Kevin Schneider via Pixabay

Wenn es um Aktien geht, kann es manchmal hilfreich sein, sein Geld zu schützen. Wir sollten natürlich nicht zu konservativ denken. Ansonsten bewegen wir uns anstatt bei Wertpapieren doch eher im Bereich des Tagesgeldes. Allerdings sind einige Fehler vermeidbar. Entweder, indem man sie direkt zu Anfang sieht. Oder, weil man aus den Fehlern anderer Investoren lernt.

Ich möchte dich heute an drei meiner verlustreichen Aktien und deren Lektionen teilhaben lassen. Dabei bin ich mir überaus sicher, dass du sehr wertvolle Lektionen hiervon mitnehmen kannst. Bist du bereit? Dann lass uns direkt starten!

Wirecard: Die Aktien waren ein Totalverlust – wo Rauch ist, da ist auch Feuer!

Wenn du dein Geld schützen willst, ist Wirecard wohl eine der Aktien, von denen wir sehr viel lernen können. Wirecard war eine der spannendsten Wachstumsgeschichten aus dem DACH-Raum. Mit Wachstumsraten, die fast zu schön waren, um wahr zu sein. Naja, es mag etwas zynisch klingen: Aber waren sie ja in gewisser Weise auch.

Meine Lektion ist jedenfalls: Wo Rauch ist, da ist häufig auch Feuer. Wirecard stand lange in der Kritik. Die Financial Times um Investigativ-Jouarnalist Dan McCrum hat über Monate vor gefälschten Bilanzen gewarnt. Okay. So etwas ist in der Börsenwelt mit Shortsellern nicht selten. Aber der Punkt, an dem ich im Nachhinein hätte skeptisch werden müssen, war, als Wirecard selbst die Vorwürfe trotz Bemühungen, trotz Überprüfungen, trotz versprochener und kaum gehaltener Transparenz nicht ausräumen konnte. Das Verfahren war aufgebläht. Aber es gelang zu keinem Zeitpunkt, die Zweifel zu widerlegen. Aus gutem Grund: Denn die Anschuldigungen waren bekanntlich nicht falsch. 1,9 Mrd. Euro fehlten in der Bilanz, das beschäftigt bis heute die Gerichte.

Wir wollen nicht zu tief in die Geschichte von Wirecard eindringen. Aber womit du wirklich dein Geld schützen kannst, ist eine gesunde Portion Vorsicht. Wenn es bei Aktien von dir begründete Zweifel gibt, die kaum ausgeräumt werden können, überlege, was dir die Position wert ist. Manchmal ist ein vorzeitiges Ende mit Schrecken besser, als ein Ende mit hohen Verlusten. Oder eben dem Totalverlust.

Beyond Meat: Wenn der Markt nicht bereit ist

Bei der Aktie von Beyond Meat (WKN: A2N7XQ) war ich ein wenig zwiegespalten. Der Hype war groß. Aber zu dem Zeitpunkt beschäftigte ich mich selbst mit Alternativen zu Fleischprodukten. Ich bin weder Vegetarier, noch Veganer. Aber hin und wieder esse ich gerne auch mal Alternativprodukte. So viel zu meiner eigenen Bias. Im Endeffekt ist für mich jedem die eigene Essgewohnheit selbst überlassen.

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Was war aber bei Beyond Meat das Problem? Ich sah ein Produkt, das ich für gut befand. Gleichzeitig dachte ich, dass der Markt bereit für eine Veränderung sei. Wenn es nur wenig Menschen gäbe, die hin und wieder auf Fleisch verzichteten, ergäbe das einen großen Markt. Doch es kam anders. Beyond Meat hat meiner Meinung nach kaum wirkliche Masse und Momentum aufgebaut. Selbst Kooperationen mit McDonald’s laufen eher beiläufig. Der Markt akzeptierte die Produkte in Summe nicht so, wie ich es für wahrscheinlich hielt. Das Wachstum blieb und bleibt aus. Für mich ist das Ende vom Lied ein hoher Verlust bei der Aktie.

Meine Lektion, die auch dein Geld schützen kann, lautet daher: Überlege dir wirklich, wie reif die Märkte sind und ob die Innovation angenommen wird. Selbst wenn ein Produkt objektiv gut sein kann, ist fehlende Akzeptanz der Killer des Trends. Manchmal braucht es noch Jahre, vielleicht Jahrzehnte. Manchmal kommt die Akzeptanz auch nie. In den meisten Fällen ist es dann besser, das Geld woanders zu investieren. Denn die Aktien neigen aufgrund des fehlenden Wachstums zu Verlusten.

Medical Properties: Wenn die Bilanz faul ist, verlieren deine Aktien Geld!

Zu guter Letzt habe ich bei Medical Properties (WKN: A0ETK5) eine Menge Geld verloren. Der Real Estate Investment Trust (REIT) schien lange Zeit sogar überaus erfolgreich. Er wuchs, kaufte neue Objekte hinzu. Die Dividende ist regelmäßig erhöht worden. In Zeiten günstiger Zinsen konnte das Unternehmen quasi zu jeder Zeit zukaufen und mit geliehenem Geld eine gute Rendite erzielen.

Doch es kam, wie es kommen musste: Die Zinsen stiegen. Dadurch erschwerte sich die Refinanzierung von Medical Properties. Mit über 10 Mrd. US-Dollar an Schulden waren plötzlich Verbindlichkeiten vorhanden, die neben einer üppigen Dividende kaum zu stemmen waren. Dividendenkürzung, Schrumpfkurs und Teil- oder Verkäufe folgten. Es ging an die Substanz bei Medical Properties, weil die Bilanz so mau gewesen ist. Übrigens: Auch heute notiert die Aktie noch mehr als 80 % im Minus seit ihren Rekordhochs von vor über 5 Jahren. Das zeigt, wie wichtig die Bilanz ist.

Das ist eigentlich auch schon die wichtige Lektion: Die Bilanz ist stets das unternehmerische Fundament einer jeden Investition. Das gilt heute. Und auch in zehn Jahren. Selbst wenn die Zinsen in zehn oder zwanzig Jahren mal wieder um den Nullpunkt pendeln sollten: Mache nicht den Fehler, dass du schlechte Unternehmen kaufst, nur weil sie sich mit Fremdmitteln ihr kurzfristiges Wachstum finanzieren. Bei den Aktien habe ich daher viel Geld verloren. Das muss dir aber nicht passieren.

Übrigens, noch eine Bonus-Lektion: Bei Medical Properties habe ich außerdem gelernt, dass einige REITs trotz vermeintlicher Immobilien-Sicherheit keinen Puffer besitzen. Versuch mal, ein Krankenhaus zu verkaufen, das ist mit Sicherheit nicht sehr einfach und führt dazu, dass Medical Properties auch Probleme hatte, sich durch Verkäufe wieder zu sanieren.

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Vincent besitzt Aktien von Beyond Meat. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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