Was dich erwartet, wenn du 2026 die Interactive Brokers-Aktie kaufst und für immer hältst
Seit Jahrzehnten setzt Interactive Brokers (WKN: A0MQY6) auf die Automatisierung von Broker-Prozessen. Dadurch ist das Unternehmen zum günstigsten und beliebtesten Broker der Branche geworden. Dies führt zu gutem, profitablen Wachstum, wie auch das letzte Quartal zeigt, und macht die Interactive Brokers-Aktie für ihre Investoren zu einer Zinseszinsmaschine.
Im vierten Quartal 2025 wird das beeindruckende Wachstum von zwei Hauptpfeilern getragen: den Provisionserträgen und dem Zinsergebnis. Die Nettoerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18 % auf 1,64 Mrd. US-Dollar (bereinigt: 1,67 Mrd. US-Dollar).
Der Detailblick auf die Zahlen von Interactive Brokers
Der Nettozinsertrag kletterte um 20 % auf 966 Mio. US-Dollar. Dieses Wachstum resultierte primär aus höheren Beständen bei Kunden-Margindarlehen und -Guthaben sowie einer verstärkten Aktivität in der Wertpapierleihe. Die Daten des vierten Quartals deuten auch auf eine deutlich gestiegene Aktivität und Risikobereitschaft der Investoren hin. Ein klarer Indikator hierfür ist der Anstieg der Kunden-Margindarlehen um 40 % auf 90,2 Mrd. US-Dollar. Kunden von Interactive Brokers nutzen verstärkt Hebel, um ihre Positionen zu finanzieren.
Das gesamte Kundenvermögen stieg um 37 % auf 779,9 Mrd. US-Dollar. Dieser Anstieg ist nicht nur auf die positive Marktentwicklung, sondern auch auf Neuzuflüsse zurückzuführen. Das Unternehmen hat den Marktzugang in Brasilien, Taiwan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Slowenien neu eröffnet. Dadurch erhofft es sich, durch Mundpropaganda noch mehr Investoren anzuziehen.
Interactive Brokers-Aktie: Erträge rauf, Kosten runter
Dies hat auch Auswirkungen auf die zweite Säule, die Provisionserträge. Diese stiegen um 22 % auf 582 Mio. US-Dollar. Maßgeblich hierfür waren die deutlich höheren Handelsvolumina in fast allen Anlageklassen. Die täglichen durchschnittlichen Trades (DARTs) stiegen um 30 % auf 4,04 Millionen. Besonders dynamisch entwickelten sich die Geschäfte mit Optionen (+27 %) und Futures (+22 %), die typischerweise von aktiveren und risikobewussteren Anlegern genutzt werden.
Parallel dazu konnte Interactive Brokers (IBKR) die Kosten für Ausführung und Clearing um 21 % senken. Dies ist unter anderem auf eine vorübergehende Null-Gebühren-Rate der SEC sowie optimierte Börsen-Rebates zurückzuführen. Dadurch wird das Unternehmen für Investoren noch attraktiver.
Ein bemerkenswerter Aspekt des Calls war die Outperformance der IBKR-Kunden gegenüber dem Markt im Jahr 2025: Der S&P 500 stieg um 17,9 %, während Privatanleger bei IBKR im Durchschnitt 19,2 %, Finanzberater 20,57 % und Hedgefonds sogar 28,91 % erzielten. Das Management führt dies auf die niedrigen Kosten, die überlegene Ausführungsqualität und die Zinserträge auf Cash-Bestände zurück. Diese bescheren den Kunden „weniger Widerstand / Bremswirkung“ bei ihren Renditen.
Die starke operative Leistung schlug sich direkt im Ergebnis für die Aktionäre nieder: Der verwässerte Gewinn je Interactive Brokers-Aktie stieg um 26 % auf 0,63 US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr.
Der Erfolg hat System
Interactive Brokers verfolgt konsequent eine auf Automatisierung und globaler Skalierbarkeit basierende Strategie. Mit einem Zuwachs der Kundenkonten um 32 % auf nun 4,4 Millionen beweist das Unternehmen, dass es weltweit massiv Marktanteile gewinnt. Die Zielgruppen reichen von Einzelanlegern über Hedgefonds bis hin zu Finanzberatern. Die über vier Jahrzehnte entwickelte Technologie ist gefragt, denn sie bietet niedrige Handelskosten und erstklassige Ausführungspreise.
Ein interessanter langfristiger Aspekt ist die „GLOBAL“-Strategie, bei der das Eigenkapital in einem Korb aus zehn Hauptwährungen gehalten wird, um das Unternehmen gegen extreme Schwankungen des US-Dollars abzusichern. In diesem Quartal führte dies jedoch zu einem leichten Rückgang des Gesamtergebnisses um 7 Mio. US-Dollar.
Interactive Brokers konnte ein Rekordquartal verzeichnen, das sowohl von organischem Kundenwachstum als auch einem günstigen Marktumfeld für Zinsen und Volatilität profitierte. Die hohe Skalierbarkeit der Plattform ermöglicht es, das steigende Handelsvolumen bei nahezu gleichbleibenden Fixkosten in überproportionale Gewinnsteigerungen umzumünzen. Das begrüßen wir als langfristige Aktionäre. Das KGV von 35 ist zwar schon recht hoch, aber das Unternehmen bleibt ein Dauerläufer.
Unser Fazit zur Interactive Brokers-Aktie
Wir sind nicht erst seit gestern Fans von diesem Unternehmen. Sowohl als Kunden als auch als Aktionäre sind wir schwer begeistert. Nicht umsonst empfehlen wir die Aktie in mehreren Services und sind Affiliate-Partner.
Die größte Chance für Interactive Brokers liegt im weiteren Gewinn von Marktanteilen. Durch die Automatisierung der Prozesse kann das Unternehmen Preissenkungen vornehmen. Dies könnte einige Wettbewerber in Schwierigkeiten bringen und die Nachfrage nach IBKR-Lösungen weiter ankurbeln.
Das größte Risiko geht von neuen Technologien und anderen benutzerfreundlicheren Anwendungen aus. Auch Fehlentscheidungen bei der Kapitalallokation könnten das gute Image von Interactive Brokers beschädigen: Die Bilanz muss, wie bisher, sehr stabil bleiben, um als Fels in der Brandung verkauft werden zu können. Fehlallokation von Kapital wie bei der Silicon Valley Bank könnten das Image schädigen. Unsere besondere Sorge ist eine geringe Wechselbereitschaft potenzieller Kunden, da viele Bankkunden sehr loyal sind. Dies könnte das Wachstum hemmen.
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