Die finanzielle Freiheit ist nicht leichter, wenn du ein Vermögen von 1.000.000 Euro in Aktien hast!

Mit einer Million Euro Vermögen in Aktien ist die finanzielle Freiheit einfacher zu erreichen? Der Gedanke ist auf der einen Seite durchaus nachvollziehbar. Wenn du einen solchen Betrag dein Eigen nennst, reichen (so die Theorie) geringe Renditen bereits aus. Mit 4 % Dividende brutto kannst du netto mit 3 % rechnen. Das entspricht einem Betrag von 30.000 Euro oder 2.500 Euro pro Monat.
Natürlich ist die Mathematik auf unserer Seite, wenn wir ein höheres Vermögen haben. Man stelle sich mal vor, wie das mit zehn Millionen Euro ist! Das Paradies. Einfache 4 % Dividende oder Rendite pro Jahr. Netto bedeutet das bereits ein Einkommen von 300.000 Euro. Wer auf Stabilität baut, der erhält dieses passive Einkommen zuverlässig. Die finanzielle Freiheit … und wohl auch ein Quäntchen Luxus.
Es mag vermeintlich so sein. Aber selbst oder gerade wenn du 1.000.000 Euro hast, wirst du eines ziemlich schnell verstehen: Es ist nicht so einfach, wie es sich anfühlt. Ein Grundproblem bleibt nämlich immer bestehen. Außerdem wächst der psychologische Druck bei einzelnen Investitionen. Reden wir einmal darüber, warum ein hohes Vermögen eben nicht all deine Probleme löst und was du stattdessen tun solltest.
Ein Vermögen mit Aktien von 1.000.000 Euro: Die finanzielle Freiheit ist nicht so einfach
Die nun aufgeworfene These hängt natürlich von den Bedingungen und der eigenen Definition der finanziellen Freiheit ab. Ein wichtiges Merkmal ist jedoch, dass wir mit 1.000.000 Euro in Aktien und einem solchen Vermögen eine große Verantwortung tragen. Überlege dir einmal: Was müsstest du tun, um das zu erreichen? Selbst bei einer Sparrate von 1.000 Euro pro Monat benötigt es mehr als 83 Jahre. Sehr viel Zeit und Arbeit sind in diesen Geldbetrag geflossen.
Es wirkt so einfach, wenn wir in der Theorie über die Möglichkeiten von einer Million Euro sprechen. Oder die finanzielle Freiheit, die wir damit aufbauen würden. Die Kehrseite ist jedoch: Würdest du wirklich einen solchen Betrag für eine Rendite von mickrigen 4 % oder netto 3 % einsetzen? Wenn du diesen Betrag konsequent verbrauchst, frisst die Inflation deinen Vermögensgrundstock auf. Das bedeutet, dass du eigentlich verlierst. Nicht an absolutem Vermögen, zumindest nicht unbedingt. Wohl aber an Kaufkraft. Wenn der Grundstock konstant bei 1.000.000 Euro bliebe, hättest du rein rechnerisch bei 2 % Inflation pro Jahr nach zehn Jahren lediglich noch 81,7 % der ursprünglichen Kaufkraft. Auch dein passives Einkommen ist weniger wert. Steigen die Lebenskosten, ist irgendwann Schluss mit der finanziellen Freiheit.
Wir sehen daher ziemlich schnell, dass die Möglichkeiten mit einer Million Euro und bloßer Konstanz gering bleiben. Es benötigt daher einen besseren Ansatz. Etwas Wachstum, ein wenig Dividendenwachstum. Konsequent ein bisschen mehr. Sowohl für den Schutz des eigenen Vermögens. Aber auch, um mit den Aktien die finanzielle Freiheit konsequent aufrechtzuerhalten. Es gibt daher ein wenig finanziellen Druck, neben dem psychologischen Druck, dass du ein solches Vermögen nicht einfach der Inflation aussetzen solltest.
Was ist, wenn du 20.000 bis 50.000 Euro in ein einzelnes Wertpapier investiert hast?
Der zweite Fehler bei einem Aktienvermögen von 1.000.000 Euro ist meiner Meinung nach außerdem, dass wir die finanzielle Freiheit sehr einfach definieren. Wir kaufen einfach einen Korb aus 20 bis 30 Dividendenaktien. Lassen die Stabilität die Überhand nehmen. Und leben glücklich bis an unser Lebensende. Doch ist das eine Illusion für mich.
Denn, überleg‘ einmal: Wenn du eine Million Euro in die Hand nimmst und das Geld auf 20 Aktien verteilst, so müsstest du 50.000 Euro in jede einzelne Aktie investieren. Das ist ein großes Vermögen, das konzentriert investiert ist. Hältst du den Druck aus? Vor allem, wenn es plötzlich käme? Wenn deine eigentlichen Positionen durchschnittlich eher 5.000 oder 10.000 Euro betragen? Plötzlich hättest du das Fünf- oder Zehnfache investiert. Und was wäre, wenn eine Aktie nach mauen Quartalszahlen plötzlich um 10 % korrigiert?
Meine These ist, dass ein Vermögen von 1.000.000 Euro in Aktien eben nicht den Druck aus der ganzen Sache nimmt. Die finanzielle Freiheit mag zwar möglich sein. Sie erfolgte aber nicht aus dem konsequenten Aufbau von Positionen und einem wachsenden Depot. Nur die wenigsten Investoren dürften diesen emotionalen und psychologischen Druck direkt auf Anhieb händeln können. Das macht diese finanzielle Freiheit nicht unbedingt einfacher.
Baue dir mit Aktien deine finanzielle Freiheit auf!
Mein guter Rat an dich lautet daher: Wünsche dir nicht, dass du direkt 1.000.000 Euro zur Verfügung hast. Aus dem Wunsch dürfte ohnehin so schnell kaum etwas werden. Stattdessen hast du die gute Chance, dir mit deinem Vermögen und regelmäßigen Sparraten die finanzielle Freiheit aufzubauen. Du wächst. Dein Portfolio wächst. Außerdem achtest du dabei gleich zu Beginn auf die richtige Aktienauswahl, die dir eine gute Gesamtrendite bringt. Das schärft den Fokus für später, denn auch dann wirst du dich kaum mit stabilen 3 oder 4 % zufriedengeben wollen.
Die finanzielle Freiheit ist möglich, erfordert aber Disziplin und Durchhaltevermögen, sowie auch eine Prise Mut. Besser, du fängst im Kleinen an und baust dir deine große Vermögensbasis sukzessive auf.
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