Das Geheimnis hinter der Coca-Cola-Aktie

Psst, Ruhe: Eine Frau hält den Zeigefinger vor den Mund und gebietet Schweigen
Foto: Andrea Piacquadio via Pixabay

Coca-Cola (WKN: 850663) zählt zu den bekanntesten Marken der Welt. Das Unternehmen ist weltweit tätig und fast jeder liebt die braune Brause, die unter dem gleichen Namen vertrieben wird. Auch die Aktie von Coca-Cola konnte historisch betrachtet eine außerordentlich gute Performance hinlegen. In den vergangenen 40 Jahren lieferte das Wertpapier eine Rendite von rund 10 % per annum – exklusive Dividende.

Grund genug, um einmal hinter die Fassade des Giganten zu blicken. Denn das Unternehmen, das häufig von Investoren als „langweilig“ abgetan wird, hat mehr zu bieten, als man im ersten Augenblick denkt. Vor allem, weil es ein Geheimnis hinter der Coca-Cola-Aktie gibt, das kaum jemand kennt.

Das Geheimnis hinter dem Geschäftsmodell von Coca-Cola

Nein, das Geheimnis hinter der Coca-Cola-Aktie betrifft nicht die Rezeptur der braunen Brause. Dieses Mysterium konnte und werde ich auch nicht lösen. Vielmehr geht es um den Wandel, den das Geschäftsmodell von Coca-Cola in den letzten Jahren vollzogen hat. Über diese Entwicklung wurde kaum berichtet. Und das ist aus meiner Sicht auch der Grund, weshalb nach wie vor viele Investoren davon ausgehen, dass die Coca-Cola-Aktie langweilig ist und über kein Aufwärtspotenzial besitzt.

In erster Linie geht man bei Coca-Cola davon aus, dass das Unternehmen enorme Produktions-, Logistik- und Gehaltskosten zu stemmen hat. Mit anderen Worten: Man hat ein kapitalintensives Geschäftsmodell vor Augen. Und das ist in Zeiten von hochmargigen SaaS-Unternehmen im Vergleich überhaupt nicht sexy. Zum Glück ist dem aber nicht so! In Wahrheit hat sich Coca-Cola in den letzten Jahren vom Großteil der eigenen Produktionsstätten getrennt. Nur noch in wenigen afrikanischen und asiatischen Ländern produziert und vertreibt das Unternehmen noch selbst.

Die von Coca-Cola betriebenen Abfüllanlagen standen im Geschäftsjahr 2024 für lediglich 13 % des Nettoumsatzes. Im Geschäftsjahr 2015 lag dieser Wert noch bei 52 %. Der Trend ist weiterhin rückläufig: Im Q2 2025 entfielen nur 11,26 % des Gesamtumsatzes auf dieses Segment. Mit einem Anteil von 1,37 % am operativen Gewinn bringen diese Beteiligungen unterm Strich auch nicht viel ein.

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Coca-Cola ist inzwischen ein Lizenzgeber. Damit hat sich das Unternehmen von den hohen Kapitalkosten befreit und ist in der Lage, seine Margen und somit auch seine Gewinne zu steigern. Externe Lizenznehmer dürfen die Marke nutzen und beziehen den Sirup fertig, wodurch die Rezeptur auch weiterhin geheim bleibt. Anschließend mischen sie die Konzentrate mit Wasser und Kohlensäure, füllen die Getränke ab und beliefern die Abnehmer.

Um eine gewisse Preissetzungsmacht zu behalten, hält Coca-Cola aus strategischen Gründen Anteile an großen Abfüllern wie Coca-Cola Europacific Partners (19 %), Coca-Cola FEMSA (28 %), Coca-Cola HBC AG (22 %), usw.

Coca-Cola ist eine Cashcow

Wie effektiv dieser Wandel im Geschäftsmodell ist, sieht man bei Betrachtung des freien Cashflows. Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 erwirtschaftete Coca-Cola einen freien Cashflow in Höhe von 7,98 Mrd. US-Dollar. 2024 schloss das Unternehmen mit 10,98 Mrd. US-Dollar beim freien Cashflow ab. Diese Entwicklung entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 8,31 %. In den letzten 12 Monaten stieg der Betrag bereits auf 11,76 Mrd. US-Dollar an und weist weiterhin eine steigende Tendenz auf.

Ein großer Teil dieser Barmittel fließt in die Auszahlung von Dividenden an die Aktionäre. Im Geschäftsjahr 2024 summierten sich hier insgesamt 8,4 Mrd. US-Dollar. Die aktuelle Dividendenrendite der Coca-Cola-Aktie beläuft sich auf 3,07 % (Stand: 22.09.2025). Weitere 10,83 Mrd. US-Dollar standen zum selben Stichtag als liquide Mittel zur Verfügung. Die Cash-Reserve von Coca-Cola mehrt sich fortlaufend. Für künftige Übernahmen, Produktentwicklungen und verstärkte Aktienrückkäufe (2024 floßen „nur“ 1,8 Mrd. US-Dollar in buy backs) ist das sehr interessant.

Die Coca-Cola-Aktie ist ein hervorragendes Basisinvestment

Die Neuausrichtung als Lizenzgeber bietet zwei wesentliche Vorteile. Das Kapitalrisiko ist bedeutend geringer, während das Margenpotenzial deutlich besser als zuvor ist. Durch die hohe Cash-Generierung verfügt das Management über viel Spielraum, um die Dividende zu erhöhen oder mehr Geld in Aktienrückkäufe fließen zu lassen. So oder so werden bei Coca-Cola Mehrwerte für Aktionäre geschaffen.

Mit der Coca-Cola-Aktie holt man sich keine Kursrakete ins Depot. Allerdings setzt man auf ein Unternehmen, das bisher jedes wirtschaftliche Umfeld gut bewältigt hat. Eine marktähnliche Kursperformance (ca. 8 % p.a.) traue ich dem Unternehmen langfristig weiterhin zu. Obendrauf gibt es ca. 3 % Dividendenrendite, was ebenfalls für ein solides Basisinvestment spricht. Diese Kombination schmeckt, und zwar fast so gut wie eine eisgekühlte Coke.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Coca-Cola. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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