Nintendo-Aktie: Warum der Kursrückgang eine klare Kaufchance ist

Nahaufnahme von Figuren der Nintendo-Charaktere Luigi, Yoshi und Mario
Foto: Pixabay via Pexels

Bei Nintendo (WKN: 864009) setzen wir natürlich nicht nur auf die Switch 2, sondern auf die grundsätzlichen Möglichkeiten des japanischen Videospieleherstellers. Aber die Switch 2 als Nachfolger des Kassenschlagers Switch ist das, was derzeit das Wachstum bestimmt. In den neuesten Quartalszahlen zeigt sich wieder einmal, wie gut die Konsole ankommt. Allein das ermöglichte finanzielle Wachstum ist absolut fantastisch.

Nintendo verdoppelt den Umsatz

Nintendo präsentierte uns Anlegern einen Umsatz von 1,9 Billionen Yen für die ersten drei Quartale. Das entspricht einem Wachstum von 99,3 % im Jahresvergleich. Das operative Ergebnis wuchs hingegen um 21,3 % auf 300 Mrd. Yen. An dieser Stelle erneut der Hinweis: Die Konsolen besitzen für Nintendo eine niedrigere Marge. Dadurch ist an der frühen Stelle des Konsolenzyklus noch das Gewinnwachstum bedeutend langsamer. Nintendo konnte aber das auf die Aktionäre entfallende Nettoergebnis um 51 % auf 358,8 Mrd. Yen steigern. Je Nintendo-Aktie entspricht das einem Wert von 308,23 Yen nach 203,73 Yen im Vorjahr. Zahlen, mit denen wir absolut zufrieden sein können.

Jetzt gilt es nach und nach, sich vermehrt auf Softwareverkäufe zu konzentrieren, die mit deutlich attraktiven Margen einhergehen. Hier kann Nintendo aber auch schon jetzt spannende Kassenschlager vorweisen. So hat sich Mario Kart World für die Nintendo Switch 2 beispielsweise 14,03 Mio. mal verkauft. Das liegt aber auch daran, dass es zu Beginn ein Bundle mit der Konsole selbst gegeben hat. Auch hier gilt, dass das Bundle zu einer niedrigeren Marge verkauft wird. Es gilt zu Anfang, erst einmal den Konsolenzyklus in Gang zu bringen.

Jetzt müssen die Gewinne sprudeln

Donkey Kong Bonanza ist mit 4,25 Mio. verkauften Einheiten aber ebenfalls ein Erfolg. Kirby Air Riders hat sich hingegen 1,76 Mio. Mal verkauft und Pokémon Legends: Z-A steht für 8,41 Mio. Einheiten. Wobei hier auch digitale Verkäufe drin abgewickelt sind. Die Switch selbst ging bislang 17,37 Mio. Mal über die Ladentheke. Die Prognose von 19 Mio. verkauften Einheiten bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 ist damit wohl in greifbarer Nähe.

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Das Management von Nintendo spricht davon, dass man das eigene Geschäft vermehrt auf digitale Vertriebskanäle ausrichten will. Wohl auch, um die Marge zu steigern. Auch das scheint zu gelingen: So liegt die Anzahl der Switch-2-Software-Verkäufe im digitalen Bereich bei 37 Mio. Einheiten. Wir denken, dass Nintendo durch mit den richtigen Anreizen eine Online-First-Strategie wird etablieren können.

Unser Fazit zur Nintendo-Aktie

Unterm Strich können wir sowieso sagen, dass Nintendo ein Fels in der Brandung ist. Derzeit besitzt der japanische Videospielekonzern eine Bilanzsumme in Höhe von rund 3,4 Billionen Yen. Mit 1,58 Billionen Yen ist fast die Hälfte in Cash und kurzfristigen Investitionen geparkt. Schulden besitzen die Japaner hingegen kaum. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 600 Mrd. Yen sind zwar die meisten mit 356 Mrd. Yen Finanzverbindlichkeiten. Deren Anteil am Cashberg und am Eigenkapital in Höhe von fast 2,5 Billionen Yen ist jedoch absolut zu vernachlässigen.

Wir glauben, dass der Switch-2-Zyklus noch zu starken Ergebnissen führen wird, den Cashberg erhöht und auch Raum für höhere Kapitalrückführungen überlässt. Immerhin: Die Dividende hat Nintendo schon von auf 181 Yen je Aktie erhöht. Zum Jahresende werden daher noch einmal 139 Yen je Nintendo-Aktie ausgezahlt. Weiter so, Nintendo. Reize die Switch 2 weiter ideal aus.

Was du über die Nintendo-Aktie wissen musst

Das größte Risiko für die Nintendo-Aktie ist ein Flop im Konsolen-Markt. Nintendo ist natürlich nicht konkurrenzlos und strebt stets ein eigenes Ökosystem an. Wettbewerber wie Sony mit der PlayStation oder auch Microsoft mit der Xbox hatten den Japanern zwischenzeitlich den Rang abgelaufen. Weitere Flops sollten vermieden werden. Fraglich ist auch, ob Nintendo bei solchen Trends (auch beispielsweise AR/VR) die Kompetenz hat, mitzugehen.

Und was ist die größte Chance? Die Nintendo-Aktie besitzt die Chance, als klassischer Videospieleproduzent ein Value-Versprechen abzugeben. Die Dividendenrendite ist teilweise mit Werten von 3 % bis 4 % vergleichsweise solide. Qualität ist bilanziell vorhanden. Sowie auch im Hinblick auf den Marktanteil und mögliche Wettbewerbsvorteile.

Jetzt könnte Nintendo die Transformation hin zu einem Medien- und Unterhaltungskonzern anstreben. Das Interesse an Content ist groß, Franchises wie Super Mario oder The Legend of Zelda ließen sich auch auf der Film- und Freizeitlandschaft gut vermarkten. Das könnte ein starkes Wachstumspotenzial entfalten, das wiederum in der Nintendo-Aktie noch nicht eingepreist ist.

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