So baust du dir dein perfektes Dividendendepot auf
Wenn du dich mit dem Thema Dividende auseinandersetzt, dann hast du vielen anderen Deutschen bereits etwas voraus. Denn du beschäftigst dich aktiv mit dem Thema Geldanlage und versuchst damit, dir ein zweites finanzielles Standbein aufzubauen. Sei es, um die Rentenlücke zu schließen oder dem Ziel der finanziellen Freiheit näherzukommen.
Sicher hast du dich schon mal gefragt: Wie sieht das perfekte Dividendendepot eigentlich aus? Wenn es um Dividenden geht, fährt jeder Anleger eine eigene Strategie. Gerne möchte ich dir nachfolgend meine Vorstellung des perfekten Dividendepots näherbringen, welche mir bisher erfolgreich gedient hat.
Dein Dividendendepot benötigt ein solides Fundament
Wie bei einem Hausbau muss das Gesamtkonstrukt auf einem stabilen Fundament stehen. Beim Bau eines Eigenheims nützt es nicht viel, wenn man auf die günstigsten Materialien setzt. Früher oder später wird es einem zum Verhängnis. Ähnlich verhält es sich beim Aufbau eines Dividendendepots. Wer sein Portfolio mit optisch günstigen Dividendenaktien füllt, tut sich damit keinen Gefallen. Das heißt, Finger weg von zu hohen Dividendenrenditen und von Unternehmen, die keine konstante Dividendenpolitik verfolgen.
Für einen starken und robusten Kern in deinem Dividendendepot bietet es sich an, den Fokus auf Dividendenaristokraten zu legen. So bezeichnet man Unternehmen, die bereits seit mindestens 25 Jahren in Folge eine Dividende bezahlen und diese jedes Jahr erhöhen. Die Steigerung davon sind sogenannte Dividendenkönige, die ihre Ausschüttungen seit mindestens 50 Jahren kontinuierlich steigern. Das Fortbestehen dieser Zahlungen ist zwar nie hundertprozentig garantiert, aber die Wahrscheinlichkeit, dass eines dieser Unternehmen plötzlich die Dividendenzahlungen einstellt oder verringert, ist relativ gering.
Hervorragende Beispiele für Dividendenkönige sind:
- Coca-Cola: Schüttet bereits seit 60 Jahren kontinuierlich aus.
- Johnson & Johnson: Beglückt Aktionäre ebenfalls seit 60 Jahren.
- Procter & Gamble: Führt konstante Auszahlungen seit 66 Jahren fort.
Mit Wachstumswerten in die Zukunft schauen
Mit einem robusten Kern setze ich auf planbare, wiederkehrende Dividenden. Um mein Dividendendepot auch zukunftsfähig zu gestalten, ergänze ich meine Auswahl mit ausgewählten Wachstumswerten. In diesem Fall definiere ich Wachstumwerte nicht als klassische Wachstumsaktien, bei denen ich rein auf Kursgewinne hoffe. Vielmehr geht es um etablierte Unternehmen, die eine noch sehr junge Dividendenhistorie bzw. eine niedrige Ausschüttungsquote haben. Sprich, ich versuche hier die Dividendenaristokraten und -könige von morgen zu identifizieren.
Gute Beispiele für solche Wachstumswerte aus meinem eigenen Portfolio sind Apple und Microsoft. Beide Unternehmen wachsen am Umsatz gemessen und erhöhen ihre Profitabilität. Bei diesen Unternehmen sind die Dividendenrenditen heute noch überschaubar, aber in 10 bis 20 Jahren kann sich das durch Dividendenerhöhungen deutlich ändern. Denn sowohl Apple und Microsoft schütten bei weitem nicht so viel Dividende aus, wie sie finanziell problemlos stemmen könnten. Die Kombination aus Wachstum und steigender Dividende bietet darüber hinaus ein inflationsgeschütztes Einkommen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass die Dividendenerhöhungen über der Inflationsrate liegen, was bei diesen beiden Beispielen gegeben ist.
Darf es etwas Würze sein?
Bis jetzt haben wir ein recht defensiv aufgebautes Dividendendepot. Ich persönlich ergänze diesen Ansatz gerne mit ein paar Aktien, bei denen ich auf einen Dividenden-Turnaround spekuliere. Vorab: Wie bei einer leckeren Reispfanne vom Asiaten muss man auch hier aufpassen, wie viel extra Würze man seinem Depot hinzufügt. Man sollte dabei seine eigene Schmerzempfindlichkeit kennen und gerade am Anfang lieber weniger, als mehr Würze beimischen.
Als Reisebüro-Inhaber und Kreuzfahrt-Liebhaber besitze ich natürlich Aktien von Carnival. Das Kreuzfahrtunternehmen zahlte bis 2020 eine ordentliche Dividende. Durch das Eintreten der Pandemie wurde Carnival damals hart getroffen. Da Schiffsreisen von einem Tag auf den anderen quasi nicht mehr stattfanden, musste sich das Unternehmen stark verschulden und arbeitet seither hart an einem Turnaround. Meiner Meinung nach macht das Management das sehr gut und ich gehe davon aus, dass Carnival mittel- bis langfristig wachsen und auch wieder eine Dividende ausschütten wird. Durch meinen niedrigen Einstandswert (ich habe am Tiefpunkt 2020 nachgekauft) wäre die zukünftige Dividendenrendite sehr hoch.
Ob meine Idee aufgeht und dieser Fall eintritt, ist ungewiss. Ich bin jedenfalls guter Dinge und suche immer wieder nach solchen Chancen, um mein Dividendendepot etwas aufzupeppen.
Jeder kann sich ein perfektes Dividendendepot aufbauen
Wer seinem finanziellen Wohlstand etwas Gutes tun möchte, sollte auf Dividendenaktien setzen. Sich ein passendes Dividendendepot aufzubauen ist im Grunde genommen recht einfach. Wichtig ist dabei, zumindest im Kern auf zuverlässige Zahler zu setzen und über Branchen und Regionen hinweg zu diversifizieren. So verringert man Klumpenrisiken und profitiert im Idealfall von verschiedenen Chancen.
Ich persönlich bin mit meinem Ansatz, konsequente Qualität mit Chancen zu mischen, zufrieden. So baue ich mir eine verlässliche Einkommensquelle für die Zukunft auf. Ob dieser Ansatz dir zusagt, musst du selbst entscheiden. Ich möchte dir jedoch ans Herz legen, dich mit dem Thema zu beschäftigen. Denn wer heute damit anfängt, kann in 20 bis 30 Jahren sogar von einem echten passiven Einkommen leben.
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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Apple, Carnival, Coca-Cola, Microsoft und Procter & Gamble. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Apple, Johnson & Johnson und Microsoft.
