-77 % in 1 Jahr: Das muss passieren, damit die Sprout Social-Aktie wieder steigt

Sprout Social (WKN: A2PWF7) bietet eine umfassende und preisgekrönte Plattform, mit der Marken ihre Präsenz in sozialen Netzwerken effizient managen und analysieren können. Während alle Welt von AI-first spricht, geht es bei Sprout um social-first. Diese Vision schlägt sich für den Moment allerdings noch nicht positiv im Kurs der Sprout Social-Aktie nieder – ganz im Gegenteil. Schauen wir mal auf die Gründe und die Chancen auf einen Turnaround.
Sprout Social-Aktie: Das sagen die Zahlen
Angesichts der stetigen Abwärtstendenz der Sprout Social-Aktie seit dem Pandemiehoch würde man kaum auf die Idee kommen, das der Umsatz von Sprout Social sich seither um etwa den Faktor 2,5 auf jetzt 453 Mio. US-Dollar gesteigert hat. Und mit dem Blick nach vorn ist ein Ende nicht abzusehen: Ab dem Q4 des laufenden Geschäftsjahres soll die Summe aus normalisierter Betriebsmarge und Wachstumsrate mindestens 30 % ergeben, was eine Erwartung von zunächst über 15 % Umsatzsteigerung impliziert. CEO Ryan Barretto spricht von starken Q4-Ergebnissen und einer Steigerung des Auftragsbestands (RPO = Remaining Performance Obligations) um 15 %, welche die Erwartung eines weiteren zweistelligen Wachstums unterfüttert.
Dazu trägt auch bei, dass die Zahl der Großkunden mit +18 % besonders schnell steigt. Sprout Social nennt dabei auch bekannte Namen wie GE Aerospace, Archer-Daniels-Midland, und Caesars Entertainment. Und während die Kundenbindungsraten – insbesondere bei kleineren Kunden – im Gesamtjahr 2025 bedenklich schwächelten, ist absehbar, dass sich der Wert mit zunehmendem Gewicht der Großkunden verbessern wird. Bereits jetzt tragen sie über 59 % zum ARR bei.
Außerdem wird Sprout Social ein neues Einstiegsprodukt einführen, das preislich für KMU-Kunden attraktiv und gleichzeitig so hoch automatisiert ist, dass das Setup kaum Kosten verursacht. Der Plan ist, über die Zeit diese Kunden dazu zu bringen, weitere Leistungen zu buchen, was bei vielen größeren Kunden bereits ausgezeichnet funktioniert – Land & Expand.
Ist die Sprout Social-Aktie von KI bedroht?
Kämpferisch adressierte Ryan Barretto die Befürchtungen vieler Marktbeobachter, dass agentische KI das Geschäftsmodell bedrohen könnte. Wie nachhaltig ist der Burggraben von Sprout, wenn KI immer besser eigenständig ausführbaren Code schreiben und autonom agieren kann?
Ihm zufolge ist der schwierige Teil allerdings nicht, funktionsfähige Programme zu schaffen, sondern in realen Business-Umgebungen verlässlich zu arbeiten und sicheren Datenzugriff zu erhalten. Dafür besitzt Sprout Social ausgefeilte Netzwerkpartnerschaften, die auf Vertrauen und komplexen vertraglichen Regelungen basieren. Soziale Netze schützen heutzutage ihre Inhalte stärker gegenüber Bots, die für eigene Zwecke Daten abgreifen möchten, während mit Sprout Social ein symbiotisches Verhältnis besteht.
Und selbst wenn ein KI-gecodete Lösung Zugriff erhalten würde: Sprout Social hat über die vergangenen 15 Jahre eine hochintegrierte Plattform mit aufeinander abgestimmter komplexer Funktionalität geschaffen, was nicht einfach nachzubauen ist. Stattdessen sind mehrere KI-Konzerne Kunde bei Sprout Social, weil die Software auch ihnen hilft, ihre eigene Social-Media-Präsenz zu managen.
Am oberen Ende der SaaS-Pyramide
Es geht bei Sprout Social eben nicht nur darum, Daten und Workflows zu managen, sondern auch um viel tiefes Ingenieurs-Know-how. Man sieht sich daher eher am oberen Ende der SaaS-Pyramide, also dort, wo es für Agentic AI am schwierigsten ist, bestehende Anbieter zu verdrängen. Einen umfassenderen Einblick in die Technologie können wir am 11. März erhalten. Der Technikvorstand bereitet ein Webinar vor.
Ryan Barretto verweist zudem darauf, dass die eigene Softwareentwicklung mittlerweile massiv von KI-Tools profitiert. Dadurch können neue und bessere Features noch schneller ausgerollt werden. Aber auch insgesamt steigt deshalb die Effizienz im Unternehmen. Das lässt sich auch an den Q4-Zahlen ablesen, wenn auch eher geringfügig: Der Umsatz stieg doppelt so schnell wie die operativen Kosten. Entsprechend reduzierte sich der Betriebsverlust von 14 auf 11 Mio. US-Dollar.
So schauen die Finanzen bei Sprout Social aus
Da kaum Steuern anfallen und das Zinsergebnis fast neutral ist, springt unter dem Strich ein Nettoverlust in fast gleicher Höhe heraus. Und was die Liquidität angeht, steht das Unternehmen ausgezeichnet da. Seine kurzfristig verfügbaren Finanzmittel von 95 Mio. US-Dollar übertreffen die gezogene Kreditlinie von 40 Mio. US-Dollar deutlich. Zudem fällt der operative Cashflow dank aktienbasierter Vergütungen im Umfang von 20 Mio. US-Dollar (Q4) positiv aus (11 Mio. US-Dollar im Q4, 43 Mio. US-Dollar 2025).
Sprout Social verfolgt klare Strategien, um sowohl das Kleinkunden- als auch das Großkundengeschäft profitabler aufzustellen und intern die Effizienz zu steigern. In Verbindung mit dem zweistelligen Wachstum sollte es im Verlauf der kommenden zwei Jahre gelingen, die operativen Margen in den positiven Bereich zu hieven.
Unser Fazit zur Sprout Social-Aktie
Im laufenden Jahr soll der Umsatz auf etwa 492,7 Mio. US-Dollar steigen, bei einem normalisierten Gewinn je Sprout Social-Aktie von 0,88 bis 0,97 US-Dollar (2025: 0,82 US-Dollar). Das wird noch nicht genügen, um echte Gewinne auszuweisen.
Aber die Richtung stimmt, auch wenn die Börse – wie zuletzt immer – erneut negativ reagiert. Wir haben es hier mit einer einzigartig positionierten Plattform zu tun. Währenddessen wird die Sprout Social-Aktie mit einem KUV von unter 1 bewertet.
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