Tod oder Turnaround bei der Teladoc-Aktie? Der Umsatz wächst wieder nicht!

Nahaufnahme eines Arztes mit verschränkten Armen und Stetoskop
Foto: Karolina Grabowska via Pexels

Bei Teladoc Health (WKN: A14VPK) setzen wir eigentlich auf einen dynamischen Akteur im Segment der Telemedizin. Es wirkt aber mehr und mehr so, als hätte das US-Unternehmen seinen Peak in der Corona-Zeit gehabt. Danach kam der tiefe Fall der Teladoc-Aktie, der teilweise selbst eingeläutet würde. Denn auch die teure Übernahme von Livongo Health hat bis heute nicht nur kaum Wachstum gebracht, sondern vor allem teure Goodwill-Abschreibungen bedeutet.

Auch die neuen Zahlen bringen kein Wachstum

Es wäre ein Lichtblick, wenn Teladoc Health zum Wachstum zurückfindet. Leider tut uns das Management auch im zweiten Quartal des Jahres 2025 keinen Gefallen. Der Umsatz sank erneut um 2 % auf 631,9 Mio. US-Dollar. Auch für die ersten zwei Quartale gab es einen Rückgang von 2 % auf 1,261 Mrd. US-Dollar. Das ist nicht, was wir ursprünglich erwartet haben.

Zumal Teladoc Health auf dem jetzigen Niveau nicht einmal profitabel ist. Beim Nettoergebnis verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 32,66 Mio. US-Dollar. Das ist bedeutend besser als der Vorjahreswert von -837 Mio. US-Dollar. Hier haben jedoch Goodwill-Abschreibungen zu dem hohen Verlust geführt. Nach dieser Episode sehen wir, dass Teladoc Health in seinem Kerngeschäft noch keine größeren Fortschritte hinsichtlich der Profitabilität macht.

Immerhin: Der operative Cashflow ist mit 91,4 Mio. US-Dollar und der freie Cashflow mit 61,2 Mio. US-Dollar im Bereich der Profitabilität. Aber auch diese Entwicklung ist weder neu, noch besonders stark im Begriff zu wachsen. Teladoc Health stagniert. Das, was die Teladoc-Aktie tut, kann man bestenfalls auch nur als Stagnation bezeichnen.

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Teladoc-Aktie: Welche Chancen gibt es noch?

Wir könnten jetzt wieder einmal darauf eingehen, dass Teladoc Health zwar eine stabile Bilanz besitzt. Oder das Management Wachstum adressiert. Gute Pläne sind vorhanden. Aber die bisherige Bestandsaufnahme zeigt, dass das US-Unternehmen um 2,5 Mrd. US-Dollar Umsatz stehen bleibt und das Ziel von 4 Mrd. US-Dollar bis Ende 2024 sehr weit verfehlt hat.

Im Earnings-Call verwickelt sich das Management in Diskussionen um die strukturelle Ausrichtung der Telemedizin. Die US-Krankenversicherungen müssten solche Leistungen stärker übernehmen. Es müsse mehr strukturellen Fokus auf den wichtigen Markt der Telemedizin erfolgen. Wir finden es aber wenig weitsichtig, nach inzwischen verlorenen Jahren ohne Wachstum dem Markt die Schuld zuzuweisen. Das reicht einfach nicht mehr. Teladoc Health ist angezählt. Wir werden die Position zeitnah überprüfen und uns überlegen, ob wir der Teladoc-Aktie noch eine Chance geben.

Dabei stehen die Vorzeichen für die Teladoc-Aktie eigentlich gut: Teladoc Health ist ein in den USA führender Anbieter von telemedizinischen Lösungen. Die größte Chance ist, dass sich die Telemedizin in den USA und weltweit weiter etabliert und Teladoc Health das führende Angebot auf den Markt bringt. Derzeit arbeitet das Management an einem vollumfänglichen Leistungsspektrum: Von der klassischen Telemedizin von zu Hause zum Hausarzt bis zu digitalen Sprechstunden in Krankenhäusern und auch zu Angeboten für die psychische Gesundheitsvorsorge. Der potenziell adressierbare Gesamtmarkt ist gigantisch: Selbst wenn nur ein Bruchteil der Arztbesuche über die Telemedizin erfolgen, ist ein dreistelliger Milliarden-Markt gegeben. Medizin und Gesundheitsleistungen stehen für rund 15,2 % des BIP in den USA.

Vielleicht ist Teladoc aber auch einfach seiner Zeit voraus. Telemedizin klang lange Zeit wie Science-Fiction. Die Corona-Zeit hat zwar gezeigt, dass es reale Anwendungsmöglichkeiten gibt, die sich bis heute halten. Trotzdem besteht das Risiko, dass die Verbraucher aus Gewohnheit nicht bei telemedizinischen Lösungen bleiben.

Hinzu kommt aus unserer Sicht ein schlechtes Management bei der Teladoc-Aktie. Die Übernahme von Livongo Health für ca. 18,5 Mrd. US-Dollar stellte sich zumindest als zu teurer Fehlkauf heraus. Auch mit den Prognoseverfehlungen hat die Chefetage viel Kredit verspielt.

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