Die Pinterest-Aktie ist bei Kursen um 13 Euro unterbewertet: Hier ist der Grund

Auf einem Holztisch ist mit Scrabble-Buchstaben Pinterest buchstabiert
Foto: Pixabay via Pexels

Mit der Pinterest-Aktie (WKN: A2PGMG) investieren wir in ein soziales Kreativnetzwerk, das immer mehr Wachstum durch die Anbindung des E-Commerce erzielt. Wir glauben, dass sich die Synergie langfristig auszahlt. Auch wenn es auf dem Weg dorthin einige Stolpersteine geben mag, die wir jedoch eher als Nachkaufchance für die Pinterest-Aktie werten.

Warum die Pinterest-Aktie zuletzt fiel

Über einen solchen Stolperstein ist Pinterest auch mit der Präsentation der Zahlen für das vierte Quartal gestolpert. Die Pinterest-Aktie hat um ca. 16 % korrigiert. Und das, obwohl das Wachstum über alle Kanäle anhält. Pinterest konnte den Umsatz um 14 % im Jahresvergleich auf 1,32 Mrd. US-Dollar steigern. Beim Nettoergebnis gab es nominell kein Wachstum. Der Vorjahreswert ist aber auch durch einen Sondereffekt verwässert gewesen. Mit einem Wert von 277 Mio. US-Dollar und einer Nettomarge von 21 % sind wir aber absolut zufrieden. Denn wir sehen, dass Pinterest als Plattformbetreiber aus rund einem Fünftel der Umsätze ein Ergebnis erzielt. Natürlich ist das ausbaufähig. Pinterest ist aber auch erst seit einigen Quartalen profitabel.

Der freie Cashflow ist sogar noch besser: Pinterest schafft hier einen Quartalswert von 360 Mio. US-Dollar, der sogar 52 % über dem Vorjahreswert liegt. Im Gesamtjahr 2025 liegt der Wert hingegen mit 1,25 Mrd. US-Dollar auf einem starken Niveau: Nicht nur, dass die Mittelzuflüsse um über 33 % gewachsen sind. Mehr als ein Viertel der Umsatzerlöse bilden mittlerweile einen freien Cashflow. Eine gute Ausgangslage, um neue Wachstumsinitativen zu starten oder gelegentlich eigene Pinterest-Aktien zurückzukaufen.

Pinterest wächst bei den Nutzern und verbessert die Monetarisierung

Auch das Plattform-Wachstum ging im vierten Quartal weiter. Pinterest konnte die Anzahl aktiver Nutzer um 12 % auf 619 Mio. steigern. Der Nutzerkreis der Rest der Welt (ohne Europa und Nordamerika) konnte dabei ein Wachstum von 16 % auf 356 Mio. verzeichnen.

Dabei nimmt auch deren Monetarisierung immer weiter Formen an: So kletterte der durchschnittliche Nutzer je internationalem Nutzer um 42 % auf 0,27 US-Dollar. Natürlich sind diese Querschnitte weit entfernt vom durchschnittlichen Umsatz je Nutzer insgesamt mit 2,16 US-Dollar. Vor allem in den USA liegt der Quartalswert mit 9,41 US-Dollar (+4%) deutlich über dem Rest der Welt. Wir sehen gerade hier ein deutliches Potenzial. Denn Pinterest hat den Wert in den letzten Jahren bereits vervielfacht. Mit 356 Mio. Nutzern ist der Hebel entsprechend groß.

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Für das erste Quartal rechnet Pinterest mit einem weiteren Umsatzwachstum zwischen 11 % und 14 % auf mindestens 951 Mio. US-Dollar. Das zweistellige Wachstum geht daher weiter. Das Management zeigt im anschließenden Analysten-Call zudem die eigenen Stärken auf. So gäbe es pro Monat mehr als 80 Mrd. Suchanfragen über Pinterest. Jetzt gelte es, das eigene Angebot ansprechend um Künstliche Intelligenz zu erweitern und die Nutzer – auch unter Einbindung von Verkaufsanzeigen – zu mehr Umsatz zu kriegen.

Unsere Investitionsthese zur Pinterest-Aktie

Pinterest ist ein Konzern, der mittlerweile 4,2 Mrd. US-Dollar an Umsatz macht, beim Nettoergebnis 2026 über eine halbe Milliarde US-Dollar kommen dürfte und der pro Jahr mehr als eine Milliarde US-Dollar an freien Cashflow generiert. Bei einer Marktkapitalisierung von 10 Mrd. US-Dollar glauben wir: Die Pinterest-Aktie ist definitiv zu preiswert.

Pinterest ist derzeit ein Unternehmen, das einen Ansatz verfolgt: Einen Marktplatz für Kreative zu schaffen. Die Monetarisierung erfolgt eigentlich mithilfe von digitaler Werbung. Je intensiver die Nutzer Pinterest nutzen, desto stärker fällt die Monetarisierung aus.

Der größte Vorteil von Pinterest ist die Feel-Good-Atmosphäre. Kreative, die nach Inspiration suchen, gehen nach der Nutzung mit einem guten Gefühl und Tatendrang. Bei anderen Social-Network-Unternehmen ist hingegen das Teilen des eigenen Lebens oder ein gewisser Status-Faktor das primäre Ziel. Das gibt es bei Pinterest explizit nicht. Pinterest besitzt daher die Chance, ein wachstumsstarkes und positives soziales Kreativnetzwerk zu werden, das sich konsequent besser monetarisiert. Mit der Verknüpfung zum E-Commerce und passenden Angeboten für die kreativen Ideen scheint eine hervorragende Monetarisierungsmöglichkeit gegeben. Gemessen an den jetzigen Bewertungen könnte die Investitionsthese bei Pinterest noch in den Kinderschuhen stecken.

Die Risiken einer Investition

Pinterest ist im Markt der sozialen Netzwerke und selbst der sozialen Kreativnetzwerke nicht alleine. Etsy ist ein Selfmade-Handelsplatz. Meta Platforms könnte alleine mit Facebook oder Instagram ähnliche Ideen verkörpern und in den Markt hineinwachsen. Pinterest ist zwar der einzige Marktteilnehmer, der lediglich diese Vision verfolgt. Aber es kann Konkurrenten geben.

Eine zweite Sorge ist ein zu weiblicher Touch. Aktuelle Beobachtungen zeigen, dass der Großteil der Nutzer weiblich ist. Pinterest ist explizit nicht auf weibliche Nutzer ausgelegt und sollte Wege finden, auch die männlichen Nutzer anzusprechen, um konsequent weiter zu wachsen.

Zu guter Letzt ist das Geschäftsmodell von Pinterest etwas zyklisch. Insbesondere die Werbeanzeigen dürften zyklisch bleiben. Aber auch der E-Commerce und die damit verbundenen Fees können saisonale Effekte haben. Das gilt es ebenfalls im Auge zu behalten.

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