Atlassian-Aktie: Diese Wachstumsaktie ist günstiger bewertet als viele andere

Hände von sechs Menschen verschiedener Generationen halten sich gegenseitig fest
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Unser australisches Softwareunternehmen Atlassian (WKN: A3DUN5) hat das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 (dieses endete zum Halbjahr) stark abgeschlossen. Angetrieben von einer guten Entwicklung des Cloud-Geschäfts (+26 % Umsatz auf nun 67 % der Quartalsumsätze) legte der Gesamtumsatz um 22 % zu. Das ist eine deutliche Beschleunigung im Vergleich zum vorherigen Quartal (14 % Umsatzwachstum) und der höchste Quartalswert seit über einem Jahr. Nachrichten, die sich eigentlich gut anlassen – was bedeutet das für den schon mehrere Jahre bestehenden Seitwärtstrend bei der Atlassian-Aktie?

Die Krux an den Zahlen der Atlassian-Aktie

Im Gesamtjahr 2025 legte der Umsatz um 20 % auf nun 5,2 Mrd. US-Dollar zu. Auch der für uns wichtige Free Cashflow entwickelte sich ordentlich. Dieser fiel im vierten Quartal zwar aufgrund von Sondereinnahmen im Vorjahreszeitraum um 13 %. Im Gesamtjahr lag dieser mit 1,4 Mrd. US-Dollar jedoch genau so hoch wie im Vorjahr. Der Gewinn hingegen war sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr leider weiterhin negativ.

Atlassian erzielt – wie es sich für Software-Unternehmen gehört – zwar eine herausragende Brutto-Marge von knapp 83 % im Geschäftsjahr, steckt jedoch unverändert viel Geld in die (Weiter-)Entwicklung und den Vertrieb seiner Kollaborationslösungen. Ein guter Teil dieser Ausgaben findet in Form aktienbasierter Vergütungen statt, die 26 % des Jahresumsatzes ausmachten. Hier schauen wir weiterhin kritisch hin und würden gerne eine nachhaltige Überschreitung der Gewinnschwelle sehen.

Mauer Ausblick, aber vernünftige Bewertung

Im nun laufenden Geschäftsjahr 2026 dürfte diese jedoch nicht eintreten. Der Umsatz soll um 18 % ansteigen (also weniger stark als die 20 % des abgelaufenen Geschäftsjahres) und die operative Gewinnmarge bei negativen 2,5 % liegen (genau wie in 2025). Dieser Ausblick auf langsameres Wachstum bei anhaltenden bilanziellen Verlusten dürfte der Hauptgrund für die zuletzt schwache Entwicklung der Atlassian-Aktie sein. Ausgehend vom Februar-Zwischenhoch hat sich die Aktie sogar fast halbiert.


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Die Marktkapitalisierung liegt nun bei 44 Mrd. US-Dollar. Ziehen wir davon die Netto-Liquidität von ca. 1,5 Mrd. US-Dollar ab, verbleibt ein Unternehmenswert von 42,5 Mrd. US-Dollar. Dieser entspricht dem 30-fachen Free Cashflow von Atlassian. Gemessen an den Wachstumsraten sieht diese Bewertung der Atlassian-Aktie nicht teuer aus.

Besonders wenn man bedenkt, dass Atlassian seine KI-Features stetig weiterentwickelt (diese haben nun 2,3 Mio. monatlich aktive Nutzer), die Cloud-Dienste auch mittels einer nun eingegangenen strategischen Partnerschaft mit Google Cloud ausbaut und seine Software auch durch Akquisitionen verbessert. So wurde gerade die Übernahme von The Browser Company verkündet, um einen „KI-Browser für die Arbeit“ zu entwickeln.

Atlassian-Aktie: Das ist unser Fazit

Insgesamt scheint uns Atlassian gut auf Kurs. Wir erwarten mittelfristig ein Free-Cashflow-Wachstum von rund 15 % p.a. Das Unternehmen bespielt einen großen, stetig wachsenden Markt für Kollaborations-Software, da Projekte immer komplexer werden und immer mehr Menschen daran beteiligt sind. KI könnte ein zusätzlicher Treiber sein. Ebenfalls positiv für Atlassian sind die Wechselkosten für einmal gewonnene Kunden.

Das größte Risiko für die Atlassian-Aktie ist der hohe Wettbewerb. Microsoft oder Alphabet bieten Lösungen, die für simple Anwendungsfälle genauso gut, kostenlos und integriert in weit verbreitete Tools wie MS Teams sind. Kleinere, spezialisierte Wettbewerber wie monday.com wachsen stärker und könnten weiter Marktanteile gewinnen.

Ein weiteres Risiko sind Cyberangriffe. Kunden bearbeiten viele vertrauliche und geschäftskritische Daten mit den Tools von Atlassian. Sollten Cyberkriminelle hierauf Zugriff bekommen, wäre der (Image-)Schaden immens. Leider kam es in der Vergangenheit schon zu Sicherheitslücken bei Atlassian.

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