Wie viele Aktien von PepsiCo brauchst du für 1.000 Euro Dividende?

Du möchtest von der PepsiCo-Aktie (WKN: 851995) 1.000 Euro Dividende bekommen? Das kann ich verstehen. Der US-amerikanische Getränke- und Snackkonzern gilt als Dividendenkönig. Das bedeutet, dass das Management seit mehr als 50 Jahren die Dividende je Aktie einmal pro Jahr angehoben hat.
So eine Historie gelingt nur den beständigsten und zuverlässigsten Konzernen. Gleichzeitig bedeutet die aktuelle Dividendenrendite in Höhe von 4,3 % aber auch, dass hier etwas im Argen liegt.
Lass uns heute daher ein wenig herumrechnen. Wie viel für 1.000 Euro Dividende pro Jahr, pro Vierteljahr und, wenn du möchtest, auch pro Monat als Einsatz nötig ist. Wir überlegen außerdem, ob einer der Beträge das Chance-Risiko-Verhältnis wert ist.
PepsiCo: Für 1.000 Euro Dividende sind so viele Aktien nötig!
Starten wir mit den Berechnungen. PepsiCo zahlt aktuell 1,48 US-Dollar je Aktie und Quartal an die Investoren aus. Auf das Jahr umgerechnet entspricht das einem Wert von 5,92 US-Dollar oder 5,23 Euro. Die Quartalsdividende läge bei den aktuellen Wechselkursen von Euro und US-Dollar bei 1,31 Euro. Damit können wir rechnen.
Für 1.000 Euro Dividende pro Jahr wären 191,2, also aufgerundet 192 Aktien nötig. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 119,80 Euro läge das benötigte Vermögen entsprechend bei 23.001,60 Euro. Wer eine größere Position wagen möchte, für den wäre das womöglich leistbar. Anders sieht es für den aus, der 1.000 Euro Dividende pro Vierteljahr haben will. Ausgehend von 1,31 Euro pro Quartal sind 764 Aktien nötig. Wer ein Vermögen von 91.527 Euro sein Eigen nennt und es in die PepsiCo-Aktie investieren wollte, der dürfte sich über 1.000 Euro Dividende pro Quartal freuen.
1.000 Euro Dividende pro Monat gibt es hingegen für Investoren, die 2.290 Aktien von PepsiCo erwerben möchten. Mit einem benötigten Einsatz von 274.351 Euro dürfte das jedoch die Möglichkeiten vieler Investoren überschreiten. Bei all den Überlegungen sollten wir stets im Hinterkopf behalten: Selbst ein Dividendenkönig muss in ein diversifiziertes Portfolio passen. Da wird es bei allem, was über 1.000 Euro Dividende pro Jahr angeht, bei den meisten Anlegern eher schwierig. Die obigen Werte sind übrigens noch brutto und vor einer möglichen Steuer, nur der Vollständigkeit halber.
Sollte man eine größere Position wagen?
Die vielleicht spannendere Frage lautet nun, ob die PepsiCo-Aktie eine größere Position in einem Einkommensdepot wert ist. Die Dividendenrendite von 4,3 % ist für den Lebensmittelkonzern mit seiner langjährigen Historie jedenfalls sehr preiswert. Der Durchschnitt der letzten 10 Jahre liegt bei etwa 3,0 %. Das würde bedeuten, dass die Aktie um rund 40 % unterbewertet erscheint. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt mit einem Wert von bereinigt 18 auf einem Bewertungsmaß, das wir tendenziell eher selten gesehen haben.
Auf der Risikoseite sehen wir hingegen ein Ausschüttungsverhältnis, das über der Marke von 70 % liegt, sowie einen Konzern, der mit 48 Mrd. US-Dollar an reinen Finanzverbindlichkeiten ebenfalls höher verschuldet ist. PepsiCo hält zwar 39 Mrd. US-Dollar an Cash und kurzfristigen Investitionen. Bei einem freien Mittelzufluss von 9,3 Mrd. US-Dollar pro Jahr und etwa 7 Mrd. US-Dollar an Kapitalrückführungen würden die übrigen freien Mittel rund 17 Jahre benötigen, um alle Schulden zu tilgen. Die Verschuldung ist kein Problem, solange die Zinsen nicht in die Höhe schießen. In Anbetracht der hohen und starren Dividende wird das Management aber kaum einen Schuldenabbau priorisieren können.
Zu guter Letzt besteht das Risiko, dass Abnehmprodukte von Novo Nordisk oder auch Eli Lilly den Appetit auf zuckrige Getränke und fettige Snacks verderben. Sinkt das Wachstum, wäre selbst ein KGV von 18 noch nicht günstig. PepsiCo hat gerade im zweiten Quartal gezeigt, dass der Umsatz um 6,4 % wachsen konnte. Das Core-Ergebnis je Aktie soll im Jahr 2026 hingegen um 4 bis 6 % im Jahresvergleich wachsen, was die Sorgen ein wenig wegwischt. Die Bedrohung ist trotzdem nicht gebannt. Für die niedrige Bewertung und die hohe Dividende erhalten wir daher durchaus ein paar Risiken.
PepsiCo-Aktie: Sollte man sich 1.000 Euro Dividende gönnen?!
Um daher zu einem Fazit zu kommen: 1.000 Euro Dividende sind so einfach wie selten bei der PepsiCo-Aktie. Das geht aber mit dem Risiko einher, dass es einige Faktoren gibt, die zu Problemen führen könnten. Besonders das sich teilweise verlangsamende Wachstum war in den letzten Jahren ein Problem. Die Bilanz ist nicht perfekt, das Ausschüttungsverhältnis ist moderat, lässt aber wenig Spielraum, um Schulden abzubezahlen.
Daher würde ich tendenziell eher sagen, dass 1.000 Euro Dividende auf einen Schlag nicht sehr erstrebenswert erscheinen. Vielleicht die Hälfte in einem größeren, diversifizierten Depot. Doch vergiss eines nicht: Wenn sich das Volumen normalisiert, PepsiCo zurück in seine Wachstumsspur findet und auch die Dividende je Aktie bei dem Dividendenkönig weiter wächst, so dürftest du mit der Zeit ohnehin ein höheres passives Einkommen erzielen.
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Vincent besitzt Aktien von Novo Nordisk und PepsiCo. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Novo Nordisk und PepsiCo.