Wie 1.200 US-Dollar im Jahre 1992 investiert zu 288.000 US-Dollar geworden sind

US-Dollar-Geldscheine fallen von oben herab
Foto: 3D Animation Production Company via Pixabay

Liebe Aktiensegler,

heute habe ich eine spannende Geschichte über 1.200 US-Dollar im Gepäck, die im Jahre 1992, also vor ca. 33 Jahren investiert worden sind. Der Investor war mit Anthony Scaramucci ein Investor und kurzzeitiger politischer Sprecher von Donald Trump. Er investierte damals für seinen Sohn in die Microsoft-Aktie.

Die Mitte der Geschichte: Er vergaß seine Investition bis zum Jahre 2025. Das war vermutlich das Beste, was ihm passieren konnte. Denn auch weil der einen Dividenden-Reinvestitionsplan installiert hatte, wirkte der Zinseszinseffekt über die gesamte Zeit. Das Portfolio, bestehend aus der Microsoft-Investition, hatte einen Wert von 288.000 US-Dollar erreicht. Ein wahnsinniger Vermögenswachstum!

Das wiederum führt uns zu einer ganz wichtigen Erkenntnis, die wir als Investoren gar nicht häufig genug hören können: Nichts zu tun führt in der Regel zu den besten Ergebnissen.

So wurden aus den 1.200 US-Dollar die 288.000 US-Dollar!

Wenn wir das Geheimnis des Erfolgs nämlich herunterbrechen, so war es die Zeit und der Zinseszinseffekt. Keine Frage: Microsoft ist ein hervorragendes Unternehmen. Ein Tech-Weltkonzern, der mit seinen Heimcomputern, der Software und inzwischen den Cloud-Lösungen wichtige Teile der Tech-Welt revolutioniert hat. Aber es war die (unbewusste) Entscheidung zu keinem Zeitpunkt eine Aktie zu verkaufen, die den enormen Zinseszinseffekt ermöglicht hat.

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Über die Jahre mag die Aktie gestiegen und gefallen sein. In der Dotcom-Blase verlor die Aktie in der Zwischenzeit sogar mal mehr als 80 % ihres Wertes. Aber sie kam zurück. Stärker. Höher. Das Vermögen wuchs mit. Durch das Vergessen haben weder Scaramucci noch sein Sohnemann etwas von dem Drama mitbekommen. Exakt das war vermutlich der Glücksfall. Denn so konnte die Aktie einfach performen mit all ihren Höhen und Tiefen.

Es ist kein Einzelfall. Immer wieder hört man von vergessenen Depots, die plötzlich hunderttausende von Euro oder US-Dollar wert sind. Von Kinder-Depots, die bis zum Erwachsenwerden ein gigantisches Vermögen erreichen. Von Portfolios verstorbener Familienmitglieder, die bei der Wiederentdeckung ein riesengroßes Erbe ermöglichen. Es sind alles Buy-and-Hold-Geschichten, die ein enormes Vermögen ausgemacht haben.

Wir können unser Depot nicht einfach vergessen

Natürlich können wir wie Scaramucci nicht einfach aktiv unser Portfolio vergessen. Denn das ist ein passiver Prozess. Aber auch diese 1.200 US-Dollar, die zu 288.000 US-Dollar geworden sind, bilden ein lehrreiches Beispiel. Sie zeigen uns, dass die besten Renditen mit der Zeit und Nichts-Tun kommen. Vom Buy-and-Hold. Mehr nicht. Deshalb müssen wir als Investoren bestmöglich versuchen, uns diesem Beispiel anzunähern.

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Es funktioniert aber eher über bewusste Entscheidungen, nicht zu viel zu handeln. Unseren Aktien den Freiraum zu lassen, wie auch immer sie performen mögen. Und das Vertrauen darauf, dass gute Unternehmen mit viel Zeit herausragende Renditen erzielen. Eben, weil der Zinseszinseffekt dann besonders stark wirkt.

Ich wünschte manchmal, dass ich meine Aktien einfach vergessen könnte. Aber das funktioniert bei mir allein berufsbedingt nicht. Aber ich arbeite jeden Tag daran, es zumindest zu versuchen. Das heißt: So passiv wie möglich meine Aktien zu betrachten und eben eigentlich über die ganze Zeit nichts zu tun.

Auf das Nichts-Tun und den Zinseszinseffekt

Vincent Uhr
Chefredakteur Aktienwelt360

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