Günstige Fintech-Kaufchance? Die Upstart-Aktie wird jetzt unter 4 Mrd. Dollar bewertet

Ein Prozent-Zeichen aus Wolken am blauen Himmel
Bild: Aktienwelt360, KI-generiert via Dall-E

Upstart (WKN: A2QJL7) ist ein US-Unternehmen, das mithilfe von Künstlicher Intelligenz Kredite vergibt. Statt sich wie klassische Banken nur auf die Kreditwürdigkeit und das Einkommen zu verlassen, nutzt Upstart KI-Modelle, um das Risiko einzelner Kreditnehmer besser einzuschätzen. Langfristig könnte das die Kreditvergabe revolutionieren und genau das macht die Upstart-Aktie für Anleger mit einem langen Atem interessant.

Nach den Zahlen für das dritte Quartal 2025 ist der Aktienkurs aber erneut gefallen. Das passt zum bisherigen Verlauf des Jahres, der von starken Schwankungen geprägt war. Nach deutlichen Kursanstiegen folgten immer wieder abrupte Rücksetzer. Inzwischen notiert die Upstart-Aktie wieder nahe am Jahrestief.

Langfristige Chancen, kurzfristige Probleme

Der Grund für die aktuelle Schwäche lässt sich im Geschäftsbericht finden. Upstart verfehlte seine eigene Umsatzprognose für das dritte Quartal von 280 Mio. US-Dollar knapp und senkte gleichzeitig die Jahresprognose leicht ab – von zuvor 1,05 auf nun 1,035 Mrd. US-Dollar. Positiv ist dagegen, dass der Nettogewinn höher ausfallen soll als zuletzt erwartet: Mit 50 Mio. US-Dollar liegt er rund 15 Mio. über der früheren Prognose.

CEO und Mitgründer Dave Girouard betonte zwar, dass die KI-Plattform genau so funktioniert, wie sie konzipiert wurde, und sich flexibel an die wirtschaftlichen Bedingungen anpasst. Dennoch reagierte der Markt skeptisch. Bei einem Wachstumsunternehmen wie Upstart ist das Vertrauen in Prognosen entscheidend. Wenn diese verfehlt werden, reagieren Anleger entsprechend zurückhaltend. Das liegt auch daran, dass Upstart in der Vergangenheit stark unter dem veränderten Zinsumfeld gelitten hat und zwischenzeitlich sogar Verluste schrieb.

Zudem kommen zwei Punkte hinzu, die Anleger aktuell verunsichern dürften: Zum einen verwässert das Unternehmen seine Aktionäre deutlich: Rund 20 % mehr Upstart-Aktien sind im Umlauf als im Vorjahr. Dadurch verteilt sich der Gewinn auf mehr Anteilsscheine. Zum anderen steigen die Schulden wieder, weil Upstart selbst Kredite in die Bilanz nimmt. Etwa 70 % davon fließen allerdings in Forschung und Entwicklung, was zumindest aus langfristiger Sicht kein Warnsignal ist.

Aktienwelt360 Aktienkompass

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Benchmark

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Immerhin: Fundamental läuft es für die Upstart-Aktie gut

Fundamental sehen die Zahlen dagegen stark aus: Das Transaktionsvolumen stieg um 128 % auf über 428.000 vergebene Kredite, was einem Kreditvolumen von 2,9 Mrd. US-Dollar entspricht – ein Plus von 80 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz legte um 71 % auf 277 Mio. US-Dollar zu. Auch bei den Gewinnen gab es deutliche Fortschritte: Das operative Ergebnis drehte von einem Verlust von 45,2 Mio. im Vorjahr auf einen Gewinn von 23,7 Mio. US-Dollar, und der Nettogewinn lag bei 31,8 Mio. US-Dollar nach einem Minus von 6,8 Mio. im Vorjahr.

Unterm Strich läuft es für Upstart also operativ deutlich besser, auch wenn der Kurs der Upstart-Aktie das im Moment nicht widerspiegelt. Wenn das Unternehmen weiter beweist, dass seine KI-Plattform zuverlässig arbeitet und nachhaltig wächst, könnte sich Geduld für langfristige Anleger auszahlen.

Vor allem, wenn sich das Management mittel- bis langfristig dazu entscheiden sollte, der Verwässerung entgegenzuwirken, zum Beispiel durch Aktienrückkäufe. In der aktuellen Wachstumsphase spielen solche Kapital rückführenden Maßnahmen allerdings keine Rolle. Und das ist auch gut so.

Upstart-Aktie: Der langfristige Blick

Es gibt zwei wesentliche Risiken für das Geschäftsmodell von Upstart. Zum einen besteht das Risiko, dass Upstart mit seinem Ansatz die herkömmlichen Bewertungsmethoden nicht verdrängt und aufgrund mangelnder Akzeptanz nicht mehr viele Marktanteile erobert. Das könnte vor allem der Fall sein, wenn Upstart nicht auch in einem steigenden Zinsumfeld einen Mehrwert bietet. Das zweite große Risiko besteht darin, dass Kredite nicht vermittelt, sondern temporär selbst vergeben und auf die eigene Bilanz geschrieben werden. Dadurch würde sich Upstart auch das Risiko auf die eigene Bilanz schreiben und das Geschäftsmodell wäre nicht mehr so attraktiv, schlank und risikofrei wie eigentlich angepriesen.

13+1 | RisikoReich

Wir glauben jedoch weiterhin an das langfristige Potenzial der Upstart-Aktie. Denn Upstart Holdings hat grundsätzlich das Potenzial, die Kreditbranche zu revolutionieren. Weltweit werden Kredite überwiegend noch nach veralteten Modellen vergeben. Der Ansatz von Upstart macht Kreditvergaben sowohl für Konsumenten als auch für Banken einfacher, sicherer und fairer. Es handelt sich hierbei um einen enormen Markt, bei dem Upstart zum einen den Pionierstatus hat und zum anderen über ein riesiges Wachstumspotenzial weltweit verfügt.

Wenn das Management seine Karten richtig ausspielt, sind langfristig wieder dreistellige Kurse möglich. Voraussetzung dafür wäre vor allem ein schnelles Gewinnwachstum – der Grundstein dafür ist mit dem Drehen in die Gewinnzone schon einmal gelegt. Die aktuelle fundamentale Lage gibt diese Bewertung der Upstart-Aktie jedoch noch nicht her.

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