Disney-Aktie: Ordentliches Quartal – wie sind die Zukunftsaussichten?

Das ikonische Schloss von Walt Disney umgeben von zahlreichen Besuchern
Foto: Craig Adderley via Pexels

Walt Disney (WKN: 855686) hat im letzten Quartal bei wichtigen Kennzahlen positiv überrascht. Der bereinigte Gewinn je Disney-Aktie lag mit 1,61 US-Dollar klar über den Markterwartungen. Der Umsatz betrug 23,7 Mrd. US-Dollar und lag damit nur minimal unter den Prognosen.

Disney-Aktie: Die operativen Einzelheiten

Besonders erfreulich: Das Streaming-Geschäft erwirtschaftete einen operativen Gewinn in Höhe von 346 Mio. US-Dollar. Auch das Erlebnisgeschäft mit Freizeitparks, Kreuzfahrten und Resorts konnte erneut kräftig zulegen. Die klassischen Entertainment-Bereiche wie Kabel-TV und Filmverwertung haben dagegen weiter an Boden verloren.

Disney+ erreichte weltweit 127,8 Mio. Abonnenten, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorquartal entspricht. In den USA und Kanada stagnierte die Nutzerzahl, international wuchs sie um 2 %. Hulu legte auf 55,5 Mio. Abos zu. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde blieb in den USA bei Disney+ stabil bei gut 8 US-Dollar, international gab es leichte Zuwächse. Ein wichtiger Wachstumstreiber könnte die bevorstehende Integration von Hulu in Disney+ sein, die das Nutzererlebnis verbessern und die Einnahmen pro Kunde steigern soll.

Das Erlebnisgeschäft war erneut der große Gewinnbringer

Denn hier stieg das operative Ergebnis auf 2,5 Mrd. US-Dollar – 13 % mehr als im Vorjahr. Besonders stark liefen die US-Parks und Kreuzfahrten. Die Eröffnung des neuen Kreuzfahrtschiffs „Disney Treasure“ hat den Umsatz weiter angekurbelt. Auch für die kommenden Quartale meldet Disney eine gute Buchungslage in den US-Parks. International gab es dagegen leichte Rückgänge, vor allem wegen höherer Kosten und geringerer Besucherzahlen in Shanghai und Hongkong.

Strategisch setzt Disney weiter stark auf den Ausbau seiner Parks. Geplant ist unter anderem ein neuer Park in Abu Dhabi, der von lokalen Partnern finanziert wird. In den USA will das Unternehmen mehr als 30 Mrd. US-Dollar in die Erweiterung der Standorte in Florida und Kalifornien investieren. Hierbei steht nicht Masse, sondern Qualität im Vordergrund – die Besucherzahlen werden bewusst begrenzt, um das Erlebnis zu verbessern.

Im klassischen Entertainment-Bereich zeigte sich dagegen ein anderes Bild. Der operative Gewinn sank um 15 %. Besonders das Kabelgeschäft litt unter sinkenden Zuschauerzahlen und schwacher Werbenachfrage. Auch das Filmgeschäft hatte zu kämpfen: Trotz Umsatzwachstum gab es Verluste, weil neue Produktionen nicht an frühere Kinohits herankamen und hohe Abschreibungen fällig wurden. Disney will deshalb seine Filmstrategie anpassen, die Produktionsmenge reduzieren und den Fokus wieder stärker auf hochwertige Inhalte legen, vor allem im Marvel-Universum.

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Der Sportbereich, vor allem ESPN und ESPN+, konnte den Gewinn um 29 % steigern, vor allem durch die Umstrukturierung des Indien-Geschäfts. In den USA bremsten jedoch steigende Kosten für neue Sportrechte. Das geplante eigenständige Streaming-Angebot für ESPN ist weiterhin auf Kurs und soll zusammen mit Disney+ und Hulu als Paket angeboten werden.

Disney-Aktie: Das sagt der Ausblick!

Für das Gesamtjahr rechnet Disney mit einem bereinigten Gewinn je Disney-Aktie von 5,85 US-Dollar, was einen Anstieg um 18 % gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde. Das Streaming-Segment soll über 1,3 Mrd. US-Dollar operativen Gewinn einspielen, vor allem durch mehr Hulu-Abos. Die Parks sollen um 8 % zulegen, der Sportbereich um 18 %.

Disney entwickelt sich in seinen wachstumsstarken Bereichen wie Streaming und Parks sehr solide und investiert gezielt in Projekte mit hohem Ertragspotenzial. Auch wenn die traditionellen Geschäftsfelder weiter unter Druck stehen, sind die Weichen für die kommenden Jahre klar auf profitables Wachstum gestellt. Als Investor der Disney-Aktie erhält man sogar eine kleine Dividende.

Was das Unternehmen alles macht

Disney operiert in zwei großen Segmenten:

  • Disney Media & Entertainment Distribution (DMED) setzt sich aus internationalen Aktivitäten zur Film-und Fernsehproduktion und -distribution zusammen. Hinzu kommen verschiedene Streaming-Dienste. Zu nennen sind diverse nationale und internationale Netzwerke und Sender wie das ABC Network, ESPN und National Geographic. Ins Direct-to-Consumer-Geschäft fallen zum Beispiel Disney+, ESPN+ und Hulu.
  • Disney Parks, Experiences and Products (DLEP) ist die Themenpark-Sparte. Diese hat in den vergangenen Jahren konzernintern an Bedeutung gewonnen. Disney betreibt aktuell sieben Parks und Resorts sowie eine Kreuzfahrtlinie selbst.

Disney versteht es, wie kein anderer Konzern aus seinen Franchises das Maximum herauszuholen. Ob TV, Kino, Streaming, Merchandise, Parks, Kreuzfahrten, etc.: Disney schafft atemberaubende Momente und findet unheimlich viele Points-of-Sale, um ihre Marken immer wieder aufs Neue zu monetarisieren. Durch Disney+ entsteht ein zuverlässiger Strom an Einnahmen, der auch vorhersehbar ist, während man in anderen Geschäftsbereichen (bspw. mehr Attraktionen in Parks, höhere Preise dafür) solides Wachstum erzielt. Profitables Wachstum ist langfristig der wichtigste Treiber für Aktienkurse und wird auch die Disney-Aktie positiv beeinflussen, wenn das Unternehmen weiter steigende Gewinne verzeichnet.

Das größte Risiko für die Disney-Aktie besteht darin, dass die wertvollen Franchises und Marken von Walt Disney mit der Zeit an Wert verlieren. Dies könnte passieren, wenn man diese nicht weiterhin mit genug Liebe pflegt und die Magie am Leben erhält. Wichtig hierbei ist es, auch die nachfolgenden Generationen stets zu begeistern und zu fesseln. Ein Großteil des Erfolgs baut auf der IP auf und daher muss man stets beobachten, wie neue Inhalte von Disney aufgenommen werden vom Markt.

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