Der 12-Mrd.-Dollar-Markt, den bei dieser Aktie fast jeder übersieht
Ich beginne direkt mit der Zahl, die mich am meisten schockiert hat: 4 Mio. US-Dollar gegen 50.000 Dollar. Wenn der Iran eine Drohne schickt, verbrennt das Pentagon den Gegenwert eines Luxus-Apartments, nur um den Einschlag zu verhindern. Ondas (WKN: A2QLNR) hat dieses Problem erkannt und liefert mit dem Iron Drone Raider eine Lösung, die dieses Verhältnis wieder gerade rücken soll. Das System fängt feindliche Drohnen einfach mit einem Netz ein.
Ich finde diesen Ansatz auch deshalb so genial, weil die Abfangdrohne danach autonom zur Basis zurückkehrt und sofort wiederverwendet werden kann. Das spart nicht nur Millionen, sondern löst auch das Problem der Lieferengpässe bei traditioneller Munition.
Von 57 Cent zur Kursrakete
Vielleicht hast du Ondas bisher als unbedeutenden Pennystock abgetan, doch die Zahlen der letzten zwölf Monate sprechen eine andere Sprache. Von einem Tiefststand bei 57 Cent schoss die Aktie auf ein Hoch von 15,28 Dollar nach oben. Und das in einer Zeit, in der viele Standardwerte kaum vom Fleck kamen. Und der große Geldregen kommt vielleicht erst noch.
Alleine zwischen November 2025 und Januar 2026 kletterte der Auftragsbestand um 180 % auf über 65 Mio. Dollar. Ein einziger NATO-Auftrag im Mai 2025 brachte 3,4 Mio. Dollar ein, gefolgt von weiteren Millionen-Deals im Herbst. Ich habe beobachtet, dass die Aktie oft schon bei kleinsten Nachrichten zweistellig zulegt, was auf eine enorme Marktenge hindeutet.
Eine Kriegskasse von 1,5 Mrd. Dollar
Ondas sitzt heute auf einem Berg von Bargeld, der fast 1,5 Mrd. Dollar umfasst. Ich halte das für den wichtigsten strategischen Vorteil gegenüber kleineren Konkurrenten, die oft unterkapitalisiert sind. Dieses Geld stammt aus massiven Aktienausgaben im Jahr 2025, die zwar die Altaktionäre verwässert haben, aber nun als Schutzwall dienen. CEO Eric Brock nennt das „capitalized to win“, und ich muss ihm zustimmen.
Mit dieser Liquidität kann Ondas große Programme von Nationalstaaten über Jahre hinweg vorfinanzieren und unterstützen. Du kannst dir denken, dass das Militär keine Partner mag, die morgen pleite sein könnten. Durch diesen Cash-Bestand wird Ondas zu einem ernstzunehmenden Partner für die NATO und die USA. Und es gibt noch Potenzial, dass Ondas durch gezielte Zukäufe kleinerer Technologiefirmen seine Marktposition noch weiter zementiert.
Mehr als nur Drohnen
Das Unternehmen verfolgt einen „System-of-Systems“-Ansatz, bei dem Luft- und Bodensysteme miteinander kommunizieren. Durch die Akquisition von Sentrycs im November 2025 kam eine entscheidende Cyber-Komponente hinzu. Sentrycs kann Drohnen per Funk übernehmen (Cyber-over-RF), ohne sie physisch zu zerstören oder Frequenzen durch Jamming zu stören.
Stell dir vor, eine Drohne nähert sich einem Flughafen – ein Abschuss wäre gefährlich, Funkstörungen würden den Flugverkehr lahmlegen. Sentrycs übernimmt einfach das Steuer der feindlichen Drohne und landet sie sicher außerhalb der Gefahrenzone. Zusammen mit der Bodenrobotik von Roboteam kann auf diese Weise eine lückenlose Verteidigungskette entstehen, die kaum ein Konkurrent in dieser Tiefe anbietet.
Die regulatorische Mauer
Ich habe schon viele Tech-Firmen an Regulierungsbehörden scheitern sehen, aber Ondas hat hier einen echten Burggraben gegraben. Die Tochter American Robotics erhielt als weltweit erstes Unternehmen eine FAA-Zertifizierung für vollautonome Drohnenflüge ohne Sichtbeobachter vor Ort. Das bedeutet: Ondas darf dort fliegen, wo alle anderen noch am Boden bleiben müssen. Diese Zertifizierung ist extrem schwer zu bekommen und dauert Jahre.
