108 Mio. Aktien: Neben der starken Dividende kauft die Münchener Rück massiv eigene Aktien zurück

Ein silberner Button, auf dem "Kaufen" steht
Bild: Aktienwelt360, KI-generiert via ChatGPT

Die Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002) steht für Einkommensinvestoren vor allem für ihre starke und stabile Dividende. Seit dem Jahre 1969 zahlt das Unternehmen eine mindestens auf dem Vorjahresniveau gehaltene Ausschüttung aus. Erst kürzlich erhöhte das Management von 20,00 Euro je Aktie auf 24,00 Euro. Damit gilt die Münchener Rück sogar als Dividendenwachstumsaktie.

So bemerkenswert die Dividende der Münchener Rück auch ist: Viel spannender sind eigentlich die Aktienrückkäufe. Zwar führt diese Kapitalmaßnahme nicht dazu, dass wir einen Mittelrückfluss erhalten. Es ist eben keine Dividende. Aber dadurch erhöht sich der Anteil, den jede einzelne Aktie verbrieft, bedeutend.

Im Jahre 2026 kündigte die Münchener Rück erneut Aktienrückkäufe in Höhe von 2,25 Mrd. Euro an. Damit könnten zum jetzigen Stand 3,23 % aller ausstehenden Aktien gekauft und eingezogen werden. Doch zeigt sich die Bedeutung dieser Kapitalrückführungen erst, wenn wir ein wenig längerfristig zurückschauen.

Münchener Rück: Neben einer stabilen Dividende hat das Management zuverlässige Aktienrückkäufe aufgebaut!

Die Münchener Rück setzt Aktienrückkäufe mittlerweile ebenfalls sehr zuverlässig ein. Besonders dadurch hat sich über die Jahre hinweg ein enormer Hebel aufgebaut, der den Wert je Aktie massiv erhöhte. Das Management selbst weist in den Investor-Relations-Seiten die Rückkaufprogramme seit dem Jahre 2006 aus. Seitdem seien 18.394.861.967,65 Euro in diese Form der Kapitalrückführungen geflossen. Mit den neuen 2,25 Mrd. Euro tätigt das Management damit erneut Rückkäufe, die sogar mehr als 10 % der vorherigen Gesamtsumme entsprechen. Wahnsinn. Allerdings ist der Börsenwert mit der Zeit auch massiv gestiegen.

Nun zu den eigentlich beeindruckenden Zahlen: Über alle Aktienrückkäufe seit dem Jahre 2006 hat das Management inzwischen 102.418.344 ausstehende Aktien gekauft und eingezogen. Zum Vergleich: Die Anzahl noch vorhandener Aktien lag per Ende 2024 bei ca. 131,5 Mio. Im Jahre 2025 sind wiederum 3,4 Mio. Aktien gekauft und eingezogen worden. Per Ende 2025 waren somit noch 128,1 Mio. Aktien im Umlauf. Fast 45 % aller ausstehenden Aktien sind daher in den letzten zwei Jahrzehnten vom Management der Münchener Rück gekauft und eingezogen worden.

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Das bedeutet, dass sich auch der Gewinn auf weniger Anteilsscheine verteilt. Die absolute Dividendensumme muss durch weniger Aktien geteilt werden. Aktienrückkäufe waren und sind bei der DAX-Aktie der Münchener Rück daher ein enormer Katalysator. Zumal die Rückkäufe seit 2006 zu einem durchschnittlichen Kurs von 179,61 Euro getätigt worden sind. Das bedeutet, dass bei einem Aktienkurs von über 500 Euro diese Form der Kapitalrückführungen ein lukratives Investment gewesen ist.

Kapitalrückführungsrendite bleibt weiterhin hoch!

Die Aktienrückkäufe bei der Münchener Rück sorgen noch immer für den gleichen Effekt. Wenn das Management in den nächsten zwei Jahrzehnten ähnlich starke Rückkäufe tätigt, könnten die Ergebnisse in zwei Jahrzehnten ebenso stark sein. Das wiederum würde bedeuten, dass sich die Anzahl ausstehender Aktien erneut massiv reduziert. Der Zinseszinseffekt wirkt auch hier und nimmt Form an. Vor allem: Er wirkt dauerhaft, denn durch die Reduzierung der Anzahl ausstehender Aktien werden alle zukünftigen Gewinne auf weniger Aktien verteilt.

Aber die Aktienrückkäufe sorgen auch heute für eine bedeutend höhere Kapitalrückführungsrendite. Die Aktie der Münchener Rück besitzt derzeit eine Dividendenrendite in Höhe von 4,5 %. Addieren wir hier die Aktienrückkäufe hinzu, so erhalten wir eine Gesamtrendite der Kapitalrückführungen in Höhe von 7,7 %. Als Aktionäre profitieren wir daher in sehr großem Stil davon, wie das Management seinen Gewinn verwendet. Für die Dividende und die Aktienrückkäufe dürfte das Management nämlich rund 5,3 Mrd. Euro des eigenen Gewinns verwenden, der im letzten Geschäftsjahr 2025 bei rund 6,1 Mrd. Euro gelegen hat.

Das wiederum zeigt, dass die Münchener Rück nicht nur mit der Dividende und den Aktienrückkäufen echte Werte für die Investoren schafft. Sondern, dass der Rückversicherungskonzern diese auch erwirtschaftet. Gute Nachrichten also für alle Einkommensinvestoren: Denn mit dem hohen Gewinn ist nicht nur auch in Zukunft eine hohe Dividende möglich. Sondern auch werttreibende Aktienrückkäufe, die in den letzten 20 Jahren definitiv sehr stark zu der Gesamtrendite beigetragen haben.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Münchener Rück.



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