Diese 3 Dividendenaktien werde ich nie verkaufen!
Das Börsenjahr 2026 hat aufregend begonnen. Der Hype um Künstliche Intelligenz, Rüstungsaktien und Edelmetalle beherrscht die Märkte, Softwareaktien werden verprügelt und der Dollar-Kurs ist ebenfalls sehr schwach, was sich gerade in meinem Depot mit vielen US-Aktien schmerzhaft bemerkbar macht.
Da bin ich froh, dass ich drei Unternehmen besitze, die ein starkes Geschäftsmodell haben und volatile Zeiten ganz gut überstehen sollten. Und Dividenden zahlen sie mir auch noch regelmäßig.
Diese drei Aktien möchte ich dir gerne vorstellen. Zwei davon kennst du bestimmt, aber die dritte ist hier in Deutschland eher unbekannt. Fangen wir also an.
Es geht nicht ohne Künstliche Intelligenz: Alphabet
Auch wenn ich oben von einem Hype um Künstliche Intelligenz geschrieben habe, so hat die Aktie von Alphabet (WKN: A14Y6H), die größte Position in meinem Depot, davon profitiert. In den letzten drei Jahren hat die Aktie rund 250 % zugelegt, nicht zuletzt dank des Erfolgs ihrer KI Gemini.
Natürlich gibt es derzeit viele Diskussionen darüber, ob sich die vielen Investitionen der „Magnificent 7“ (zu denen Alphabet gehört) auszahlen werden. Das können wir heute natürlich noch nicht wissen, aber ich möchte an das Internet erinnern, das nach anfänglichen Schwierigkeiten viel größer wurde, als man es in den 90er Jahren erwartet hatte.
Die Suchmaschine Google allein erzielte im dritten Quartal 2025 einen Umsatz von über 56 Mrd. US-Dollar – das Geld für die Investitionen ist also da. Mit dem Cloud-Geschäft, YouTube und Waymo gibt es weitere Segmente, die noch viel Wachstum versprechen.
Bei einem geschätzten Gewinn je Aktie für 2025 von 10,60 US-Dollar ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 32. Das ist nicht günstig, doch dafür gibt es eines der besten Unternehmen der Welt, das auch noch eine Mini-Dividende von 0,84 US-Dollar je Aktie zahlt. Nicht viel, aber das lässt nach vorn raus noch Steigerungsmöglichkeiten.
Die klassische Dividendenaktie: Coca-Cola
Was wäre ein Artikel über Dividendenaktien ohne den Klassiker in dieser Rubrik? Natürlich zählt auch Coca-Cola (WKN: 850663) zu den Aktien in meinem Depot, die ich nie verkaufen werde.
Anders als bei Alphabet sind es nicht so sehr die Zukunftsaussichten, die mich reizen. Ich erwarte beim Brauseproduzenten aus Atlanta weiterhin ein solides Geschäft ohne große Ausschläge nach oben oder unten. Coca-Cola hat gezeigt, dass die Kunden trotz aller Gesundheitstrends, Abnehmspritzen und Preiserhöhungen weiterhin zugreifen – ich bin das beste Beispiel dafür.
Bei Coca-Cola ist es tatsächlich die Dividende, die mich bei der Stange hält. Bei 2,04 US-Dollar je Aktie (die in diesem Jahr bestimmt erhöht werden) ergibt sich aktuell eine Dividendenrendite von 2,7 %. Und natürlich ist da noch die Historie von 54 aufeinanderfolgenden Jahren mit Steigerungen – das darf gerne so weitergehen.
Da kann man dann auch mal ein KGV von etwa 25 verkraften.
Die europäische Berkshire Hathaway: Investor AB
Die beiden ersten Aktien kennt jeder. Aber hast du schon mal etwas von der Investor AB (WKN: A3CMTG) aus Schweden gehört? Dabei handelt es sich um eine 1916 gegründete Beteiligungsgesellschaft der Wallenberg-Dynastie.
Die Ähnlichkeit mit Berkshire Hathaway, der Investmentholding von Warren Buffett, ist frappierend. Wie die Amerikaner halten auch die Schweden Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen, darunter AtlasCopco, AstraZeneca, ABB und Saab.
Der Zeithorizont ist dabei äußerst langfristig – die Position an AstraZeneca besteht beispielsweise seit 1924. Das lässt Warren Buffett wie einen Daytrader aussehen.
Weiterhin gibt es bei Investor den Geschäftsbereich „Patricia Industries“, der ganze unnotierte Unternehmen aufkauft (Buffett lässt grüßen). Auch hier winkt eine bunte Mischung an Branchen – wichtig ist, dass Investor bei den Beteiligungen Wachstumspotenzial sieht.
Der kleinste Bereich von Investor ist EQT AB, ein Private-Equity- und Infrastrukturinvestor mit rund 140 Mrd. Euro an verwalteten Kundengeldern. Investor hält 14,4 % der Aktien und hat zugleich auch Mittel in vielen EQT-Fonds angelegt.
Durch diese breite Diversifizierung schafft es Investor immer wieder, selbst in einem schwierigen Umfeld wie 2025 gute Erträge zu erzielen. So konnte die Holdinggesellschaft im letzten Jahr den inneren Wert ihrer Aktien um 14 % auf 355 Schwedische Kronen pro Stück steigern. Das liegt sogar noch ganz leicht über dem derzeitigen Aktienkurs von 352,70 Kronen – es gibt die Aktie derzeit also mit einem kleinen Rabatt. Eine Dividende von 5,60 Kronen (aktuelle Rendite: 1,6 %) rundet das Angebot ab.
Der einzige Börsenausblick, den du für 2026 lesen musst
2025 war ein verrücktes Börsenjahr. Viel wurde vom nächsten Crash gesprochen, doch passiert ist letztlich wenig.
In unserem kostenlosen Sonderbericht blicken unsere Analysten hinter die Kulissen, ordnen die großen Trends ein und zeigen dir, mit welchem eindeutigem Kriterium du auch 2026 die besten Aktien erkennen wirst.
Offenlegung: Peter Roegner besitzt Aktien von Alphabet (C-Shares), Berkshire Hathaway (B-Shares), Coca-Cola und Investor AB (B-Shares). Von Peter Roegner betreute Depots besitzen Aktien von Alphabet (C-Shares), Berkshire Hathaway (B-Shares) und Coca-Cola. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Alphabet und Berkshire Hathaway.
