Zalando-Aktie: 2 Erkenntnisse aus den neuen Quartalszahlen

Mit Zalando (WKN: ZAL111) setzen wir auf den Marktführer im deutschen und europäischen E-Commerce im Segment Fashion. Speziell durch die Übernahme von About You stärkt Zalando seine Reichweite und seinen Marktanteil. Wir warten noch ein wenig auf ein anständiges profitables Wachstum. About You könnte durch Synergien ein Hebel sein. Und, apropos About You: Die Zahlen des ehemaligen Konkurrenten sind nun erstmalig im Zahlenwerk abgebildet. Hilft die abgeschlossene Übernahme der Zalando-Aktie vielleicht bald wieder vom Fleck?
Zalando-Aktie: So sieht es fundamental aus
So konnte Zalando den Umsatz um 26,5 % auf 3,02 Mrd. Euro steigern. Das verkaufte Warenvolumen (Gross Merchandise Volume) stieg um 21,6 % auf 4,21 Mrd. Euro. Ein gutes Wachstum. Der Sondereffekt zahlt sich daher aus. Wobei Zalando und About You auch isoliert betrachtet um 7,5 % und 6,7 % im Jahresvergleich gewachsen wären.
Auch die Anzahl der aktiven Kunden macht mit der Übernahme einen Sprung von 21,9 % auf 61,4 Mio. Mit 68,5 Mio. Bestellungen verzeichnet Zalando hingegen ein Plus von 18,4 % im Jahresvergleich. Wir können daher als vorläufiges Fazit festhalten: About You führt zu einem reinen Mengenwachstum von ca. 20 %.
Die Gewinne steigen allerdings noch nicht
Unterm Strich macht sich die Übernahme von About You allerdings noch nicht bei den Ergebnissen bemerkbar. Zalando kam auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 49,1 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 69,5 Mio. Euro entspricht das einem Rückgang von fast 30 %. Wobei wir hier nicht außer Acht lassen dürfen, dass die Übernahme- und Restrukturierungskosten zunächst ins Gewicht fallen. In den kommenden Quartalen wollen wir aber konsequent sehen, dass das Management von Zalando hier Synergien erzielt.
Mit einem Nettoergebnis von 12,5 Mio. Euro liegen wir gleichsam stark unter dem Vorjahreswert von 44,1 Mio. Euro. Im dritten Quartal sollte vielleicht die Profitabilität auch nicht zu sehr im Vordergrund stehen.
Das sind die neuen Wachstumsinitiativen
Für die Übernahme hat Zalando einen nicht unerheblichen Anteil seines Cashpolsters von 2,58 Mrd. Euro vor Jahresfrist verwendet. Jetzt liegt der Cashanteil noch bei 1,32 Mrd. Euro. Aber auch damit kann das Management noch bequem sein Wachstum finanzieren.
Apropos Wachstum: Neues Wachstum soll unter anderem im Sportbekleidungssegment herrühren. So hat Zalando eine Kooperation mit dem DFB geschlossen, um Fußballbekleidung zu verkaufen. Man gelte hier zukünftig als einer der Hauptpartner. Ansonsten liegt der Fokus scheinbar auch auf der B2B-Sparte mit Unternehmenskunden. Hiervon erwartet Zalando ebenfalls eine steigende Menge.
Um ehrlich zu sein: Die Aussichten für zukünftiges Wachstum wirken eher mager. Vielleicht stapelt das Management für den Moment bewusst etwas tiefer, um sich auch nach der großen Übernahme von About You stärker auf dessen Integration zu konzentrieren.
Die Prognose für die Zalando-Aktie
Wir denken: Insbesondere mit einer sich verbessernden Konsumentenstimmung kann die Zalando-Aktie noch jede Menge aufholen. Ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von ca. 0,5 erscheint uns zu günstig. Zumal Zalando jetzt noch mehr Marktanteile in Europa hat. Das gilt es jetzt clever auszuspielen.
Zalando profitiert als größter europäischer Online-Modehändler überproportional von den langfristig schon starken Rückenwinden und gewinnt neben den margenschwächeren Transaktionsumsätzen auch immer mehr Umsätze im margenstärkeren B2B-Segment.
Das B2B-Segment umfasst die Aktivitäten, bei denen Zalando die Kundentransaktion lediglich unterstützt, also das sogenannte Zalando Operating System mit Logistikleistungen und Softwarelösungen. Dagegen umfasst das B2C-Segment alle Aktivitäten, bei denen Zalando die Kundentransaktion verantwortet. Das sind der Fashion Store, Lounge by Zalando, Outlets und ZMS (Zalando Marketing Services).
Was ist das größte Risiko? Die Gewinnmargen sind heute nicht allzu üppig und Nachfrageschwankungen führen zu Liquiditätsrisiken im Working Capital Management. Hinzu kommen Konkurrenten aus China mit anderen Geschäftsmodellen, wie bspw. Shein oder Temu, die ein voll-integriertes Modell bis hin zur eigenen Produktion verfolgen, und so aktuell viel flexibler auf die Nachfrage reagieren können. Die Zalando-Aktie könnte leiden, wenn dieses Fast-Fashion-Segment weiter an Popularität gewinnt und Zalando den Trend verpasst.
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