Rational-Aktie: Kurzfristige Belastungen treffen auf langfristige Qualität
Der Industrie-Küchengerätehersteller Rational AG (WKN: 701080) beschleunigt sein Wachstum etwas. Zudem baut das Unternehmen sein Vertriebsteam weiter aus, um nachhaltig profitabel zu wachsen. Nach einem Umsatzplus von 3 % im ersten Quartal stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 5 %.
Zu dem Wachstum im ersten Halbjahr trugen Nordamerika mit einem Plus von 11 % und Europa (ohne Deutschland) mit einem Plus von 9 % überproportional bei, da die Nachfrage in Großbritannien, Frankreich, Italien und den USA sehr gut war.
So lief es in den einzelnen Geschäftsbereichen
In Deutschland und Asien war die Nachfrage hingegen gering. Deutschland leidet unter einer gehemmten Investitionsbereitschaft, bevor die Regierung die Rahmenbedingungen richtig vorgibt. In Asien lag der Umsatz 16 % unter dem Vorjahr, was auf das Geschäft mit Großkunden in China und Japan in der Vorjahresperiode zurückzuführen ist.
Die starke Nachfrage in Nordamerika führte dazu, dass die Produktgruppe iVario zum Kochen, Braten und Frittieren einen Umsatzanstieg von 9 % verzeichnen konnte. In der Produktgruppe iCombi konnte ein kleines Plus von 2 % erzielt werden. Typisch für das Familienunternehmen Rational ist das rentable Wachstum, das oft nicht durch Preissteigerungen, sondern durch Steigerung der Produktivität erzielt wird. Alle 2.795 Mitarbeiter helfen hier mit, denn sie betrachten sich selbst als Unternehmer im Unternehmen.
Rational-Aktie: Gewinnanstieg und Investitionen in den Vertrieb
Dies führte auch zu einer Steigerung der Rohertragsmarge um 0,1 % auf 59 % im ersten Halbjahr. Das hört sich erst einmal nicht viel an, hat aber eine große Wirkung. Denn trotz des Ausbaus von Vertrieb, Service und Produktentwicklung legte der operative Gewinn dennoch um 3 % auf 153,4 Mio. Euro zu. Der Halbjahresgewinn je Rational-Aktie stieg ebenso um 3 % auf 10,58 Euro. Die Vertriebsmannschaft wurde deutlich verstärkt: Allein in diesem Jahr wurden knapp 60 neue Mitarbeiter eingestellt, die größtenteils im Vertrieb arbeiten.
Das Unternehmen erwartet mittelfristig durch die milliardenschweren Infrastrukturprogramme in vielen Ländern und den geringen Marktanteil der eigenen Produkte ein profitables Wachstum. Auch die Umsatzprognose im mittleren einstelligen Prozentbereich für das Jahr 2025 wurde bestätigt. Bei der Ergebnisprognose ist das Unternehmen hingegen zurückhaltender. Die US-Einfuhrzölle von 15 % kommen zum Tragen, da Rational hauptsächlich in Deutschland produziert und auch die Zulieferer in Europa sitzen. Hinzu kommen Währungseffekte, weshalb bei der EBIT-Marge von 26 % ausgegangen wird, was eher den unteren Bereich der Bandbreite trifft. Dennoch erwartet die Rational AG keine Verschiebung der Marktanteile durch die Zölle.
Die neue Version der iHexagon-Produkte kommt bei den Kunden gut an und findet auch in großen Stadien, in denen es schnell gehen muss, immer mehr ihren Platz. Das Familienunternehmen bereitet sich unseres Erachtens nach gut auf die nächste Wachstumsphase vor. Als Investor mit einer Vorliebe für Spitzenunternehmen kann man sich positionieren und Kursrückgänge nutzen.
Chancen und Risiken der Rational-Aktie
Die größten langfristigen Chancen liegen im steigenden Wohlstand und Bevölkerungswachstum. Auch Initiativen zur Ressourcenschonung wie Energie-, Wasser-, Chemikalien- und Lebensmitteleinsparungen geben dem Geschäft Auftrieb, da die Rational-Produkte darauf ausgelegt sind, in diesen Bereichen führend zu sein.
Der iCombi® von der Rational AG ist ein Combi-Dämpfer mit intelligenten Garwegen. Die Wärmeübertragung während des Kochens erfolgt durch Dampf, Heißluft oder in Kombination.
Das iVario® ist ein multifunktionales Kochsystem. Es gart in Flüssigkeit oder mit Kontakthitze und ist deutlich schneller als vergleichbare Produkte – und das bei deutlich geringerem Energieverbrauch. Damit kann er herkömmliche Kochgeräte wie Kipper, Kessel, Friteusen und Druckgarbraisièren ersetzen. Die neuste Kategorie iHexagon kombiniert Dampf, Heißluft und Mikrowelle.
Zu den Risiken für die im MDAX notierte Rational-Aktie gehören Streitigkeiten innerhalb der Eigentümerfamilie Meister und der damit verbundene Verkauf von Aktienpaketen an kurzfristig orientierte Investoren. Technologische Fortschritte der Wettbewerber könnten die Rational AG Marktanteile kosten. Eine erneute Pandemie und die Schließung von Restaurants könnten kurzfristig zu einem Rückgang des Cashflows führen, aber die Bilanz ist stark genug, um diese Rückschläge zu verkraften.
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