Block-Aktie: Dieses KGV ist eindeutig zu günstig

Auf dem Bild sind mehrere Zahnräder die ineinandergreifen. Im Hintergrund ist ein Netzwerk zusehen.
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

Block (WKN: A143D6) ist ein innovativer Zahlungsdienstleister, der mit der Cash App den Markt der Privatkunden adressiert. Mit Square hat das Unternehmen hingegen einen Service entwickelt, der insbesondere für kleine Unternehmen bezahlbare Bezahltechnologie bereitstellt. Mit dem Megatrend der Digital Payments im Rücken sollte bei der Block-Aktie eigentlich nichts schief gehen können, oder?

Nun, der Markt sieht das zumindest im Moment anders, denn die Block-Aktie hat nach der Bekanntgabe der neuesten Zahlen um ca. 7 % nachgegeben. Das liegt aber nicht am Wachstum. Sondern eher daran, dass der Markt einfach mit mehr gerechnet hat. Denn der Umsatz lag mit 6,11 Mrd. US-Dollar unter den Schätzungen der Analysten von 6,31 Mrd. US-Dollar. Auch das Nettoergebnis je Aktie von 0,54 US-Dollar verfehlte die Erwartungen von 0,66 US-Dollar. Buhu. Mit einer gewissen Portion Polemik sage ich hier: Markt, heul leise.

Denn der langfristige Trend der Block-Aktie stimmt

Was wir nicht außer Acht lassen sollten, ist das gute Wachstum. So konnte Block das Nettoergebnis bereinigt zumindest um einen Cent steigern. Für die letzten zwölf Monate liegt das Nettoergebnis je Aktie bei 2,15 US-Dollar. Kaum zu glauben: Aber noch vor zwei Jahren schrieb Block eigentlich konsequent Verluste. Die erste positive Nachricht ist daher, dass unsere Zahlungsdienstleister-Empfehlung den eingeschlagenen und zugleich profitablen Wachstumskurs fortsetzt.

Das Management nennt den Gross Profit (Bruttoergebnis) als zentrale Kennzahl. Hier sehen wir, dass Block diese rohe Ergebniskennzahl um 18 % auf 2,66 Mrd. US-Dollar steigern konnte. Besonders stark fällt dabei das Wachstum bei der Cash App mit einem Plus von 24 % auf 1,62 Mrd. US-Dollar aus. Die Cash App wird ein immer größerer Teil der Wachstumsgeschichte. Inzwischen hat Block hier sogar einen größeren Geschäftsbereich aufgebaut. Noch vor ein paar Quartalen waren die Bruttoergebnisse dieser beiden Einheiten in etwa pari.

Aber auch Square, der Zahlungsdienstleister im B2B-Bereich, wächst. Hier stieg das Bruttoergebnis um 9 % auf 1,02 Mrd. US-Dollar. Es ist ein gutes Wachstum, das Block hier ein weiteres Mal zeigt. Denn es deutet noch immer in Richtung Profitabilität hin.

Block kann aber auch bei anderen Ergebnissen ein Wachstum erzielen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag bei 833 Mio. US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis hingegen bei 480 Mio. US-Dollar mit einer Marge von ca. 18 %. Die Marge wird dabei bereinigt um Bitcoin-Erlöse, die das Management von Block in den 6,11 Mrd. US-Dollar Quartalsumsatz aus regulatorischen Gründen ausweisen muss. Über die Cash App veräußert das Unternehmen nämlich auch Bitcoin.

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Hier soll das weitere Wachstum herkommen

Tauchen wir ein wenig tiefer in die Wachstumsinitiativen ein. Block setzt ebenfalls auf Künstliche Intelligenz, um sein Wachstum zu beschleunigen. Derzeit etabliere man insbesondere KI-Tools, um den Händlern Mehrwertservices zu bieten. Vor allem die Analyse der Kundendaten und Zahlungsströme steht im Vordergrund. Square will mehr, als bloß ein reiner technischer Zahlungsdienstleister sein. Wir glauben: Das stärkt die Loyalität und dürfte außerdem mehr Umsatz je Einheit bringen.

Bei der Cash App gibt es inzwischen 58 Mio. aktiver Nutzer. Dabei hat die Cash App allein im September eine Million neue Kunden gewonnen. Besonders das Angebot Teen Savings, wo das Guthaben mit 3,5 % verzinst wird, sei gut angekommen. Positiv: Block brandet die Cash App als Alternative für junge Nutzer, die in diesem Ökosystem aufwachsen. Irgendwann werden sie ihre Gehälter und andere Zahlungen über die App abwickeln. Jack Dorsey als CEO und Hauptaktionär denkt daher weiterhin langfristig.

Unser langfristiges Fazit zur Block-Aktie

Wir glauben: Der Markt agiert sehr kurzfristig-orientiert. Verfehlte Prognosen? Der falsche Ansatz. Vor allem die langfristig ausgelegte Strategie, das intakte Wachstum und zunehmende Profitabilität sind Zeichen der Stärke. Der Abverkauf der Block-Aktie ist aus unserer Sicht eher eine Chance. Vor allem für Investoren, die mindestens die kommenden drei bis fünf Jahre investieren wollen. Denn die Bewertung ist mit einem KGV von 25 wirklich günstig für ein innovatives Wachstumsunternehmen.

13+1 | RisikoReich

Der Bitcoin in der Bilanz ist eine besondere Sorge von uns: Block hat in das digitale Asset sehr direkt investiert. Schwankende Kryptowährungen können zu schwankenden Bilanzpositionen führen. Das macht die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung etwas undurchsichtiger.

Ein weiteres großes Risiko ist die Konkurrenz: Block muss sich stets vor Augen halten, dass man etwas Einzigartiges als Produkt kreieren muss. Der Fokus auf kleine und mittelständische Unternehmen wird nicht ewig währen. Auch die Cash App besitzt Konkurrenten. Das Ökosystem mag stark sein. Jedoch ist eine Ablösung durch großartige Innovationen von Mitbewerbern wie PayPal möglich.

Auf der Chancenseite besitzt Block die Möglichkeit, mithilfe von guten und fortschrittlichen Bezahllösungen den Markt neu zu ordnen. Dabei setzt das Management auf weite Teile der Wertschöpfungskette: Mit der Cash App adressiert das Management rund um CEO Jack Dorsey die Privatkunden. Wohingegen der Bezahldienstleister Square sehr einfache und kostengünstige Infrastruktur und Abwicklungsdienstleistungen für Unternehmen bereit hält. Der primäre Fokus liegt dabei auf einzelne Shops und damit den Jedermanns-Kunden. Das sorgte in der Vergangenheit für hohe Akzeptanz und sehr solide Wachstumsraten. Block investiert außerdem in Bitcoin-Projekte (da Jack Dorsey von dezentralen Währungen nicht abgeneigt ist). Das kann ebenfalls Wachstumspotenzial besitzen.

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