Monday.com-Aktie: Der Kurssturz bietet eine massive Chance

Die Gründer und CEOs von Monday.com, Roy Mann und Eran Zinman
Foto: monday.com

Die Aktie von Monday.com (WKN: A3CR1P) ist meiner Meinung nach eine der größten Chancen im Software-Bereich, die aktuell an der Börse zu finden ist. Klammert man die Kursübertreibung kurz nach dem IPO 2021 aus, kletterte die Monday.com-Aktie – mit zwischenzeitlichen Rückgängen – seit 2022 kontinuierlich nach oben. Nach der kürzlichen Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal 2025 fielen die Anteilsscheine des israelischen Unternehmens wie eine heiße Kartoffel und erreichten ein neues 52-Wochen-Tief.

Für smarte Investoren bietet sich durch diesen Kurssturz aus meiner Sicht eine massive Chance. Man kann sich aktuell verhältnismäßig günstig an einem Top-Unternehmen beteiligen, um langfristig von den Wertzuwächsen zu profitieren. Sehen wir uns nachfolgend gemeinsam an, warum ich dieser Überzeugung bin.

Was macht Monday.com eigentlich?

Bevor wir uns genauer mit den Stärken des Unternehmens auseinandersetzen und darauf eingehen, wieso die Aktie von Monday.com gerade jetzt eine lohnende Investition sein könnte, möchte ich kurz auf das Geschäftsmodell eingehen. Monday betreibt eine cloudbasierte Softwareplattform, die Tools für Workflow-Management zur Verfügung stellt. Projektteams oder ganze Abteilungen umgehen damit unübersichtliche Excel-Listen, lange Chartverläufe und uferlose Outlook-Korrespondenzen.

Alle Informationen finden sich auf einem sogenannten „Board“, das jedem Teammitglied den vollen Überblick über das laufende Projekt verschafft. Aufgaben erledigen, Kommentare schreiben, Prozesse visualisieren, – alles kann an einem Ort und von überall aus gemacht werden.

Ein Management mit Köpfchen

Auf dem Titelbild zu diesem Artikel siehst du Roy Mann und Eran Zinman, beide Mitgründer und Co-CEOs von Monday.com. Die beiden Unternehmer bilden den Kopf eines smarten Managements, wie ich finde. Um den vorherigen Punkt aufzugreifen und im Kontext des Geschäftsmodells zu bleiben: Wie das Unternehmen Kunden gewinnt und im Laufe der Zeit mit diesen Geld verdient, ist sehr clever.

Unabhängig davon, ob man selbstständig oder angestellt ist, ist man früher oder später mit manchen Arbeitsprozessen unzufrieden. Schlechte Software, intransparente Kommunikation und mehr können Gründe dafür sein, etwas verändern zu wollen. In der Regel bemüht man dann eine Google-Suche, um eine passende Alternative zu finden. Und siehe da, man wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein (organisches) Ergebnis von Monday.com treffen.

Also sieht man sich das Angebot des Unternehmens an und stellt fest, dass es vielversprechend klingt. Anschließend bemerkt man, dass man sogar kostenlos mit einem kleinen Paket starten kann. Dieser Ansatz senkt die Einstiegshürde enorm, da man die Produkte von Monday eine bestimmte Zeit ohne Risiko testen kann. Im Laufe der Zeit überzeugt man sich von dem Angebot, bleibt an Bord und beginnt für den erworbenen Funktionsumfang zu bezahlen.

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Und jetzt wird es richtig spannend. Denn der „land and expand“-Ansatz von Monday.com fängt ab diesem Zeitpunkt an, langsam seine Wirkung zu entfalten. Je mehr man sich mit dem Produktangebot auseinandersetzt, desto mehr wird man feststellen, dass viele weitere Funktionen den Leistungsumfang ideal ergänzen können. Man beginnt zunehmend damit, Prozesse aus vorherigen Umgebungen umzuziehen. Das Engagement mit der Monday-Plattform steigt, ebenso wie der Umsatz, den das Unternehmen mit diesem Kunden macht.

Monday.com wächst und ist profitabel

Genau dieses smarte Geschäftsmodell ist auch der Grund für das anhaltend hohe Wachstum bei Monday.com. Seit 2021 konnte das Software-Unternehmen seinen Umsatz im Schnitt pro Jahr um 46,66 % steigern. Der Freemium-Ansatz sorgt für einen großen Kundenzuwachs, auch wenn viele dieser Kunden zunächst kaum einen Einfluss auf den Umsatz haben. Doch über die Jahre hinweg expandieren diese Kunden ihr Engagement mit der Plattform und sorgen für zusätzliche Einnahmen. Gleichzeitig bringt Monday.com fortlaufend neue, sinnvolle Produkte auf den Markt, um die eigene Zielgruppe zu erweitern und Großkunden mehr Cross- bzw. Upselling-Möglichkeiten zu bieten.

Einige Punkte sprechen dafür, dass Monday extrem effizient wächst. Zunächst einmal erfüllt das Unternehmen den Rule-of-40 und schneidet hier mit einem Wert von über 50 ab. Außerdem ist das Umsatzwachstum höher als das Wachstum der operativen Ausgaben. Während das Umsatzwachstum im ersten halben Jahr 2025 bei 28,31 % lag, erhöhten sich die operativen Kosten „nur“ um 27,87 %. Das ist kein riesiger Unterscheid, aber es ist ein wichtiger Punkt für ein SaaS-Unternehmen und ist ein Indiz für einen wachsenden operativen Hebel.

Auch wenn das operative Ergebnis um Haaresbreite noch negativ ist, erwirtschaftet Monday.com Nettogewinne. Das ist auf die starke Bilanz zurückzuführen, die netto-schuldenfrei ist und durch den hohen Anteil an liquiden Mitteln ordentliche Zinsen abwirft, welche wiederum für ein solides Finanzeinkommen sorgen. Darüber hinaus erwirtschaftet das Unternehmen bereits Bareinnahmen: Der freie Cashflow lag im H1 2025 bei 110 Mio. US-Dollar.

„The sky is the limit“

Wie jede andere Aktie auch ist auch Monday.com nicht frei von Risiken. Allerdings sehe ich bei dem Unternehmen kein intrinsisches Risiko, sondern eher eins, was die Konkurrenzsituation angeht. Themen wie Workflow- und Projektmanagement werden von vielen (großen) Unternehmen bespielt. Wenn Monday.com den Drive oder an Innovation verliert, könnte das zu einem Problem werden.

Im Augenblick gehe ich jedoch nicht davon aus. Wie beschrieben, halte ich das Management für äußerst kompetent. Zudem stimmen die Produkt-Releases, das Wachstum und die nachhaltige Profitabilität ist auch in Sichtweite. Den jüngsten Kurssturz der Aktie, der aus meiner Sicht eine hervorragende Kaufchance für Monday.com eröffnet, ist auf die vorsichtige Prognose des Managements zurückzuführen.

Das Umsatzwachstum soll im laufenden Jahr auf 24 bis 25 % abflachen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Wachstum in den letzten Jahren mit zunehmender Größe abgenommen hat. Ich glaube allerdings, dass Monday.com mittel- und langfristig noch viele Jahr in einer Größenordnung zwischen 15 und 25 % wachsen kann. Angesichts einer Marktkapitalisierung von „nur“ ca. 10 Mrd. US-Dollar, was für eine Software-Firma am Nasdaq eher wenig ist, sehe ich noch viel Luft nach oben. Vor allem, sobald Monday.com seinen operativen Hebel endgültig umgelegt hat und beginnt, viel Geld zu verdienen.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Monday.com. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Monday.com.



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