Zusätzlich sind alle Systeme NDAA-konform, was chinesische Billigkonkurrenz wie DJI effektiv vom US-Rüstungsmarkt ausschließt. Ich erkenne darin eine staatlich garantierte Exklusivität für Unternehmen wie Ondas. Wer in den USA militärische Drohnen verkaufen will, muss diese Hürden nehmen. Für mich ist das einer der stärksten Gründe, warum Ondas seine Marktanteile so schnell ausbauen konnte.
Die Schattenseite
Ondas ist bisher eine reine Geldverbrennungsmaschine. Das Unternehmen hat im Jahr 2025 drei Kapitalerhöhungen durchgeführt, um 448 Mio. Dollar einzusammeln. Das bedeutet für die Aktionäre: Ihr Anteil am Unternehmen wurde kleiner, während die Anzahl der Aktien stieg. Zudem liegt die operative Marge bei -176 %, was deutlich zeigt, dass das operative Geschäft noch weit von der Profitabilität entfernt ist.
Der Nettoverlust lag zuletzt bei rund 47,7 Mio. Dollar, was bei einem Jahresumsatz von knapp 50 Mio. Dollar eine stolze Summe ist. Die Marktkapitalisierung von 4,4 Mrd. Dollar entspricht dem 25-fachen des geplanten Umsatzes für 2026. Wenn die Wachstumsziele für 2026 nicht erreicht werden, könnte der Kurs genauso schnell wieder einbrechen.
Ein schlafender Riese
Interessanterweise hat Ondas noch ein zweites Standbein, das viele Anleger noch übersehen: Ondas Networks. Hier geht es um drahtlose Breitbandnetze für die riesigen Güterbahnen in Nordamerika, die sogenannten Class-1-Railroads. Das FullMAX-System soll veraltete Funktechnik ersetzen und die Kommunikation auf Schienen digitalisieren. Das Marktpotenzial liegt bei rund 12 Mrd. Dollar weltweit.
Obwohl dieses Segment derzeit kaum zum Umsatz beiträgt, sind die Pilotprogramme mit zwei großen Bahngesellschaften bereits abgeschlossen. Wenn der Rollout beginnt, könnte Ondas hier massive Einnahmen erzielen, ohne dass weitere große Entwicklungskosten anfallen. Es ist der schlafende Riese im Portfolio, der das Unternehmen weniger abhängig von reinen Rüstungsausgaben machen könnte.
Szenarien für dein Investment
Nun lohnt ein Blick auf die Geschäftsentwicklung selbst. Bei 10.000 Euro Investment zum aktuellen Kurs von rund 9,85 Dollar hältst du etwa 1.056 Anteile.
Best Case – der Krieg hält an, die Aufträge rollen: Das Management hält sein 2026-Ziel von 170 bis 180 Mio. Dollar Umsatz. Die Akquisitionen werden reibungslos integriert. Der Anti-Drohnen-Markt wächst weiter mit über 40 % pro Jahr, getrieben durch Iran-Konflikt und NATO-Aufrüstung. In diesem Szenario erscheint mir eine Bewertung bei 19 Dollar pro Aktie realistisch – dein Depot wächst auf rund 19.300 Euro.
Worst Case – der Krieg endet, die Euphorie verfliegt: Der Iran-Konflikt endet schnell, die Rüstungsausgaben normalisieren sich, die Integration der Zukäufe stockt. Die Wachstumsstory gerät ins Wanken. Bei einem Kursrückfall auf 8 Dollar verlierst du rund 1.880 Euro.
Meiner Meinung nach eignet sich Ondas daher eher als spekulative Beimischung für breit gestreute Wachstumsdepots. Die Volatilität ist mit einem Beta von 2,5 extrem hoch – die Aktie bewegt sich also fast 2,5-mal so stark wie der Gesamtmarkt. Ein ruhiger Schlaf ist bei diesem Wert nicht garantiert.
Warum 2026 das Jahr der Entscheidung wird
Das Management hat im letzten Analysten-Call ein Umsatzziel von 170 bis 180 Mio. Dollar ausgegeben. Das wäre ein Wachstum von über 250 % gegenüber 2025, was ich für recht ambitioniert halte. Das Erreichen dieses Ziels hängt fast vollständig davon ab, ob die vielen Zukäufe wie Sentrycs und Roboteam reibungslos integriert werden können.
Gleichzeitig bietet der globale Anti-Drohnen-Markt, der bis 2030 auf 14,5 Mrd. Dollar wachsen soll, einen gewaltigen Rückenwind. Ich glaube, dass Ondas an einem Punkt steht, an dem die Technologie bewiesen ist und nun die industrielle Skalierung folgen muss. Wenn du bereit bist, die hohe Volatilität auszuhalten, bietet Ondas eine der spannendsten Wachstumsgeschichten im Verteidigungssektor.
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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.
