KCV von 16: Ist die Bewertung dieser Wachstumsaktie eine Falle?

Achtung, aufgepasst! Illustration eines Warn-Schilds mit weißem Ausrufezeichen auf gelbem Untergrund
Foto: Monstera via Pexels

Wir setzen bei dem australischen Softwareunternehmen Atlassian (WKN: A3DUN5) darauf, dass die hohe Nachfrage nach den Tools rund um Zusammenarbeit, Projektmanagement und Softwareentwicklung die Umsätze und Free Cashflows steigen lässt. Wer sich die Kursentwicklung der Atlassian-Aktie ansieht, beobachtet jedoch ein Minus von satten 76 % innerhalb eines Jahres – man könnte meinen, das Unternehmen stünde kurz vor dem Konkurs.

Die Zahlen hinter der Atlassian-Aktie

Die Wahrheit ist: Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Q4 des Kalenderjahrs 2025) hat die Wachstumsstrategie wieder einmal gut funktioniert. Der Umsatz legte um 23 % zu, wobei das Cloud-Geschäft mit einem Plus von 26 % wieder einmal der zentrale Treiber war. Die Brutto-Marge legte ebenfalls zu – auf starke 85,0 %. Trotzdem war der Gewinn aufgrund hoher Entwicklungs- und Vertriebskosten sowie (in unseren Augen weiterhin zu hoher) aktienbasierter Vergütung weiterhin negativ.

Daher schauen wir traditionell auf den Free Cashflow. In den letzten Quartalen stieg dieser stärker als der Umsatz an, im abgelaufenen Quartal jedoch nicht. Der Free Cashflow fiel um satte 51 %, was jedoch hauptsächlich an „zeitlichen Unterschieden bei Zahlungseingängen und Steuerzahlungen“ lag. Entsprechend sehen wir erst einmal keinen Grund zur Sorge, schauen im nächsten Quartal aber genau hin.

Der Co-Gründer und CEO von Atlassian kommentierte die Quartalszahlen, die leicht über den Erwartungen des Marktes lagen, folgendermaßen: „Wir hatten ein fantastisches zweites Quartal. Wir bauen ein verdammt gutes Unternehmen auf. Ich bin überzeugt, dass KI großartig für Atlassian ist.“ Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wurde leicht angehoben – der Umsatz soll nun um 22 % zulegen (bisher 20,8 %). Dennoch fiel die Atlassian-Aktie seit Verkündung der Zahlen um rund 20 %.

Aktienwelt360 Aktienkompass

+84,00%

Benchmark

+71,51%

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Die KI-Sorgen bei Atlassian

Ein Grund dafür dürfte die allgemeine Sorge über Disruption durch Künstliche Intelligenz sein. Skeptiker befürchten, dass generative KI wie ChatGPT, Gemini und Claude zunehmend Druck auf Software-Anbieter wie eben auch Atlassian ausüben könnten. Auf Atlassian bezogen denken wir nicht, dass die teils komplexen, tief verwurzelten Produkte wie Jira und Confluence „einfach“ durch KI-Tools ersetzt werden können. Allerdings dürfte es mit Nutzung der KI deutlich einfacher werden, für Konkurrenten ähnlich gute Produkte auf den Markt zu bringen. Dies könnte für Kostendruck sorgen, zumal die Produkte von Atlassian eher teuer zu sein scheinen. Die Sorge des Marktes scheint uns also nicht ganz ungerechtfertigt.

Überzogen scheint sie uns dennoch. Denn die „KI-Konkurrenz“ ist ja nicht neu und Atlassian wächst weiterhin mit deutlich zweistelligen Raten. Zudem setzt das Unternehmen auch selbst stark auf KI und erzielt mit dem unternehmensinternen Such- und KI-Assistent Rovo starke Erfolge (die Anzahl der monatlich aktiven Nutzern liegt nun bei über 5 Mio). Entsprechend finden wir die Bewertung der Atlassian-Aktie zum 16-fachen Free Cashflow günstig.

Atlassian-Aktie: Das ist unser Fazit

Insgesamt scheint uns Atlassian gut auf Kurs. Das Unternehmen bespielt einen großen, stetig wachsenden Markt für Kollaborations-Software, da Projekte immer komplexer werden und immer mehr Menschen daran beteiligt sind. Ebenfalls positiv für Atlassian sind die Wechselkosten für einmal gewonnene Kunden.

Das größte Risiko für die Atlassian-Aktie ist der hohe Wettbewerb. Microsoft oder Alphabet bieten Lösungen, die für simple Anwendungsfälle genauso gut, kostenlos und integriert in weit verbreitete Tools wie MS Teams sind. Kleinere, spezialisierte Wettbewerber wie monday.com wachsen stärker und könnten weiter Marktanteile gewinnen.

Ein weiteres Risiko sind Cyberangriffe. Kunden bearbeiten viele vertrauliche und geschäftskritische Daten mit den Tools von Atlassian. Sollten Cyberkriminelle hierauf Zugriff bekommen, wäre der (Image-)Schaden immens. Leider kam es in der Vergangenheit schon zu Sicherheitslücken bei Atlassian.

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