Realty Income oder W. P. Carey? Der bessere REIT für 5 % Dividende!

Ein 100€-Schein der zu einem Haus gefaltet wurde steht auf weiteren Scheinen.
Foto: moerschy via Pixabay

Real Estate Investment Trusts (REITs) bieten Privatanlegern direkten Zugang zu professionell verwaltetem Gewerbeimmobilienbesitz und kombinieren stabile Mieterträge mit hohen Ausschüttungsquoten. Gerade für einkommensorientierte Investoren ist diese Struktur attraktiv, da sie regelmäßige Einnahmen aus realen Assets ermöglicht, während zugleich Inflations- oder Bonitätsrisiken durch langfristige Mietverträge gemindert werden.

Zwei spannende Aktien aus diesem Segment sind Realty Income (WKN: 899744) und W. P. Carey (WKN: A1J5SB). Ihre Kursperformance und Dividendenrenditen sind ähnlich. In ihrer Marktkapitalisierung und ihrem Wachstum unterscheiden sie sich jedoch deutlich. Doch welche Aktie ist besser?

Das Geschäftsmodell von Realty Income

Realty Income ist auf sogenannte Net-Lease-Immobilien, vor allem auf freistehende Einzelhandelsimmobilien, spezialisiert. Das Unternehmen schüttet monatlich Dividenden aus und zahlt diese seit 665 Monaten ununterbrochen. Seit 30 Jahren steigt die Dividende.

Diese Konstanz hat Gründe: Realty Income setzt auf langfristige Mietverträge mit bonitätsstarken Mietern. Oft sind diese Mietverträge indexiert oder enthalten Anpassungsklauseln, um gegen Inflation oder wirtschaftliche Schwankungen zu schützen. Dank des Triple-Net-Lease Fokus werden sogar Instandhaltung und Reparaturen von den Mietern getragen.

Das Portfolio umfasst mehr als 15.500 Objekte, die zu fast 99 % an über 1.600 Mieter aus 92 Branchen vermietet sind. Dieser konservative Ansatz sorgt für planbare Cashflows und bildet das Fundament der Dividendenstrategie von Realty Income.

Kurz und bündig das Business von W. P. Carey

W.P. Carey setzt ebenfalls auf das Net-Lease-Prinzip, geht dabei jedoch deutlich flexibler und opportunistischer vor. Neben dem Kauf herkömmlicher Immobilien finanziert der REIT häufig Sale-Leaseback-Transaktionen, bei denen Unternehmen ihre Immobilien verkaufen und langfristig zurückmieten.

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Zudem realisiert W. P. Carey maßgeschneiderte „Build-to-Suit“-Projekte, bei denen der Neubau oder die Erweiterung von Immobilien für bestimmte Mieter finanziert wird. Es geht also um die langfristige Entwicklung von Objekten.

Eine solche Strategie ermöglicht attraktive Anfangsrenditen und strukturierte Mietverträge, erfordert jedoch auch ein anspruchsvolles Kredit- und Risikomanagement. Der Fokus liegt auf Industrie-, Logistik- und spezialisierten Gewerbeimmobilien. Zuletzt besaß W.P. Carey 1.662 Objekte mit einer Gesamtfläche von 183 Mio. m², die an 373 Mieter vermietet wurden – mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 12,1 Jahren. Die Auslastung liegt bei 97 %. Zudem ist W. P. Carey international stärker aktiv. Mehr als ein Drittel der Umsätze stammt aus dem Ausland.

Rendite, Risiko und welches Modell besser zu 5 % passt

Investoren, die eine klare Zielrendite von etwa 5 % anstreben und großen Wert auf Stabilität und Vorhersehbarkeit legen, könnten mit Realty Income gut bedient sein. Die standardisierte Struktur vieler Mietverhältnisse, die monatlichen Ausschüttungen und die langjährige Historie von Dividendenerhöhungen sprechen für ein solides und risikoarmes Ertragsmodell.

W.P. Carey bietet dagegen das Potenzial für höhere Renditen, insbesondere über Sale-Leaseback-Deals und spezialisierte Immobilienprojekte, allerdings gehen damit auch erhöhte Komplexität, Länderrisiken und Underwriting-Ansprüche einher. Wer bereit ist, diese Risiken einzugehen, kann mit W. P. Carey unter Umständen einen Renditevorteil erzielen.

Betrachtet man die nackten Umsatzzahlen, so zeigt Realty jedoch historisch gesehen ein stärkeres Wachstum auf. Beim EPS-Wachstum zeigt der REIT gegenüber WPC jedoch deutliche Schwächen. Das hat Gründe: Realty Income wächst zwar operativ stark, verwässert jedoch sein bilanzielles Ergebnis durch häufige Kapitalerhöhungen und hohe Abschreibungen. W. P. Carey erzielt höhere Anfangsrenditen und gibt seltener neue Aktien aus, wodurch das EPS schneller steigt.

Der Sieger im Duell der REITs

Für ein 5-%-Dividendenziel ist Realty Income die geeignetere Wahl, wenn höchste Zuverlässigkeit und eine klar strukturierte Net-Lease-Plattform bevorzugt werden. Wer hingegen gezielt Renditeaufschläge durch komplexe Transaktionen und Diversifikation anstrebt, sollte W. P. Carey genauer prüfen.

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Frank besitzt Aktien von Realty Income und W. P. Carey. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Realty Income und W. P. Carey.



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