72 % unter Allzeithoch: Solltest du jetzt die The Trade Desk-Aktie kaufen?

Die The Trade Desk-Aktie (WKN: A2ARCV) adressiert den gigantischen Markt programmatischer Werbung. Wir sehen eine gute Chance auf einen Vervielfacher. Wobei der Kurs zuletzt gezeigt hat, dass insbesondere hohe Bewertungen ein zweischneidiges Schwert sein können. Jetzt geht es an die Mission Turnaround.
The Trade Desks Konter heißt Wachstum
The Trade Desk macht dabei einfach, was man am besten kann: Profitabel weiter wachsen. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 18 % auf 739 Mio. US-Dollar. Das Nettoergebnis verzeichnete hingegen ein Wachstum von 16 % auf 116 Mio. US-Dollar. Soweit, so solide. Die Ergebnisse reichten zunächst auch aus, damit sich die The Trade Desk-Aktie wieder etwas stabilisiert hat.
Auf Non-GAAP-Basis wäre The Trade Desk mit einem Nettoergebnis von 221 Mio. US-Dollar bereits deutlich profitabler. Hier sehen wir (leider), dass die aktienbasierte Vergütung noch immer recht hoch ist. Dafür hat The Trade Desk bereinigt um Aktienrückkäufe einen freien Cashflow von über 200 Mio. US-Dollar erwirtschaftet. Wir sehen daher, dass das profitable Wachstum eigentlich an Fahrt aufnimmt. Und, übrigens: Für Aktienrückkäufe hat das Management erneut 500 Mio. US-Dollar reserviert. Dafür können ca. 4 % der ausstehenden The Trade Desk-Aktien gekauft und eingezogen werden, was den Verwässerungseffekt der aktienbasierten Vergütung zumindest wieder etwas reduziert.
Die operativen News weisen in die richtige Richtung
Wichtig ist zudem, dass The Trade Desk seine Kunden im eigenen Ökosystem halten kann. Auch das sehen wir weiterhin bestätigt. Denn der Werbespezialist hat mittlerweile seit 11 Jahren eine Retention Rate von über 95 %. Das bedeutet, dass lediglich einer von 20 Kunden im Durchschnitt das Ökosystem wieder verlässt. Die Gründe hierfür können vielfältig sein und beispielsweise auch in einem zu hohen Preis für die Werbelösungen liegen. Das Tool ist daher weiterhin sehr gefragt und erfolgreich.
Kommen wir nun dazu, was The Trade Desk außerhalb der nackten Zahlen an Wachstum zu bieten hat. Im Segment Connected TV konnte der Werbespezialist eine Partnerschaft mit DAZN eintüten. Das heißt: Wenn wir jetzt über die App Fußball schauen, sind die Werbeanzeigen von der programmatischen Werbung optimiert. Ansonsten gab es noch Deals mit Ventura TV OS und OSN in den Regionen Mittlerer Osten und Nordafrika. Auch das zeigt, dass die internationale Reichweite konsequent zunimmt.
Das Management möchte insbesondere mit Künstlicher Intelligenz vermehrt in den Bereich der Datenanalyse einsteigen. Wir wittern weitere Upsell-Möglichkeiten für die Werbetools. Zudem sehe man, dass man konsequent weitere Marktanteile auf sich vereine. Auch das ist wichtig, um sie gegen die teilweise namhafte Konkurrenz zu behaupten.
Unser Fazit zur The Trade Desk-Aktie
Mit dem profitablen Wachstum sollte The Trade Desk mittel- bis langfristig wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Geben wir dem Unternehmen Zeit. Denn es geht um einen Megatrend, von dem wir mit einem Mega-Zeithorizont mit Mega-Renditen profitieren können. Die Bewertung der The Trade Desk-Aktie ist mit 21 Mrd. US-Dollar nun jedenfalls wesentlich günstiger als vor Jahresfrist.
The Trade Desk bietet Dienstleistungen rund um Programmatic Advertising an. Das bedeutet, dass Werbeanzeigen in Sekundenbruchteilen während des Ladens einer Website personalisiert werden. Die Passgenauigkeit und die Conversions der eingesetzten Werbemittel steigen dadurch. Werbetreibende erhalten höhere Conversions und die Adressaten ein Angebot, das sie auch wirklich interessiert.
Laut Statista soll der Markt „Programmatic Advertising“ bis zum Jahre 2027 auf mehr als 700 Mrd. US-Dollar anwachsen. Die Marktkapitalisierung der The Trade Desk-Aktie von 26,5 Mrd. US-Dollar erscheint dafür vergleichsweise preiswert. Mit dem UID 2.0 könnte The Trade Desk langfristig außerdem die Cookies obsolet werden lassen. Insofern ist die Marktchance heute bedeutend größer als die Bewertung.
Auf der anderen Seite konkurriert The Trade Desk mit Branchengrößen wie Apple und Alphabet, die den Markt zunehmend zu ihren Gunsten fragmentieren wollen. Dennoch ist das Verfahren von The Trade Desk fortschrittlich und die hohen Retention Rates der Werbekunden zeigen, dass viele Werbetreibende dem Ökosystem treu bleiben.
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