BASF-Aktie: 10 Jahre Dividenden – hätte sich das wirklich gelohnt?

Verschiedene farbige Flaggen mit dem BASF Logo und Slogan
Foto: BASF SE

Wer vor zehn Jahren in die Aktie des weltweit größten Chemiekonzerns BASF (WKN: BASF11) investierte, konnte sich wie ein König fühlen. Jahr für Jahr trudelte das Geld ein und irgendwann fragte man sich, ob der Postbote mit dem Dividendenscheck auch schon den Jahresurlaub bezahlt hat.

Doch wie so oft am Aktienmarkt gilt: Viel hilft nicht immer viel – wenn der Aktienkurs in dieser Zeit sinkt, relativiert das die Freude über die Ausschüttungen schnell. Betrachtet man die Entwicklung der Ausschüttungen bei BASF über die letzten zehn Jahre, erkennt man deutlich, dass die Dividende für viele Anleger nicht nur ein nettes Zubrot, sondern ein zentraler Renditetreiber ist. Für ein außergewöhnlich gutes Investment wäre aber mehr notwendig gewesen.

Dividenden in der Bilanz

Nach Jahren steigender Dividenden und Verharrung auf 3,40 Euro je Aktie lag der Vorschlag einer Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2025 zuletzt nur noch bei 2,25 Euro. Die Kürzung ist allerdings als Teil einer Strategie zur Stärkung der finanziellen Flexibilität zu sehen. Für mich ist sie jedoch auch ein Vertrauensbruch.

Trotz dieser Kürzung blieb die Rendite in vielen Jahren historisch hoch, oft im Bereich von teils über 7 %. Die aktuelle Rendite liegt mit 4,5 % jedoch leicht unter dem Wert der letzten 20 Jahre von 4,9 %.

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+71,51%

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Fest steht dennoch, dass Anleger, die das regelmäßig ausgeschüttete Kapital reinvestiert haben, damit einen erheblichen Teil ihres Gesamtertrags finanzieren konnten. Insgesamt wurden nämlich seit 2015 genaugenommen 33,45 Euro an Bruttodividenden verkündet, was rund der Hälfte des Kurswertes aus dem Jahr 2015 entspricht.

Kursproblematik trotz Dividende

Kursseitig betrachtet verlief die Entwicklung der BASF-Aktie über das letzte Jahrzehnt eher enttäuschend. Zwar wurden immer Dividenden bezahlt, doch der Aktienkurs litt unter strukturellen Herausforderungen wie hohen Energiekosten, schwacher Nachfrage im Chemiesektor und geopolitischen Unsicherheiten.

Auch die aktuellen Unternehmenszahlen signalisieren, dass BASF weiterhin mit Kostendruck und volatiler Profitabilität zu kämpfen hat. So sank der Umsatz im Jahr 2025 um 2,9 %, das um Sondereffekte bereinigte EBIT sogar um 18,1 %.

Und auch der Aktienkurs gab deutlich nach. Über zehn Jahre liegt er fast 19 % niedriger. Für Anleger bedeutet das: Wer nur auf Kursgewinne gesetzt hat, musste sich meist mit stagnierenden oder sogar negativen Ergebnissen abfinden. Aber es gibt Hoffnungen auf einen Turnaround.

Perspektiven und Chancen

Trotz der Herausforderungen bieten sich auch Wachstumschancen. Die BASF investiert weiterhin in strategische Zukunftsfelder und strebt durch umfassende Restrukturierungsprogramme Effizienzsteigerungen an, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Mittelfristig können eine Stabilisierung der globalen Nachfrage – insbesondere in Wachstumsmärkten wie Asien – sowie erfolgreiche Portfolio-Optimierungen zu einer Kursbelebung führen. Zudem bleibt das Thema Dividenden für einkommensorientierte Anleger attraktiv, sofern es gelingt, die Ertragskraft ohne weitere Kürzungen zu stabilisieren.

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Frank besitzt Aktien von BASF. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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