Top-Renditen mit Catering: Kann die DO & CO-Aktie nochmal um 186 % steigen?

Ein Flugzeug startet in den Sonnenuntergang
Bild: Gerd Altmann via Pixabay

Seit dem Ende der Coronapandemie stürmt der österreichische Caterer DO & CO (WKN: 915210) von einem Rekord zum nächsten. Das betrifft sowohl den Kurs der DO & CO-Aktie, als auch die Geschäftszahlen. Auf Sicht der letzten fünf Jahre legte das Papier um 186 % zu. Auch das Geschäftsjahr 25/26 (31. März) brachte neue Bestwerte bei Einnahmen und Gewinn.

Der ausgewiesene Umsatz legte um 7,1 % auf 2,47 Mrd. Euro zu. Bei konstanten Wechselkursen hätte der Anstieg sogar 17,6 % betragen. Besonders erfreulich ist, dass alle drei Segmente des Konzerns zu diesem Ergebnis beigetragen haben.

Getrieben vom Airline Catering: Umsätze und Gewinne wachsen kräftig

Das größte und bedeutendste Segment ist weiterhin das „Airline Catering“, das für rund 79,2 % aller Einnahmen steht. 25/26 lag der Umsatz bei 1,95 Mrd. Euro, das waren 7 % (20 % währungsbereinigt) mehr als im Vorjahr. Das operative Ergebnis EBIT stieg um 16 % auf 159,6 Mio. Euro.

DO & CO profitiert weiterhin sowohl vom positiven Umfeld in der Luftfahrtindustrie als auch von der stärkeren Nachfrage der Fluggäste nach Premiumprodukten und -services. Die kompromisslose Qualität der Wiener zeigt sich in regelmäßigen Ausschreibungsanfragen, der Verlängerung bestehender Verträge sowie der Gewinnung neuer Kunden. In der Türkei sorgt das gemeinsame Wachstum mit Turkish Airlines für zusätzliche Dynamik. Auch in den USA entwickelt sich das Geschäft sehr positiv – sowohl mit Delta Air Lines und JetBlue als auch mit weiteren internationalen Premium-Airlines. Die Standorte in Großbritannien, Madrid, Wien, Deutschland, Polen, Mailand und Seoul erzielten dank Neukunden und Vertragsverlängerungen eine ebenfalls äußerst erfreuliche Entwicklung.

Das zweite Segment von DO & CO ist „International Event Catering“. Dies stand im vergangenen Geschäftsjahr für 12,2 % der Umsätze. Das Segment legte um 6 % (7 % währungsbereinigt) auf 323,4 Mio. Euro zu. Das EBIT stieg um 7 % auf 33,6 Mio. Euro.

Diese scheinbar kleine Steigerung ist umso bemerkenswerter, als im Vorjahr die Fußball-Europameisterschaft stattfand und dieser Umsatzausfall mehr als kompensiert werden konnte. Ohne diesen Effekt hätte das Wachstum 15 % betragen. Dieser Erfolg wurde durch die Formel 1 getragen, deren Saison mit Rennen in China und Japan stark begann. Das Catering in der Allianz Arena legte kräftig zu, insbesondere durch das Finale der UEFA Champions League und das erste Musikkonzert in der Arena überhaupt – Guns N’ Roses im vergangenen Juni. Aber auch der Olympiapark und der SAP Garden zeigten ein beeindruckendes Wachstum.

Auch außerhalb vom Catering läuft es gut für die DO & CO-Aktie

Das kleinste Segment mit 7,6 % Anteil ist „Restaurants, Lounges & Hotels“. 188,1 Mio. Euro (+ 9 %, 16 % währungsbereinigt) brachten die Lokalitäten des Konzerns ein. Als EBIT blieben 19,1 % (+ 27 %) übrig.

Die anhaltend hohe internationale Reisetätigkeit und Besucherrekorde im Städtetourismus sorgen weiterhin für eine sehr erfreuliche Auslastung. Das Reiseaufkommen zeigt sich auch in der positiven Entwicklung der Airport-Gastronomie und der Lounges an mehreren internationalen Standorten. Das Handelsgeschäft mit der Marke „Henry – The Art of Living“ und der traditionsreichen Marke „Demel“ verzeichnete steigende Absatzzahlen, was die wachsende Beliebtheit der Marken und die Aktualität des Konzepts bestätigen.

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Der Gesamtkonzern konnte das EBIT um 15,6 % auf 212,3 Mio. Euro steigern. Besonders erfreulich ist dabei, dass die EBIT-Marge wie angekündigt über 8,5 % lag und tatsächlich 8,6 % erreichte. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 105,8 Mio. Euro (+ 14,4 %) oder 9,63 Euro je DO & CO-Aktie übrig. Die Aktionäre erhalten eine von 2 auf 2,50 Euro erhöhte Dividende.

