50 % in 3 Monaten verloren: Die HubSpot-Aktie ist jetzt so günstig wie lange nicht mehr

Illustration mit Zahnrädern und Sechsecken, die für Technologien wie Blockchain steht
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

HubSpot (WKN: A12CWQ) ist ein Unternehmen, das Kundenbindungen intensiviert und optimiert. Dafür setzt das Unternehmen auf Abo- und Lizenz-Modelle, die wiederkehrende Umsätze ermöglichen. Ein hochspannendes Geschäftsmodell für uns als Investoren. Wobei der Markt dem aktuellen Narrativ zu glauben scheint, dass Künstliche Intelligenz auch HubSpot und die HubSpot-Aktie obsolet machen wird. Wir glauben das nicht – und sehen vor allem ein gutes und intaktes Wachstum.

So läuft es bei HubSpot aktuell

So konnte HubSpot im vierten Quartal den eigenen Umsatz erneut um 20 % auf 846,7 Mio. US-Dollar steigern. Das Wachstum war primär von einem 21 %igen Anstieg im Bereich der wiederkehrenden Umsatzerlöse auf 829 Mio. US-Dollar geprägt. Die Onboarding-Services bleiben mit dem restlichen Volumen lediglich eine kleine Sparte, die das Management unserer Ansicht nach durchaus im Gesamtkonzern konsolidieren könnte. Aber sei’s drum. Im Gesamtjahr 2025 wuchs der Umsatz damit um 19 % auf 3,13 Mrd. US-Dollar. Wir sehen daher jetzt ein Wachstum im 20er Prozentbereich.

Entscheidender ist jedoch auch, dass HubSpot sein Margenprofil bedeutend verbessert. Die operative Marge stieg im vierten Quartal auf 5,7 %. Im Gesamtjahr 2025 liegt der Wert noch bei 0,2 %. Das bedeutet, dass sich ein profitableres Wachstum fortsetzen dürfte. HubSpot konnte außerdem für das Gesamtjahr 2025 ein Nettoergebnis von 45,9 Mio. US-Dollar oder 0,88 US-Dollar je HubSpot-Aktie ausweisen. Allein im vierten Quartal hat HubSpot mit 54,9 Mio. US-Dollar oder 1,04 US-Dollar je Aktie einen Wert erzielt, der den des Gesamtjahres überschreitet. Die Tendenz ist daher vielversprechend.

Auf Non-GAAP-Basis und ohne bestimmte Sondereffekte wie Aktienrückkäufe kann HubSpot bereits ein Nettoergebnis von 516 Mio. US-Dollar oder 9,84 US-Dollar ausweisen. Auf dieser Basis würde die HubSpot-Aktie momentan mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwas mehr als 20 bewertet werden. Natürlich können wir diesen Wert nicht einfach nehmen. Aber es zeigt, welches Potenzial das Geschäft hat, wenn man den Effekt aktienbasierter Vergütung beim GAAP-Nettoergebnis mit dem eigenen Geschäft kompensiert bekommt.

Cashflows und Kundenkennzahlen entwickeln sich positiv

Auch der operative Cashflow ist mit 247 Mio. US-Dollar allein im vierten Quartal absolut positiv. Im Gesamtjahr 2025 liegt der Wert mit 760 Mio. US-Dollar ebenfalls sehr deutlich in den schwarzen Zahlen. Der freie Cashflow ist mit 267 Mio. US-Dollar allein im vierten Quartal gleichsam gut. Dadurch konnte HubSpot die eigene Liquidität wieder auf 884 Mio. US-Dollar aufbauen. Einschließlich kurzfristiger Investitionen liegt der Cash-Anteil in der Bilanz bei 1,8 Mrd. US-Dollar. Ein wichtiges Cash-Polster. Denn dadurch kann HubSpot jetzt in neue Tools investieren und mit dem technologischen Fortschritt, der durch das Aufkommen Künstlicher Intelligenz passiert, mithalten.

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Das Zahlenwerk von HubSpot stimmt aber auch in nicht-finanzieller Hinsicht. So konnte das Unternehmen die Anzahl der Kunden im Jahre 2025 um 16 % auf 288.706 steigern. Der durchschnittliche Umsatz je Kunde lag bei 11.683 US-Dollar, was einem Plus von 3 % im Jahresvergleich entsprochen hat. Okay: Hier würden wir uns auch eine Net Revenue Retention wünschen, die eher in Richtung 110 % und nicht 103 % tendiert. Aber wir bleiben zufrieden mit jedem Wert, der über 100 % liegt.

Zu guter Letzt konnte HubSpot die Anzahl ausstehender Billings, also Verkäufe, die man noch abwickeln muss, um 27 % auf knapp eine Milliarde US-Dollar steigern. Auch diese Kennzahl signalisiert daher viel Neukundenwachstum. Im Endeffekt sehen wir daher, dass HubSpot nicht von KI bedroht wird. Der Blick in den Analysten-Call zeigt eher, dass HubSpot mit KI neue Wachstumsfelder ergreifen will: So investiere man massiv in AI Agents. Über die Plattformen Breeze Customer und Breeze Prospecting gebe es schon heute tausende der eigenen Kunden, die sich automatisiert und mit KI-Agenten Kampagnen generieren lassen oder Analysen fahren. Es zeigte, dass HubSpot ein Geschäftsmodell besäße, das sehr aktiv auf diesen Wandel in der Technologie anspringe.

Wir glauben das ebenfalls, sind aber trotz allem Hype auch vom Kerngeschäft weiterhin überzeugt. HubSpot macht gute Arbeit. Die HubSpot-Aktie gibt es momentan im Ausverkauf und exakt das ist eine große Chance für uns als Investoren.

Die Chancen und Risiken der HubSpot-Aktie

HubSpot setzt auf Lösungen für Inbound-Marketing und betreibt nach eigenen Angaben eine Plattform, die mehr als 1.500 In-App-Integrationen ermöglicht, Anknüpfungspunkte zu Künstlicher Intelligenz besitzt und ein einfach zu bedienendes CRM-Tool zur Verfügung stellt.

HubSpot besitzt die große Chance, ein führender Akteur im Bereich der Cloud- und SaaS-Software im Bereich Inbound-Marketing, Vertrieb und CRM-System zu werden. Der adressierbare Gesamtmarkt für HubSpot könnte bis zum Jahre 2028 nach gängigen Prognosen auf 77 Mrd. US-Dollar anwachsen. Mit einem momentanen Quartalsumsatz in Höhe von unter einer Milliarde US-Dollar kratzt das Unternehmen noch an der Spitze seines Marktpotenzial-Eisbergs. Wiederkehrende Umsätze und eine hohe Marge durch den Software- und Cloud-Fokus sollten dann aus HubSpot ein überaus profitables Unternehmen kreieren.

Der Markt der Software ist allerdings hart umkämpft. HubSpot ist im Bereich Inbound-Marketing und Vertrieb selbstverständlich nicht alleine. Durch starke Spezialisierung kann HubSpot potenzielle Wettbewerbsvorteile aufbauen. Wichtig ist, dass wir konsequent eine hohe Net Retention Rate von deutlich über 100 % bei dem Unternehmen sehen. Das deutet darauf hin, dass HubSpot der führende Akteur in seiner Nische ist und konsequent Marktanteile sammelt.

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