Pubmatic-Aktie: Der Markt feiert die Zahlen, aber warum eigentlich?

Bei Pubmatic (WKN: A2QJL6) setzen wir auf einen sehr kleinen und eigentlich dynamischen Anbieter von programmatischer Werbung. Also der Anzeigen, die die Interessen der Nutzer mit dem vorhandenen Werbeinventar abgleichen, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Da Pubmatic noch sehr klein ist, sehen wir wechselseitig Erfolg und Misserfolg. Sowohl beim Kurs der Pubmatic-Aktie, als auch beim Wachstum.
Was ist los bei der Pubmatic-Aktie?
Im dritten Quartal hat Pubmatic einerseits wieder einige Rückschläge hinnehmen müssen. Der Umsatz sank erneut von 71,8 Mio. US-Dollar auf 68 Mio. US-Dollar. Das ist selbstverständlich nicht der Anspruch, den wir sehen wollen. Erschwerend hinzu kommt, dass die Net Retention Rate von 112 % auf 98 % gefallen ist. Ein Wert von 100 % bedeutet, dass ein durchschnittlicher Kunde exakt den Umsatz aus dem Vorjahr erlöst. 98 % bedeuten, dass es 2 % im Querschnitt weniger geworden sind. Auch das ist kein guter Wert. Es ist ein deutlicher Rückschritt.
Ebenso negativ werten wir, dass Pubmatic mit einem Nettoverlust von 6,5 Mio. US-Dollar ein weiteres Mal in die roten Zahlen gerutscht ist. Wir sind hiermit ebenfalls nicht zufrieden. Denn eigentlich basiert ein größerer Teil unserer Investitionsthese darauf, dass Pubmatic in seiner doch sehr frühen Phase der Wachstumsgeschichte bereits profitabel ist.
Rein bilanziell kann das Unternehmen das verkraften. Denn es sind 136,5 Mio. US-Dollar an Cash bei keinen Schulden vorhanden. Aber wir wollen mehr sehen. Mehr Wachstum. Mehr qualitatives und profitables Wachstum. Mehr Umsatz pro Kunde im Durchschnitt.
Setzt Pubmatic die falschen Prioritäten?
Zwar nutzt Pubmatic die günstigen Bewertungen, um massiv eigene Aktien zurückzukaufen. So flossen bereits 180 Mio. US-Dollar in den Aktienrückkauf, womit 24 % aller ausstehenden Aktien gekauft worden sind. Aktienrückkäufe allein werden aber nicht das Geschäft stabilisieren.
Wir sehen auf der anderen Seite aber auch vielversprechende Akzente. Denn Pubmatic schafft es, im Markt des Connected TV (CTV) ein Umsatzwachstum von über 50 % zu erzielen. Wir sehen in diesem Segment eine große Chance. Wobei auch andere Akteure wie The Trade Desk in diesem Markt eine immer größere Rolle spielen.
Außerdem kann Pubmatic mithilfe von KI-Tools mehr Leistungen ermöglichen. So verweist das Management von Pubmatic darauf, dass unter Einbeziehung der AI-powered Platform die Zeit für das Einrichten von Werbekampagnen um 87 % reduziert werden konnte. Wenn es Schwierigkeiten gibt, können KI-Tools diese Probleme so lösen, dass eine Einsparung von 70 % im Durchschnitt möglich ist. Zeit ist bekanntlich Geld und mit diesen Zahlen könnte es gute Gründe geben, um auf die Lösungen von Pubmatic zu setzen.
Das Management von Pubmatic verweist auch darauf, dass man Connected TV und KI als Wachstumspotenziale sehe. Aber wir wollen vor allem eines sehen: dass es Wachstum gibt. Nicht nur in der Theorie. Sondern auch in der Praxis. Und idealerweise einmal länger als nur zwei bis drei Quartale. Ein beständiger Wachstumskurs fehlt dieser Empfehlung, um den Turnaround zu meistern.
Was das Unternehmen macht
Pubmatic liefert digitale und programmatische Werbelösungen für die Verlags- und Werbebranche. Es handelt sich um einen Markt, der nach Einschätzung von Statista in mittlerer dreistelliger Milliardenhöhe ist. Pubmatic kratzt an diesem Markt noch an der Oberfläche der eigenen Möglichkeiten. Als Wachstumsmarkt hat man sich Omnichannel-Video-Advertising auserkoren. In Zeiten steigender Streaming-Angebote und konsequenter Monetarisierung von Videoformaten ist das ein wachstumsstarker Ansatz.
Die Pubmatic-Aktie hat die Chance, mithilfe programmatischer Werbung noch bedeutend über die jetzige Börsenbewertung von rund 430 Mio. US-Dollar hinaus zu wachsen. Dabei adressiert Pubmatic primär Werbeverlage und die direkte Werbebranche und stellt Tools für die ideale Implementierung programmatischer Werbung bereit. Der Gesamtmarkt soll laut Statista im hohen dreistelligen Milliardenbereich liegen.
Leider ist Pubmatic noch klein und muss sich seine Wettbewerbsposition erstreiten. Wettbewerber wie Alphabet, The Trade Desk und andere Unternehmen arbeiten selbst an ihrer Interpretation, wie sie programmatische und digitale Werbung bestmöglich für sich nutzen. Anders als The Trade Desk mit UID 2.0 hat Pubmatic noch kein besonderes und zugleich einzigartiges Merkmal. Das sehen wir, neben der Schwankungsanfälligkeit des Werbemarkts insgesamt, die für einen kleinen Akteur wie Pubmatic als bedrohlich erweisen könnte, als besonderes Risiko für die Pubmatic-Aktie.
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