Das Rekordergebnis machte sich auch bei der Finanzlage der Österreicher bemerkbar. Der operative Cashflow legte um satte 40,3 % auf 244,1 Mio. Euro zu. Neben dem höheren Umsatz spielten auch Verbesserungen beim Working Capital eine Rolle. Etwas niedrigere Investitionen als geplant führten dazu, dass der freie Cashflow um 80,4 % auf 225,9 Mio. Euro kräftig stieg. DO & CO beendete das Geschäftsjahr mit 240,8 Mio. Euro in bar und hat die Nettoverschuldung damit fast auf Null gesenkt.

Was Anleger von der DO & CO-Aktie erwarten können

Das ist also ein sehr schönes Ergebnis, das die Börse dann auch mit einem Kurssprung der DO & CO-Aktie um 7,8 % auf 193 Euro feierte. An den beiden Folgetagen stieg die Aktie vergleichbar stark an. Wie aber geht es für DO & CO nach vorne weiter?

Das Management ist sehr optimistisch. Konkrete Zahlen nannte der Vorstand zwar nicht, aber man erwartet die Fortsetzung des Trends der letzten Jahre. Die Wiener gewinnen bei den Airlines weiterhin neue Kunden, darunter Air India ab London Heathrow (ab September 2026) sowie American Airlines ab Chicago (ab Februar 2027).

Bei den Veranstaltungen zeigen die Formel 1-Rennen eine vielversprechende Auslastung und lassen eine besucherstarke F1-Saison erwarten. Die ATP-Tennis-Turniere in Madrid und Wien sind besondere Höhepunkte der Eventsaison. In der Allianz Arena freut man sich neben der neuen Saison des FC Bayern München auf zahlreiche Open-Air-Konzerte und ein NFL-Spiel im November 2026.

Was wir bisher noch gar nicht erwähnt haben: Nach langen Verhandlungen konnte DO & CO Zuschläge bei der Fußball-Weltmeisterschaft erreichen. Bei 20 Spielen in Mexiko, New York und Miami sorgen die Wiener für das leibliche Wohl von über 70.000 VIP-Gästen.

Und last but not least erwarten auch die Restaurants, Lounges und Hotels ein solides Wachstum und gute Erträge. Die Einrichtungen von DO & CO in Wien und München erfreuen sich sowohl bei einheimischen als auch bei internationalen Gästen weiterhin großer Beliebtheit. In den Lounges ist mit einem Anstieg des Passagieraufkommens zu rechnen und DO & CO wird für Iberia die neu eröffnete Emerald Lounge am Flughafen Madrid betreiben. Ab dem ersten Quartal 2027 werden die DO & CO-Marken Demels sowie „Henry – The Art of Living“ und eine DO & CO Bar den Kulinarik-Bereich des neuen Terminal-3-Süd des Flughafens Wien bereichern.

Welche Risiken gibt es?

Aber natürlich gibt es auch einen Wermutstropfen. Das ist der Krieg im Nahen Osten, der bereits im vierten Quartal 25/26 Umsatz gekostet hat. Die zeitweise Sperrung des Luftraums wirkte sich insbesondere auf den Umsatz im Airline Catering sowie in den Flughafen-Lounges mit Golf-Fluggesellschaften aus. Dank der bestehenden Geschäftsmodelle mit hohem variablen Kostenanteil sowie als Cost-Plus-Verträge ausgestalteten Vereinbarungen mit Fluggesellschaften hatten die Auswirkungen einen begrenzten Einfluss auf das Ergebnis des Monats März.

Wie es im laufenden Geschäftsjahr weitergeht, hängt naturgemäß vom Fortgang des Krieges ab. Die damit verbundenen wirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen haben die Prognoseunsicherheit für die Luftfahrt- und Tourismusbranche erhöht und entsprechende Auswirkungen auf die mittel- und langfristige Planungssicherheit von DO & CO. Die Formel 1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien sind abgesagt und die Fluggesellschaften reagieren unterschiedlich auf die derzeit hohen Kerosinpreise. Aufgrund der diversifizierten Aufstellung, eines Geschäftsmodells mit hohem variablen Kostenanteil sowie teilweise über Cost-Plus-Verträge abgesicherten Margen, sieht sich DO & CO jedoch optimal aufgestellt, um weiter nachhaltig zu wachsen.

Unser Fazit zur DO & CO-Aktie

Wir schließen uns dieser Aussage an. Trotz der aktuellen Unsicherheiten ist DO & CO ausgezeichnet aufgestellt, um auch weiterhin für seine Aktionäre gute Ergebnisse zu erzielen. Wir sind weiterhin von unserer Kaufempfehlung der DO & CO-Aktie überzeugt und erwarten langfristig marktschlagende Renditen.

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